Gemeinde

Eindrucksvolles Jubiläumskonzert

Unter der Leitung von Hans-Hermann Buyken sang das Collegium vocale mit Solisten Werke des Thomaskantors.
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Unter der Leitung von Hans-Hermann Buyken sang das Collegium vocale mit Solisten Werke des Thomaskantors.

50-jähriges Bestehen der Selbstständigen evangelisch-lutherischen Gemeinde.

Von Cristina Segovia-Buendía

Wenn die Martini-Gemeinde zum Konzert einlädt, dann können sich Besucher auf qualitativ hochwertige musikalische Darbietungen freuen. Das wissen die Besucher, die stets regelmäßig die Kirchenbänke mit ihrer Präsenz füllen.

Doch vergangenes Wochenende setzt die Gemeinde mit der Einladung des Cölner Barockorchesters, des Collegium Vocale der SELK und vier hochtalentierten Solisten dem Ganzen die Krönung auf. Zu hören gab es die beiden sehr selten aufgeführten Bach-Kantaten „Herz und Mund und Tat und Leben“ (Bekenntnis-Kantate) sowie „Gott, der Herr ist Sonn und Schild“ (Kantate zum Reformationsfest).

„Aus dem großen Schaffen Johann Sebastian Bachs, dessen wunderbare Werke das Collegium Vocale seit nunmehr 40 Jahren musizieren darf – haben wir nun für den Beginn die Kantate ausgewählt, in der das Bekennen, das Bekenntnis zu Jesus Christus die zentrale Rolle spielt. Dass außerdem eine Reformationsfest-Kantate zum Jubiläum einer lutherischen Kirche besonders gut passt, versteht sich von selber“, schreibt Dirigent Hans-Hermann Buyken im Programmheft. Pastor Florian Reinecke freute sich besonders, das Jubiläum in seiner Kirche feiern zu können. „Dass das alles geht, ist nicht selbstverständlich“, sagte er in Hinblick auf die bis vor kurzem geltenden Coronaregeln.

Existenz verschiedener Kirchen sei immer auch etwas Trauriges

Der neuen Freiheit begegneten Chor, Orchester und Solisten mit himmlischen Klängen, die überirdisch schön im Gotteshaus hallten. In einer Art Dialog traten Chor und Solisten, stets begleitet vom Orchester, an. Während das Collegium Vocale die Choräle übernahm, präsentierten die Solisten Theresa Nelles (Sopran), Elvira Bill (Mezzosopran/Alt), Wolfgang Klose (Tenor) und Joachim Höchbauer (Bass) die Arien und rezitativen Teile der Kantaten. Aufmerksam lauschten die Besucher den Worten und Gesang.

Nach der ersten Kantate trat Probst Burkhard Kurz an die Kanzel und sprach sein Grußwort mit der Frage, was eine Kirche ausmache. Sich über 50 Jahre SELK zu freuen, sei nicht gänzlich in Ordnung, sagte er zur Verwunderung vieler. „Die Existenz verschiedener Kirchen ist immer auch etwas Trauriges.“ Die Kirche müsse ein Ort sein, in der die positive Kraft des Glaubens erlebt werde, wo durch die Verkündung der Gnade Gottes der Himmel für die Menschen aufgeschlossen werde.

Burkhard Kurz äußerte sich teilweise aber auch kritisch: Alles sei der SELK in den vergangenen 50 Jahren nämlich nicht gelungen: „Es gab auch Missverständnisse und Verletzungen.“ Doch die Musik sei hier schon immer ein elementarer Bestandteil gewesen – und solle es auch weiter bleiben.

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