Umbau des Gemeindehauses

Ein neues Bürgerzentrum entsteht

Im Bürgerzentrum Wupper stehen umfangreiche Baumaßnahmen an. Natalie Enneper vom Bauverwaltungsamt und Bürgermeister Johannes Mans erläutern das Vorgehen.
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Im Bürgerzentrum Wupper stehen umfangreiche Baumaßnahmen an. Natalie Enneper vom Bauverwaltungsamt und Bürgermeister Johannes Mans erläutern das Vorgehen.

Bis Jahresende soll alles fertig sein.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. 578.000 Euro investiert die Stadt in den Ankauf und Umbau des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses am Siedlungsweg in Dahlerau, um es in den kommenden sieben Monate in ein neues Bürgerzentrum für die Wupperorte zu verwandeln. Vieles, was das Gebäude aus den 1960er Jahren ausmacht, werde allerdings erhalten bleiben, berichtet Natalie Enneper vom Gebäudemanagement, Leiterin für Hochbau und Technische Gebäudeausrüstung: „Es ist schließlich nicht alles schlecht, was früher gebaut wurde. Nur werden wir das Gebäude jetzt für die veränderten Bedürfnisse besser strukturieren.“

Der Klinker und die grau-weiße Optik werden weiterhin das Markenzeichen des Hauses bleiben, betont Enneper. „Etwas völlig anderes würde auch nicht in die Umgebung passen. Wir optimieren allerdings die Bausubstanz.“

Das Haus wird neue Böden und Decken erhalten sowie einen frischen Anstrich. Vor allem aber werden die Fenster gegen neuere ausgetauscht, und die Elektrik werde erneuert. Die Lampen werden künftig über stromsparende LED-Technik laufen, und auch ausreichend Netzwerkkabel werden die Handwerker verlegen. „Nachgebessert werden muss auch der Brand- und Schallschutz des alten Gebäudes“, erklärt Enneper.

Das Haus wurde auch vor dem Umbau schon rege genutzt

Zwei große Veränderungen wird es im Erdgeschoss geben: Der Raum, in dem bislang die Küche stand, wird zweigeteilt. Die linke Seite wird als kleine Küche für den davor gelagerten Cafébetrieb im Foyer erhalten bleiben. Die rechte Seite wird für eine neue, barrierefreie Toilette genutzt. Auch ein Durchbruch ist auf der rechten Seite des Flurs auf dem Weg zum großen Saal geplant. In einem bislang ungenutzten Innenhof soll eine Terrasse entstehen, die das Café als Außengastronomie nutzen könnte. Der Saal hingegen, der bislang für Gottesdienste, Konzerte oder Versammlungen genutzt wurde, wird in seiner Grundform erhalten bleiben und lediglich über neue Farbe und andere Gardinen aufgepeppt.

Die beiden Räume im Obergeschoss, die zum Teil jetzt schon als Proberäume genutzt wurden, erhalten ebenfalls neue Fenster, neue Böden und einen frischen Anstrich. „Wir werden hier Mobiliar für individuelle Arbeitsplätze bereitstellen, bei Bedarf kann man Tische und Stühle aber auch zur Seite räumen und den Raum anders nutzen“, sagt sie. Die Idee ist es, das Haus so herzurichten, dass es, ähnlich wie das Bürgerhaus am Schlossmacherplatz, für alle Bürger eine Anlaufstelle bietet, Vereine und Chöre, die sich auch schon vor dem Umbau hier angesiedelt hatten, auch nach der Fertigstellung wieder in den Räumen proben und ihre Konzerte und Veranstaltungen feiern können.

„Das Haus bot auch schon vor dem Umbau eine breite Nutzung“, berichtet Bürgermeister Johannes Mans. „Der Bedarf nach einem solchen Ort ist also da.“ Er wünscht sich, dass das neue Bürgerzentrum in den Wupperorten ein Knotenpunkt mit sozial-pädagogischen Konzept wird, in dem auch mal Beratungen stattfinden können und wo alle Altersgruppen einen Platz finden. Von der Krabbelgruppe bis zum Seniorencafé eben alles unter einem Dach.

Bis Ende des Jahres, sagt Enneper, müsse der Umbau fertig sein, das geben die Fördermittelrichtlinien vor. Denn finanziert wird das Projekt zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die restlichen 20 Prozent stemmt die Stadt als Eigenanteil.

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