Berufsberatung

Ein Elternabend der besonderen Art

Ein wenig wie eine kleine Ausbildungsmesse wirkte der Infoabend in der Aula des Schulzentrums. Die Organisatoren waren erfreut, dass auch Schülerinnen und Schüler gekommen waren.
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Ein wenig wie eine kleine Ausbildungsmesse wirkte der Infoabend in der Aula des Schulzentrums. Die Organisatoren waren erfreut, dass auch Schülerinnen und Schüler gekommen waren.

Die Sekundarschule lud zu einer Berufsberatung ein – Format ähnelte einer Ausbildungsmesse.

Von Cristina Segovia-Buendia

Radevormwald. Wenn es darum geht, ihre Schüler bestmöglich auf die Zeit nach ihrem Schulabschluss vorzubereiten, geht die Sekundarschule gerne auch mal außergewöhnliche Wege – so wie am Montag in der Aula des Schulzentrums. An verschiedenen Tischen standen Fachleute aus verschiedenen Branchen bereit, um nicht primär mit den Schülern über ihre berufliche Zukunft zu sprechen, sondern viel mehr die Eltern darüber informieren, was es im Jahr 2022 alles für Möglichkeiten gibt.

Neben hiesigen Ausbildungsbetrieben wie Kuhn Edelstahl oder Emil Holzmann waren auch Vertreter des Theodor-Heuss-Gymnasiums, des Berufskollegs Wermelskirchen-Wipperfürth und des Berufskollegs Hückeswagen dabei, sowie Ansprechpartner des Sana-Klinikums für Fragen rund um die medizinischen Berufe, der Kreishandwerkerschaft und des Handelsverbands NRW.

Zusammenarbeit mit den Eltern soll intensiviert werden

„Die meisten Eltern sind wohl schon länger im Beruf. Die Ausbildung liegt länger zurück. Vielleicht sind sie nicht mehr auf den neusten Stand der Möglichkeiten“, skizzierte Barbara Haasbach, Abteilungsleiterin II, zuständig für die Klassen acht bis zehn und somit auch für die Abschlussjahrgänge ein mögliches Szenario. Dabei spielen Eltern ihrer Meinung nach eine wesentliche Rolle in der Berufsberatung ihrer Kinder. „Sie sind Berufsberater Nummer eins für unsere Schüler.“

Und genau das will sich die Schule nun zunutze machen. Denn im vergangenen Jahr, als die noch junge Sekundarschule ihren ersten Abschlussjahrgang verabschiedete, wurde Haasbach das Gefühl nicht los, dass die Schüler trotz aller Anstrengungen die Schule verunsichert und zum Teil orientierungslos verließen. Ein Grund hätte möglicherweise die Pandemie sein können.

Doch Haasbach und ihre Kollegen glauben, dass Schule und Eltern in puncto Berufsberatung enger zusammenarbeiten sollten. „Wer liefern sehr viel Input, haben aber das Gefühl, dass es nicht richtig ankommt. Dabei sollen uns die Eltern helfen und deswegen haben wir zu diesem Abend eingeladen. Einfach auch, um in Kontakt mit den Eltern zu treten.“ Ungefähr ein Viertel aller Schülereltern der neunten und zehnten Klassen nahmen teil. Für Haasbach ein guter Start. „Positiv überrascht bin ich auch darüber, dass sogar einige Schüler mitgekommen sind.“

Finja Korzekwa (15) hatte Papa Martin und Mama Gosia mitgebracht und lauschte an den verschiedenen Tischen den Gesprächen. „Ich würde gerne eine kaufmännische Ausbildung machen oder, wenn das nichts für mich ist, dann weiter zur Schule gehen, um mein Fachabi zu machen“, berichtete die Schülerin.

Ihre Eltern unterstützen sie dabei ohne sie in die eine oder andere Richtung zu drängen, betonte der Vater. „Sie soll schon ihren Weg gehen.“ Dass die Entscheidung aber immer schwieriger wird, könne Martin Korzekwa aber gut nachvollziehen. „Sie sind immer schneller fertig und sehr jung, wenn sie eine Wahl treffen sollen.“ Mutter Gosia war von dem etwas anderen Elternabend angetan. „Ich hatte mir das genau so vorgestellt und gehofft, dass man verschiedene Möglichkeiten gezeigt bekommt, man mit Leuten ins Gespräch kommt.“ Gut informiert fühlten sich Finjas Eltern. „Wenn man konkrete Fragen hat, hilft manchmal auch die Suche im Internet“, sagte der Vater. Doch genau vor der riesigen Masse an Informationen im World Wide Web fühle sich Finja häufiger erschlagen. Deswegen, urteilte Haasbach, seien nicht nur Berufsorientierungstage, Praktika und Beratungen für Schüler wichtig, sondern eben auch der Rat der Eltern.

Die Premiere der Berufsberatung für Eltern müsste nun evaluiert werden, ehe die Entscheidung über eine weitere Auflage gefällt werde. Festhalten aber wollen Haasbach und ihre Kollegen weiter an der Zusammenarbeit mit den Eltern.

Hintergrund

Nachdem die Internetseite der Sekundarschule Radevormwald vorübergehend nicht aufrufbar war, ist nun die aufgefrischte Webpräsenz freigeschaltet worden. Dort finden sich beispielsweise Informationen rund um das Kollegium, den Förderverein und das Leitbild der Schule. Auch die Menüvorbestellung für die Mensa ist online möglich. Die Webadresse ist weiterhin:

www.sekundarschule-
radevormwald.de

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