Bildung

Displays statt Kreidetafeln: Schulen rüsten um

Maik Kranjc-Dohlien, IT-Leiter der Stadtverwaltung (l.), und Matthias Fischbach-Städing, THG-Schulleiter zeigen, wie das digitale Display einsetzbar ist.
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Maik Kranjc-Dohlien, IT-Leiter der Stadtverwaltung (l.), und Matthias Fischbach-Städing, THG-Schulleiter zeigen, wie das digitale Display einsetzbar ist.

Radevormwald soll als Schulstandort gestärkt werden.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Kreidetafel ade – in die Klassenräume ist das digitale Zeitalter schon längst eingezogen. Radevormwald hat dabei mit die Nase vorn. Hier ziehen Verwaltung, Schulamt und Schulen an einem Strang. Das Ziel: Radevormwald als Schulstandort stärken. „Uns ist eine hohe Qualität in der Schulbildung wichtig“, betonte Bürgermeister Johannes Mans auf einem Pressetermin im Theodor-Heuss-Gymnasium am Mittwoch.
Im THG ist der digitale Ausbau schon weit vorangeschritten. In 27 Unterrichtsräume sind Whiteboards während der Osterferien gegen digitale Displays ausgetauscht worden. „Das wird peu á peu in allen Schulen der Bergstadt passieren“, erklärte Schulamtsleiter Jürgen Funke. Auch in der Sekundar- und Armin-Maiwald-Schule sind bereits digitale Displays angekommen.

Die Geräte sind durch Mittel des Digitalpakts angeschafft worden, sagte Jürgen Funke. 585 000 Euro gibt es daraus, das Gesamtpaket kostet rund 790 000 Euro. Das Fördergeld muss bis Sommer 2024 abgerufen werden. „Wir werden darüber hinaus aber auch nicht an der Schulausstattung sparen“, versicherte Simon Woywod, 1. Beigeordneter.

„Man braucht keinen nassen Schwamm mehr.“

Matthias Fischbach-Städing

Von Schulleiter Matthias Fischbach-Städing wollte er wissen, wie die neue digitale Technik denn ankommt. Der hat von seinen Kollegen und Kolleginnen nur positive Rückmeldungen zu den Displays erhalten. Nach einer Schulung durch Maik Kranjc-Dohlien, IT-Leiter der Verwaltung, werde die neue Technik seit einigen Tagen im Unterricht eingesetzt. Im Gegensatz zu den Whiteboards, die mit Kurzdistanzbeamer betrieben werden, lässt sich das digitale Display wie ein Touch-Display eines Tablets bedienen.

„Die Handhabung erfolgt intuitiv“, sagte Fischbach-Städing. „Es gibt Apps“, ergänzte Maik Kranjc-Dohlien. So werden Grafiktabellen erstellt, geometrische Formen können entworfen werden. Auf dem Display kann geschrieben werden wie früher an der Tafel. „Mit der Löschtaste ist dann alles wieder weiß, man braucht keinen nassen Schwamm mehr,“ erklärte Fischbach-Städing. Das Gerät ist kompatibel mit anderen digitalen Medien. Ein Vorteil: „Gruppenarbeitsergebnisse, die auf unseren I-Pads erstellt werden, können mit den Displays synchronisiert werden. Das ist ideales Arbeiten“, so Fischbach-Städing.

Alles, was am Display im Unterricht erarbeitet wird, kann gleich in der Lernplattform hochgeladen werden: Seit den Lockdowns haben dies an Bedeutung gewonnen – Schüler holen sich per Schul-Cloud den Schulstoff zu Hause in ihr eigenes Endgerät.

Für die rund 2000 Rader Schüler hat die Stadt bereits 800 i-Pads für den Unterricht angeschafft. „Unser Ziel ist es, mit der kompletten Umstellung auf digitale Displays auch für jeden Schüler ein I-Pad in den Schulen zu haben“, sagte Jürgen Funke. Um den Einbau, die Einrichtung und um die Wartung der digitalen Geräte kümmert sich Maik Kranjc-Dohlien. „Ich werde auch regelmäßig nach Updates für die neuen Displays schauen - die dann außerhalb des Schulbetriebs laufen werden,“ sagt er.

Bis 2023 werde das Gros der Räume aller weiterführenden Schulen die neuste Technik haben, erklärt Schulamtsleiter Funke. In den Grundschulen soll die Umstellung im Laufe der nächsten fünf Jahren erfolgen. Und wer einen Blick in die Klassenräume der Grundschulen wirft, wird dann doch noch die gute alte Kreidetafel entdecken. Sie bleibe zusätzlich zur digitalen Technik. Auf Wunsch der Lehrer und Lehrerinnen.

Hintergrund

Im Theodor-Heuss-Gymnasium werden noch zehn weitere Räume, darunter Kunst- und Musikraum, mit digitalen Displays ausgestattet. Derzeit gibt es im THG 27 neue Displays, für die Sekundarschule gibt es 15 Geräte, in der Armin-Maiwald-Schule sind es neun Geräte. 6000 Euro kostet die technische Umrüstung je Unterrichtsraum.

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