Die Resonanz ist in Corona-Zeiten ungebrochen

Manfred Kaiser und Michaela Thiel vom DRK-Ortsverein Radevormwald gaben den Spendern ein Lunchpaket mit auf den Weg – hygienisch verpackt. Einen Kaffee-to-go-Becher gab es vom DRK-Blutspendedienst dazu.
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Manfred Kaiser und Michaela Thiel vom DRK-Ortsverein Radevormwald gaben den Spendern ein Lunchpaket mit auf den Weg – hygienisch verpackt. Einen Kaffee-to-go-Becher gab es vom DRK-Blutspendedienst dazu.

200 Blutspender kamen zum ersten Termin des Jahres in die Aula der Grundschule Stadt.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Wenn das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Radevormwald derzeit zur Blutspende aufruft, stehen in der Aula der Grundschule Stadt am Hohenfuhrplatz weniger Liegen als sonst bereit – um die coronabedingten Abstände einzuhalten. „Das heißt aber nicht, dass es weniger Blutspender gibt“, erklärte Claudia Garweg vom Radevormwalder DRK am vergangenen Donnerstag. Da fand der erste Blutspendetermin in diesem Jahr statt. Im vergangenen Jahr habe man in der Bergstadt rund 1000 Blutspenden gezählt. „Das waren in etwa genauso viele wie 2019“, sagte Claudia Garweg. Auch Manfred Kaiser, DRK-Ortsvorsitzender, zeigte erfreut. „Die Resonanz ist ungebrochen. Ich bin begeistert von den Rader Spendern.“

Zum ersten Blutspendetermin 2021 gab es zugleich eine Premiere: In Radevormwald konnten Time-Slots über eine Online-Reservierung auf der Internetseite des DRK gebucht werden. Vergeben wurden Slots im Viertelstundentakt, um die Besuche in Zeiten von Corona zu entzerren.

„Ich opfere gern diese Zeit, um anderen zu helfen.“

Stefan Kazior, Blutspender

„Zehn Liegen stehen für die vereinbarten Termine zur Verfügung“, erklärte Claudia Garweg, die den Nachmittag zusammen mit Oliver Lonken organisierte. Einen Platz halte man weiter frei für Bürger, die spontan vorbeikommen. „180 feste Anmeldungen gibt es für heute“, berichtete Claudia Garweg. Mit nicht angemeldeten Spendern – die auch vorbeischauten – werde man bis zum Abend auf rund 200 Blutspenden kommen.

Stefan Kazior kommt seit 1978 regelmäßig zum Blutspenden. Auch in Pandemiezeiten fühlt er sich hier gut aufgehoben.

Blutspende in Pandemiezeiten, das bedeutet mehr Arbeit mit weniger Helfern. Statt wie sonst 25 Ehrenamtler waren acht Helfer in den vier Stunden am Nachmittag dabei. „Diejenigen, die zur Risikogruppe gehören, sind derzeit natürlich nicht im Einsatz“, erklärte Claudia Garweg. In Nicht-Pandemiezeiten arbeite man an den Blutspendenachmittagen in Schichten. „Das fällt jetzt weg, jeder bleibt die gesamte Zeit“, erklärte sie.

Eingesetzt waren die Helfer schon am Eingang. Dort mussten die Hände desinfiziert werden. Danach wurde nach Erkältungssymptomen gefragt. „Auf das Fiebermessen bei der Ankunft verzichten wir im Moment. Wenn jemand aus der Kälte hereinkommt, ist das Ergebnis nicht aussagekräftig“, erklärte Claudia Garweg. Die Fieberkontrolle gebe es in den Wintermonaten erst beim Arztgespräch, das nach dem Ausfüllen des Anmeldebogens stattfand. Erst danach ging es zur eigentlichen Blutabnahme. Medizinische oder FFP2-Masken waren überall Pflicht.

Bernd Koprivc ist nicht nur an diesem Nachmittag zur Blutspende gekommen. „Ich komme regelmäßig“, erzählte er. Die Pandemie hält ihn nicht davon ab. „Da habe ich keine Bedenken.“ Mit der Blutspende tue er für seinen Körper etwas Gutes und er tue Gutes für andere Menschen. „Das zählt.“ Auch Stefan Kazior fühlte sich bei der Blutspende sicher. „Die Maßnahmen sind hier höher als beim Einkaufen“, sagte er. Zum 57. Mal spendete er am Donnerstag. „Das erste Mal bin ich 1978 zur Blutspende gegangen. Ich opfere gern diese Zeit, um anderen zu helfen.“

Beim Verlassen der Aula gab es für jeden Spender einen Kaffee-to-go-Becher des DRK-Blutspendedienstes als kleines Dankeschön und ein Lunchpaket des DRK-Ortsverbandes mit auf den Weg – gefüllt mit Saft, Nüssen, Joghurt und Müsliriegel. „Unser großes Büffet mussten wir mit Beginn der Corona-Pandemie einstellen“, erklärte Manfred Kaiser.

Die Blutspendetermine sind derzeit die einzige Einnahmequelle des Rader DRK-Ortsvereins. Ohne Veranstaltungen fallen auch die Sanitätsdienste aus, sagte Kaiser: „Das letzte Mal waren wir auf dem Rosenmontagszug 2020 in der Nachbarstadt Hückeswagen im Einsatz.“

Blutspendebus

Seit Beginn der Pandemie gab es in Radevormwald keine Nachspendetermine, die gewöhnlich im DRK-Bus stattfinden. Jetzt startet der Blutspendedienst wieder mit diesem Angebot. Am Donnerstag, 25. Februar, steht der Blutspendebus vor dem DRK-Haus an der Carl-Diem-Straße 7 – von 15 bis 19.30 Uhr. Auch dort gilt die Bitte, sich online einen Termin zu reservieren.

www.drk-blutspende.de/blutspendetermine

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