Die Mieter leben seit zehn Jahren in ihrer WG

Die Mieter und Mieterinnen der Senioren-WG, das Team des Pflegedienstes und die Angehörigen feierten mit „Mister Rodini“ mit seiner Drehorgel (r.) das Zehnjährige der WG. Foto: Claudia Radzwill
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Die Mieter und Mieterinnen der Senioren-WG, das Team des Pflegedienstes und die Angehörigen feierten mit „Mister Rodini“ mit seiner Drehorgel (r.) das Zehnjährige der WG.

Die erste Senioren-Wohngemeinschaft in Rade

Von Claudia Radzwill

Vor zehn Jahren, am 1. Juli 2011, eröffnete die erste Senioren-Wohngemeinschaft in Radevormwald. An der Elbefelder Straße 54 wurde die ehemalige Berufsschule von Grund auf saniert und umgebaut. Im Erdgeschoss entstand eine WG-Wohnung für elf Mieter und Mieterinnen.

Am vergangenen Samstag wurde das 10-jährige Bestehen der WG mit einem kleinen Fest gefeiert. Bunte Ballons, Girlanden, Grillimbiss Popcorn-Maschine und „Mister Rodini“ alias Hans-Hermann Nonnenmacher an der Drehorgel sorgten beim Fest für gute Laune. Nonnenmacher war schön öfter Gast in der WG, auch mit seiner Zauberschau.

Ulla Drienhaus lebt seit fünfeinhalb Jahren in der WG. Sie schätzt es sehr, im Alter nicht alleine zu leben. „Hier ist immer jemand da. In der WG hat man die Möglichkeit zur Unterhaltung, wenn einem danach ist. Und wenn man alleine sein möchte, kann man sich auf sein Zimmer zurückziehen“, erzählte sie. Wichtig sei es ihr, dass man in der Senioren-WG gut versorgt ist. Der Pflegedienst Eva Kohtz übernimmt in der Wohngemeinschaft die Betreuung – eine 24-Stunden-Betreuung durch Begleiterinnen im Haushalt und Fachkräfte in der Pflege. „Es ist immer jemand für uns da, rund um die Uhr“, sagte Ulla Drienhaus. Der Pflegedienst hat darüber hinaus seine Räume im ersten Stock des Hauses.

Vier Männer und sieben Frauen leben in der WG. Sie sind im Alter zwischen Mitte 60 und Mitte 90. „Jeder hat sein eigenes Zimmer mit einem kleinen eigenen separaten Waschraum mit WC,“ erklärte Eva Kohtz. Auch gibt es drei große Badezimmer – eines mit Wanne und zwei mit Duschen, die alle behindertengerecht und für die Pflegeleistungen ausgestattet sind.

Die Zimmer haben sich die Mieter mit ihren Möbeln eingerichtet. Für den Gemeinschaftsraum und für den Wintergarten haben alle Möbel beigesteuert – und so gemeinsam für das gemütliche Ambiente in „ihrer WG“ gesorgt.

„Den Tagesablauf bestimmt jeder selbst“, sagte Eva Kohtz. Frühstück gibt es zum Beispiel ab acht Uhr. „Zwei schlafen gerne länger, die kommen immer später dazu.“ Nur zum Mittagessen müssen alle pünktlich sein.

Vor Corona hat es auch öfter Ausflüge gegeben. „Wir haben einen Öko-Bauernhof besucht und waren zusammen auf den Altennachmittagen beim Erntedankfest in Önkfeld“, berichtete Eva Kohtz. Coronabedingt sei aber vieles ausgefallen. So langsam lasse man nun wieder einiges aufleben. Die Mitglieder der WG seien sehr vorsichtig gewesen und seien es noch, sagte Ulla Drienhaus. Auch wenn es für sie schon Anfang des Jahres die Corona-Impfungen gab. So wurde am Samstag in kleinerem Rahmen im Kreis der Angehörigen und unter Einhaltung der 3-G-Regel gefeiert.

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