Sana

Das sind die Folgen der Klinikreform

Blick auf den Eingangsbereich des Sana-Krankenhauses an der Siepenstraße.
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Blick auf den Eingangsbereich des Sana-Krankenhauses an der Siepenstraße.

Bereich der Altersmedizin soll im Sana Krankenhaus ausgebaut werden.

Von Stefan Gilsbach

Radevornwald. Es soll eine „Revolution“ werden – die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angekündigte Klinikreform. Der SPD-Politiker will die umstrittene Fallpauschale kippen, die viele Kritiker als eine Ursache für die „Ökonomisierung“ des Gesundheits- und Pflegesektors benennen. Stattdessen sollen die Kliniken künftig nach den drei Kriterien Vorhalteleistungen, Versorgungsstufen und Leistungsgruppen honoriert werden. Geplant ist es, die Einrichtungen in Deutschland in drei Kategorien einzuteilen: lokale Krankenhäuser für die Grundversorgung, regionale Krankenhäuser und überregionale Krankenhäuser mit einer Spezialisierung.

Die Reform wird kontrovers diskutiert. Aber was könnte sie konkret für das Sana Krankenhaus in Radevormwald bedeuten? „Grundsätzlich ist eine Bündelung von Leistungen der richtige Schritt. Nicht alle müssen alles machen“, wird Thomas Lemke, der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG zitiert. Die Sana-Gruppe betont allerdings, dass die Finanzierung der Krankenhäuser sichergestellt sein muss, um die Basisversorgung zu gewährleisten, wenn der Krankenhausplan des Ministers ab dem 1. Januar 2023 umgesetzt werden soll.

Krankenhaus der regionalen Grund- und Regelversorgung

Auch müsse man beim Bündeln der Leistungen zwischen Stadt und Land differenzieren. Wie die Geschäftsführung der Radevormwalder Klinik erklärt, stehe das Krankenhaus in der Bergstadt „als Krankenhaus der regionalen Grund- und Regelversorgung“ an der „Basis mit Notfallmedizin, Allgemeiner internistischer und chirurgischer Basisversorgung und Intensivmedizin, zudem mit einem Hubschrauberlandeplatz“. Auf die Frage, welche neuen Strukturen es für die Klinik in Rade künftig geben könne, erklärt die Geschäftsleitung, dass die „demografische Entwicklung der Region“ es fordere, „dass wir alle Bereiche der Altersmedizin diskutieren, bündeln und ausbauen“.

Angeregt durch die Beschwerde einer Leserin über den Mangel an Parkplätzen für Besucher am Sana-Krankenhaus, erkundigte sich unsere Redaktion zudem, ob ein Ausbau der Parkmöglichkeiten geplant sei. Die Geschäftsleitung ließ wissen, dass sich an der Parkplatzsituation nichts geändert habe. „Probleme sind bisher nicht bekannt.“ Der Parkplatz gehöre zu den wenigen Sana-Parkplätzen, die gebührenfrei nutzbar seien. Es gebe allerdings Überlegungen, einen weiteren Parkplatz im hinteren Bereich, in Richtung der Feuer- und Rettungswache, zu errichten. „Das hätte etwa 100 000 Euro gekostet und wurde zugunsten der medizinischen Infrastruktur verschoben“, wird Geschäftsführerin Ines P Grunewald zitiert.

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