CDU-Urgestein wird zum Flaschensammler

Edmund Biekowski stören die herumliegenden Glasflaschen. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Edmund Biekowski stören die herumliegenden Glasflaschen. Archivfoto: Nadja Lehmann

Edmund Biekowski fordert höheres Pfand

Von Claudia Radzwill

Edmund Biekowski, ein Radevormwalder CDU-Urgestein, meldete sich dieser Tage zu Wort. Beim Gang durch die Stadt stechen ihm immer wieder die Pfandflaschen ins Auge, die dort achtlos hinterlassen werden. Besonders die Glasflaschen. Der Grund: Für die gebe es nur 8 Cent Pfand zurück. Für viele wohl zu wenig. So werde er zum Flaschensammler, schreibt Biekowski. „Obwohl ich als ehemaliger Beamter nicht auf das Pfand angewiesen bin.“ Aber das sei er der Umwelt schuldig.

Er plädiere schon länger auf eine Erhöhung des Glasflaschenpfands auf 25 Cent, gleich dem des Plastikflaschen- und Dosenpfands - und hat sich mit seinem Anliegen an die höhere politische Ebene gewendet. Jetzt habe er Antworten bekommen, schreibt er. Von Marie Luise Dött, der umweltpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, und vom Bundestagsabgeordneten für den Oberbergischen Kreis, Dr. Carsten Brodesser.

Marie Luise Dött verwies auf die unterschiedlichen Pfandsysteme. Während die Einweg-Pfandverpackung gesetzlich geregelt und festgelegt sei, sei das Mehrwegpfandsystem eine freiwillige Verpflichtung der Händler und Getränkehersteller. Daher existieren die unterschiedlichen Pfandhöhen auf Mehrwegflaschen, heißt es in ihrem Schreiben. Sie unterstreicht aber auch: „Pfandsysteme, unabhängig davon, ob Einweg- oder Mehrweg, erhöhen allgemein den Rücklauf und die Wiedernutzung und Verwertung.“

Dr. Carsten Brodesser stimmt Edmund Biekowski in seinem Schreiben zu. „Zunehmend gehören umherliegende Glasflaschen zum Straßenbild“, bestätigt er ihm. Brodesser könne den Unmut Biekowskis nachvollziehen – und auch er sehe eine Erhöhung des Pfands auf 25 Cent als ein probates Mittel dagegen. Dafür, so teilte Dr. Carsten Brodesser Edmund Biekowski mit, wolle er sich auch einsetzen.

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