Catering-Service steht seit zwei Jahren still

Alexander Weyrich vor seinem Kühlwagen. Der steht ungebraucht im Hof – da Feste und Veranstaltungen nicht stattfinden. Foto: Claudia Radzwill
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Alexander Weyrich vor seinem Kühlwagen. Der steht ungebraucht im Hof – da Feste und Veranstaltungen nicht stattfinden.

Alexander Weyrich macht die Corona-Pandemie zu schaffen

Von Claudia Radzwill

Der Kiosk von Alexander Weyrich darf zwar öffnen – aber die Zeiten sind auch für ihn nicht leicht. Außenstehende können leicht denken: „Aber wieso, der Verkauf läuft doch weiter.“ Dass es den Kiosk gebe, darüber sei er froh und er sei dankbar über die Kundentreue, die er erfahre, sagt Weyrich. Doch der kleine Laden Axel’s Kiosk an der Bahnhofstraße ist derzeit die einzige größere Einnahmequelle des Radevormwalders. Die Pandemie hat sein Geschäftsmodell hart getroffen.

Alexander Weyrich hat sich in den vergangenen Jahren mehrere Standbeine aufgebaut. Neben dem Kiosk bietet er einen Catering-Service an, für Firmen- und Familienfeiern vermietet er Kühl- und Bierwagen sowie Bierzeltgarnituren. Das alles ist aber eng mit der Veranstaltungs- und Feierbranche verknüpft – und die hat seit Ausbruch der Pandemie bekanntlich mit am schwersten zu kämpfen. „Seit zwei Jahren bleiben jetzt die Einnahmen hier aus“, berichtet Weyrich. „Der Bierwagen ist zum letzten Mal Anfang 2020 zum Einsatz gekommen.“

Die Bestellung eines neuen Getränke-Lkw konnte er 2020 noch stornieren, atmet er heute auf: „Für das wenige, das anfällt, tut es der alte noch.“ Insgesamt sieben Fahrzeuge zählt der Fuhrpark. „Dass diese teils nur rum stehen, tut ihnen natürlich nicht gut und auch die Kosten für Versicherung, Steuer und Wartung müssen gezahlt werden.“

Den Kühlwagen nutzt Weyrich als Transportanhänger

Den Kühlwagen nutzt Weyrich ab und zu als Transportanhänger – damit der bewegt wird. Vor Corona wurden bei ihm auch regelmäßig belegte Brötchen und Getränke für Firmen-Meetings geordert – auch das fällt weg. „Für Firmen-Jubiläen haben wir vor Corona oft 50 bis 60 Schnittchen zubereitet. Die gibt es derzeit gar nicht mehr“, sagt er.

Unterwegs ist noch sein Verkaufswagen „Axel bringt´s“ – er fährt vormittags die Rader Firmen an. Doch: „Es gibt Tage, da werden nur zwei Frikadellenbrötchen verkauft.“ Umso mehr Kurzarbeit und Homeoffice es in den Unternehmen gibt, desto weniger Absatz gebe es am Verkaufswagen. Im Oktober 2021 habe er wieder optimistischer in die Zukunft geschaut, blickt Weyrich zurück. Es gab Veranstaltungen, wenn auch im kleineren Rahmen. Anfragen kamen wieder bei ihm rein.

Doch jetzt, mit Omikron, mit steigenden Inzidenzen kommen die Absagen. In den vergangenen zwei Jahren musste auch er Personal abbauen und hat eine Zeit lang Kurzarbeit angemeldet. „Ich hatte vor Corona zwölf Beschäftigte, jetzt sind es noch fünf, die in Voll- oder Teilzeit arbeiten. Dazu kommen zwei Aushilfen“, sagt er. Alexander Weyrich schaut trotz allem jetzt hoffnungsvoll auf 2022 - er will sich nicht unterkriegen lassen.

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