Aktion

Bunte Martinstüte unterstützt das Kinder- und Jugendhospiz

Alexander Weyrich (r.) und Mitarbeiter Sebastian Österreicher packen auf Vorbestellung und unter Beachtung der Corona-Hygienemaßnahmen Martinstüten. Diese können vorbestellt werden. Foto: Claudia Radwill
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Alexander Weyrich (r.) und Mitarbeiter Sebastian Österreicher packen auf Vorbestellung und unter Beachtung der Corona-Hygienemaßnahmen Martinstüten. Diese können vorbestellt werden.

Vorbestellungen sind bis zum 11. November bei „Axel’s Kiosk“ möglich.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Die Corona-Krise macht gerade vielem einen Strich durch die Rechnung. Auch der Martinstag findet nicht wie gewohnt statt. Kein Martinsmarkt in Rade, kein Martinsfeuer, kein Laternenzug. Alexander Weyrich möchte in dieser Zeit dennoch den Kindern ein bisschen die St.-Martins-Freude bringen – coronakonform. Er bietet an, in seinem Geschäft an der Ecke Bahnhof- und Westfalenstraße auf Vorbestellung eine traditionelle St.-Martins-Tüte zu packen.

„Wir packen ausschließlich auf Vorbestellung eine bunte Tüte mit Spekulatius, Pfeffernüssen, Lebkuchen, Apfel, Birne und Mandarine“, erklärt Weyrich. 7,50 Euro kostet eine Tüte. 20 Prozent davon werden dem Bergischen Kinder- und Jugendhospiz Burgholz gespendet. Bis zum 11. November müssen die Vorbestellungen eingegangen sein. Am Sonntag, 15. November, können die Martinstüten abgeholt werden.

Alexander Weyrich vergibt dazu feste Uhrzeiten, an die sich alle halten müssen. Damit sollen Ansammlungen vermieden werden. Klar, dass auch ein Weckmann in die Tüte kommt – frisch aus dem Ofen des Bäckerei-Familienunternehmens Bauer. „Der Stutenmann hat eine echte Pfeife aus Ton, keine aus Plastik“, versichert Weyrich. Das ist ihm genauso wichtig wie die Zusammenarbeit mit einem regionalen Unternehmen. „In einer solchen Krise muss man zusammenhalten“, sagt er.

Catering-Service sorgt derzeit nicht für Umsatz

So findet bereits am 8. November eine Aktion mit dem Landhaus Bilstein aus Beyenburg statt. Die Kunden können bis zum heutigen Mittwoch den hausgemachten Stuten der Restauration bei Weyrich vorbestellen und ihn nun am Sonntag abholen. Auch hier gelten feste Zeitfenster. Ein Teil des Umsatzes kommt wiederrum dem Kinder- und Jugendhospiz zugute.

Alexander Weyrich hofft, dass alle gut durch die Pandemie kommen. Auch wenn es für ihn immer schwerer wird. Seine Einkommensquelle ist derzeit hauptsächlich der Kiosk an der Ecke Bahnhof- und Westfalenstraße. Sein zweites Standbein, der Verkaufswagen „Axel bringt’s“, ist zwar im Einsatz, doch ein Teil des Klientels fällt weg. „Wir fahren unter anderem viele Firmen an. Dass Arbeitnehmer ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt haben, merken auch wir. Die Umsätze fehlen“, erklärt Weyrich. Sein Bierwagen steht seit Oktober 2019 im Lager. Mit dem und seinem Catering-Service ist er sonst auf Familien- und Firmenfeiern gebucht.

Auch das „Schulobst-Projekt“ des Landes NRW, dessen Kooperationspartner er ist, liegt momentan brach. Im Oktober hat er für die Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. „Es ging nicht mehr anders“, bedauert er. Mit Sebastian Österreicher hat er 2020 dennoch einen neuen Mitarbeiter eingestellt. Vor dem Lockdown hatte sich der junge Mann bei Weyrich beworben. Das Zeugnis des 21-Jährigen legte er beiseite und vertraute auf sein Bauchgefühl. „Mit meinen Noten konnte ich leider nicht punkten. Ich bekam immer wieder Absagen. Für die Chance, die ich bekam, bin ich sehr dankbar“, sagt Österreicher. Und er nutzte sie: Aus einem Praktikum wurde ein Minijob, nun ist er fest angestellt. Es gibt in der Krise auch Positives zu berichten. Kontakt für Bestellungen: Tel. (0 21 95) 8 03 89 67

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