Fördergeld kommt vom Land

Brede: Gelände wird ökologisch aufgewertet

Der alte verwaiste Schulgarten der GGS Wupper wird runderneuert. Das alte Gewächshaus kommt weg, das Biotop (r.) wird reaktiviert.
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Der alte verwaiste Schulgarten der GGS Wupper wird runderneuert. Das alte Gewächshaus kommt weg, das Biotop (r.) wird reaktiviert.

Land finanzierte 130 000-Euro-Projekt rund um die Grundschule – Ziel: Mehr Lebensraum für heimische Pflanzen und Tiere.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Es hat sich viel getan auf dem Außengelände rund um den Jugendtreff Life, dem Kindergarten und der Grundschule auf der Brede. Dank des „Integrierten Handlungskonzepts für die Wupperorte“. Sport- und Spielflächen wurden bereits erneuert und werden gerne genutzt. Dieser Tage startete auf dem Areal nun die ökologische Aufwertung.

Auch für diese Maßnahme gibt es Fördergeld vom Land Nordrhein-Westfalen. Die Gesamtkosten für die Umsetzung der ökologischen Aufwertung betragen 130 000 Euro. „Ursprünglich sollten 80 Prozent der Summe gefördert weiden. 2020, im Corona-Jahr, gab es vom Land eine aufstockende Förderkulisse, so dass die Maßnahme jetzt zu 100 Prozent gefördert wird“, berichtete erklärte Burkhard Klein, Amtsleiter des Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamtes auf einer Ortsbegehung am Donnerstag.

Das Ziel der ökologischen Aufwertung ist es, den Lebensraum für die heimische Pflanzen- und Artenvielfalt zu unterstützen. „Auf dem Gelände auf der Brede soll Natur erlebbar werden“, sagt Regina Hildebrandt, Umweltbeauftragte der Stadt. Zwischen dem hinteren Schulgebäude und Amphitheater wird ein neuer Schulgarten angelegt. Ein altes Gewächshaus steht hier noch, das wird verschwinden. Bienenhotel und Hochbeete werden aufgestellt und ein Igelunterschlupf gebaut. „Das hier schon vorhandene Biotop wird wieder freigeschnitten, erneuert und ordentlich gesichert“, sagt Regina Hildebrandt.

Umweltbeauftragte Regina Hildebrandt (l.) zeigt Natalie Enneper (Leiterin Gebäudewirtschaft), Burkhard Klein (Leiter Stadtplanungs- und Bauaufsicht) und Bürgermeister Johannes Mans die Böschung, an der bald Obstbäume stehen werden.

Das Konzept für die ökologische Aufwertung hat Armin Henne, Gartenarchitekt aus Wuppertal, in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Grundschule erarbeitet. Er hatte in der Vergangenheit bereits das Konzept für den Parc de Châteaubriant erstellt. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Garten- und Landschaftsbaufirma Tillmanns aus Remscheid. „Im Schulgarten sollen die Kinder selbst pflanzen können und die Tierwelt beobachten“, so die Umweltbeauftragte. Sogenannte „Todholzhügel“ werden als Unterschlupfangebote für Tiere am nahen Waldrand aufgeschichtet, Nistkästen werden auf dem Gelände aufgehangen, ein Spechtbaum wird aufgestellt. Statt Böschungen zur Färberstraße und zur Turnhalle hin wird es hier bald Obstbäume und Wildblumenwiese geben. „Auf der Wiese hinter dem Jugendtreff Life wird zum Sportplatz hin eine Kräuterspirale angelegt“, zählt Regina Hildebrandt auf.

Auch drei Wege auf das Areal werden neugestaltet. Hier werden Trockenmauern aus bergischer Grauwacke hinkommen – wo sich kleine Lebewesen wohl fühlen. Die Mitarbeiter der Garten- und Landschaftsfirma sind gerade dabei, die Feuerwehrzufahrt aufs Gelände zu erneuern. Regina Hildebrandt zeigte auf die alten Rasengittersteine. Sie sind kaputt und Stolperfallen. „Hier wird versickerungsfähiger Boden hinkommen, wo das Wasser ablaufen kann.“

Container soll übergangsweise als Klassenraum dienen

Bürgermeister Johannes Mans hob vor Ort noch einmal hervor: „Mit den Fördermaßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes wollen die Wupperorte nachhaltig aufwerten.“ Und das sei bereits gelungen. Für das Quartier an der Wupper verzeichnet die Stadt einen deutlichen Zuzug von Familien. Fest machen könne man dies an den aktuellen Anmeldungen zur Kita und zur Grundschule. „Wir haben in der Grundschule zwei Eingangsklassen“, berichtet Natalie Enneper, Leiterin der Gebäudewirtschaft. Längst vorbei sind die Zeiten, wo man an der Wupper einzügig fuhr. Um alle Klassen unterzubringen, werde zu Schuljahresbeginn ein zusätzlicher Schulcontainer aufgestellt. Ein Behelf. Für 2024 ist neben der Turnhalle ein Neubau der Kita geplant. Das heutige Kita-Gebäude soll dann als zusätzlicher Schulraum umgebaut werden. „2023 gehen wir in die Planungen für die Ausschreibung“, sagt Natalie Enneper. Die Fertigstellung ist anvisiert für das Jahr 2025.

Hintergrund

Förderung: Die aufgeführten Vorhaben im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts für die Wupperorte werden aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, des Europäischen Sozialfonds, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und der Städtebauförderung NRW gefördert.

Fertigstellung: Die ökologische Aufwertung auf dem Areal auf der Brede wird bis Ende des fertiggestellt sein.

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