Entwurf

Brandschutzbedarfsplan einstimmig gebilligt

Freiwillige Feuerwehr erhält viel Lob.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Die Ratsmitglieder in Radevormwald haben den Entwurf des Brandschutzbedarfsplans für die Bergstadt in der Sitzung am Donnerstag gebilligt. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Viel Lob gab es für die Mitarbeiter der Verwaltung und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die den Plan in den vergangenen Monaten erstellt hatten. Besondere Anerkennung hatte es auch von der Bezirksregierung Köln gegeben, der der Entwurf vorgelegt werden musste. „In Köln wurde erklärt, dies sei ein hervorragender Brandschutzbedarfsplan“, verkündete Bürgermeister Johannes Mans, der den Entwurf geradezu als „Jahrhundertwerk“ bezeichnete. Auch beim Oberbergischen Kreis habe man sich positiv geäußert.

Einige Fragen aus den Fraktionen gab es in der Sitzung allerdings doch noch. So wollte Rolf Ebbinghaus, Fraktionsvorsitzender der Alternativen Liste (AL), wissen, wer für die Erneuerung von Feuerlöschteichen zuständig sei – einige davon weisen derzeit noch Mängel auf. „Müssen sich die Einheiten selber darum kümmern? Da hätte ich gerne konkretere Auskünfte.“ Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz, der gemeinsam mit Wehrführer Dietmar Hasenburg in der Sitzung für Erläuterungen bereitstand, erklärte, es gebe dabei noch rechtliche Grundlagen zu klären, man sei an diesem Thema aber dran.

AL: Digitale Ausstattung seiverbesserungswürdig

Ebbinghaus verwies auch auf die teilweise verbesserungswürdige digitale Ausstattung einzelner Löschgruppen. „Leider gibt es im Radevormwalder Stadtgebiet einige Stellen, wo es mit Mobilfunk nicht so gut klappt“, bemängelte der AL-Politiker. „Wenn Sie etwa durchs Uelfetal fahren, reißt oft die Verbindung ab.“

CDU-Ratsmitglied Jürgen Fischer, selber hauptberuflich bei der Feuerwehr in Remscheid tätig, lobte für seine Fraktion ebenfalls den „sehr gut ausgearbeiteten“ Entwurf. Was den Ausbau der Brandschutzerziehung angeht, die in dem neuen Plan ebenfalls angesprochen wurde, müsse man freilich noch schauen, wie dies mit den aktuellen Kapazitäten der Einheiten funktioniere.

Der Brandschutzbedarfsplan legt unter anderem dar, in welchen Bereichen in der Stadt es vermehrte Risiken für Schadensereignisse gibt und unter welchen Voraussetzungen die Freiwillige Feuerwehr innerhalb der sogenannten Hilfsfristen mit der erforderlichen Stärke und dem nötigen Gerät nach den Dienstvorschriften am Einsatzort eintreffen kann.

Wer sich in das – ziemlich umfangreiche – Dokument vertiefen möchte, findet den Bedarfsplan im Ratsinformationssystem der Stadt Radevormwald unter der Tagesordnung der Ratssitzung am 23. Juni, dort kann er heruntergeladen werden.

Das Radevormwalder Stadtgebiet ist aktuell in neun Löschgebiete aufgeteilt, die Einheiten der Freiwilligen Feuer mit insgesamt 240 Einsatzkräften sind in drei Löschzüge zusammengefasst.

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