Baustelle

Böschung in Dahlerau wird erneuert

Blick von oben auf die Baustelle. Die steile Böschung muss ausreichend gesichert werden.
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Blick von oben auf die Baustelle. Die steile Böschung muss ausreichend gesichert werden.

Weil die Stützmauer an der Wülfingstraße marode ist, wurden eine Baustellenampel installiert und Baken aufgestellt.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Die rot-weißen Baken stehen schon seit geraumer Zeit an der Zufahrt nach Dahlerau. Hier führt die Wülfingstraße hinab in die Talsohle der Wupper, und an der Seite der Fahrbahn geht es steil die Böschung abwärts. 2017 hatte sich bei einer Überprüfung herausgestellt, dass die Stützmauer an dieser Stelle marode ist. Um zu vermeiden, dass irgendwann ein Unglück geschah, wurde der Randbereich der Straße mit den Baken gesichert und eine Baustellenampel installiert. Denn der Radius für Fahrzeuge ist beschränkt. Es besteht die Gefahr, dass Fahrzeuge auf der L 414 in den Gegenverkehr geraten.

Aktuell laufen an der Böschung die Sanierungsarbeiten, am Donnerstag machte sich auch Bürgermeister Johannes Mans vor Ort ein Bild zum Stand der Dinge. Ulrich Dippel, der Leiter des Technischen Bauamtes, erläuterte, was zurzeit getan wird: „Wir haben uns entschieden, eine neue Mauer zu setzen und unterhalb der Straße die Böschung mit Erdreich neu aufzufüllen.“ Andere Lösungen wären kostspieliger gewesen. Vor allem aber hätte die Wülfingstraße dann längere Zeit gesperrt werden müssen – eine Belastung für die Bewohner der Ortschaft.

Bevor die Arbeiten beginnen konnten, mussten noch Abstimmungen mit dem Verein Bergische Bahnen/Wupperschiene getroffen werden, dem die Bahnstrecke gehört, die sich unmittelbar an der Böschung entlang zieht. „Der Verein hat eigens einen technischen Berater eingeschaltet“, berichtet UIrich Dippel. Bis alle diese Verhandlungen abgeschlossen waren, brauchte es seine Zeit.

„Die Mauer hat auf jeden Fall den nötigen Sicherheitsabstand“, bekräftigt der Amtsleiter und scherzt: „Hier könnte sogar ein ICE durchfahren.“ Eine Vision, die eher unwahrscheinlich ist, doch die Wupperschiene möchte gerne einen Museumsbahnverkehr einrichten. Bürgermeister Johannes Mans ist für die Wiederinbetriebnahme der Strecke offen.

Hier könnte sogar ein ICE durchfahren

Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes

Die jetzigen Arbeiten an der Böschung haben nach Ostern begonnen und sollen im Herbst beendet werden. Ganz ohne Sperrung geht es nicht, sagt Dippel. Ab 15. August muss die Straße nochmal dicht gemacht werden. Dann soll die Ortschaft über die Straße Schnellental erreichbar sein. „Im Volksmund nennt man sie auch Kinderwagen-Chaussee“, erklärt Verwaltungsreferentin Flora Treiber. „Die Straße wurde schon einmal als Ersatzstrecke genutzt.“ Das war vor rund zwölf Jahren, damals dauerte dieser Zustand anderthalb Jahre. So lange wird es diesmal nicht dauern. „Maximal zwei Monate“, verspricht Dippel.

Was die Baustellenampel betrifft, so fiel schon früh auf, dass sich kaum jemand darüber beschwerte – was ungewöhnlich ist. Inzwischen hat die Ampel eine Fan-Gemeinde, eine Unterschriftenaktion der Anwohner plädiert dafür, eine dauerhafte Ampelanlage einzurichten. „Wir sind dazu in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen“, sagt Bürgermeister Johannes Mans. Noch sei die Entscheidung nicht gefallen, aber die Signale seien gut. Die Stadt stellt sich bereits auf die neue Situation ein. „Wir legen schon einmal Leerröhren für die Verkabelung“, sagt Ulrich Dippel. 

Nach den Bauarbeiten an der Böschung wird die Fahrbahn der Wülfingstraße allerdings ein wenig breiter, das Rangieren dürfte leichter werden. Was Lkw betrifft, die aus Richtung Vogelsmühle kommen, so sind deren Fahrer bereits seit längerem dazu verpflichtet, bis Neuland weiterzufahren und dort zu wenden, bevor sie in die Wülfingstraße einbiegen.

Die Kosten der gesamten Maßnahme beziffert die Verwaltung mit rund 750.000 Euro. Das ist die aktuelle Schätzung. „Mal sehen, wie es mit den Preissteigerungen beim Material aussieht“, gibt Ulrich Dippel zu bedenken. 

Hintergrund

Die Zufahrt nach Dahlerau befindet sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Bahnhofs Dahlerau. Derzeit wird die Strecke nur von den Draisinen des Wuppertrails befahren, doch gibt es inzwischen neben dem Projekt einer Museumsbahn Überlegungen, den Personennahverkehr auf den Schienen wieder einzuführen.

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