Aktion

Besucher kaufen für den guten Zweck

Simone Kreimendahl gehört zum Organisationsteam des Andheri-Basars und freut sich über das Interesse der Besucher, hier: Lukas Szczurek.
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Simone Kreimendahl gehört zum Organisationsteam des Andheri-Basars und freut sich über das Interesse der Besucher, hier: Lukas Szczurek.

53. Andheri-Basar findet noch heute und morgen im Caritashaus statt.

Von Claudia Radzwill

Es ist der 53. Andheri-Basar der Kirchengemeinde St. Marien, der in diesem Jahr im Caritashaus stattfindet. Gestern eröffnete der Basar, mit dessen Erlös einmal mehr ein soziales Projekt in Indien unterstützt wird. Noch bis einschließlich zum morgigen Feiertag, 1. November, können Besucher und Besucherinnen hier stöbern, schon die ersten Weihnachtsgeschenke finden oder sich selbst etwas Schönes gönnen.

Hinter der Kuchentheke von Sigrid Sagolla (vorne) und ihren Kolleginnen gibt es immer etwas zu tun.

Im vergangenen Jahr galt beim Andheri-Basar noch die 3G-Regel. „Da kamen weniger Leute als sonst, die Verunsicherung wegen der Corona-Pandemie war noch sehr groß“, blickt Simone Kreimendahl vom Organisationsteam zurück. Der Spendenerlös 2021 sei dennoch gut gewesen: „Neben dem Basar gab es einen Spendenappell, dem sind viele gefolgt.“ Im Jahr 2020 musste das Angebot wegen der Corona-Situation erstmals in seiner Geschichte ausfallen. 2022 findet ein weitestgehend „normaler“ Verkauf statt. Maskenpflicht herrscht nicht – wer möchte, setzt sie auf.

Die Einnahmen des Basars gehen stets an die Andheri-Hilfe in Bonn. Der Verein unterstützt Hilfsprojekte in Bangladesch und Indien. „Dieses Jahr wird damit ein Projekt unterstützt, welches das Elend der Musahar in Indien verringern soll“, sagt Simone Kreimendahl. Diese Menschen, die auch „Rattenesser“ genannt werden, sind im indischen Kastensystem ganz unten angesiedelt.

In den Dörfern der Musahar sollen einfache Bildungszentren geschaffen werden, in denen die Kinder das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Es sollen Gemüsegärten errichtet werden, damit die Musahar sich selbst mit Lebensmittel versorgen können. Außerdem ist geplant, in regelmäßigen Abständen in den Dörfern Gesundheitscamps abzuhalten, für kostenlose Untersuchungen und Behandlungen.

Seit ein nunmehr neun Jahren stellt ein Organisatorenteam den bunten Basar, der stets um Allerheiligen herum stattfindet, auf die Beine. Es besteht heute aus Simone Kreimendahl, Sigrid Sagolla und Steffi Braun. Bestückt wird der Andheri-Basar von Gemeindemitgliedern, und auch von vielen Raderinnen und Radern, die nicht St. Marien angehören. „Wir starten immer einen Aufruf, uns für den Basar handwerkliche Dinge zu spenden“, sagt Simone Kreimendahl. Das klappe jedes Jahr ganz toll. „Auch dieses Jahr haben wir viele schöne Dinge bekommen“, sagt die Organisatorin. Ursprünglich hatte es einen Andheri-Kreis gegeben, der sich regelmäßig traf und für den Basar Stick- und Strickwaren wie auch Bastelarbeiten herstellte. Er löste sich vor gut zehn Jahren auf – damals stand der Andheri-Basar fast vor dem Aus. Mit der Umstellung des Konzepts und der Bildung eines Organisatorenteams ging es für das beliebte Angebot weiter. Nun wird zu Hause gebastelt, gesägt, gestrickt, gestickt und eingekocht.

Auf den Tischen stehen Holzarbeiten wie Schwippbögen, selbst gemachte Kerzengläser, kleine Weihnachtsfiguren, Sterne fürs Fenster und vieles mehr. „Besonders gefragt sind immer die selbst gemachten Liköre, Marmeladen und die Stricksocken“, erzählt Simone Kreimendahl. Erstmals dabei sind die Adventskalendertüten, die für jeden Tag eine kleine Geschichte bereithalten und die Lavendel-Schlafbrillen. „Ganz schnell weg war der Drahtkreis, an dem kleine Sterne aus Buchseiten hingen. Dafür haben wir schon zwei weitere Bestellungen“, berichtet sie.

Geöffnet hat an allen Tagen auch die Cafeteria im Caritashaus. „Für jeden Tag haben wir Kuchenpaten auf der Liste“, sagt Simone Kreimendahl. 17 Kuchenspenden zählten die Organisatorinnen allein für den Sonntag. Auch der Erlös der Kuchentheke kommt dem Hilfsprojekt in den Dörfern der Musahar zugute.

Hintergrund

Tradition: 1968 fand der erste Andheri-Basar in St. Marien statt, dafür wurde der Andheri-Kreis gegründet, der den Basar bestückte. 2012 stand der Basar fast vor dem Aus, als sich der Kreis auflöste. Heute wird er von einem Organisatorenteam geleitet und von handwerklichen Spenden von Raderinnen und Radern getragen.

Geöffnet: Der Andheri-Basar im Caritashaus an der Hohenfuhrstraße (Eingang über den Kirchplatz) ist am heutigen Montag, 31. Oktober, und Allerheiligen, 1. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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