Umstrukturierung

Bei der Stadt gibt es ein neues Amt

Jörn Ferner leitet ab 1. Oktober das neue Amt für Jugend, Schulen, Kultur und Sport.
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Jörn Ferner leitet ab 1. Oktober das neue Amt für Jugend, Schulen, Kultur und Sport.

In der Verwaltung stehen Veränderungen in der Organisation an.

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Zum 1. Oktober gibt es innerhalb der Radevormwalder Stadtverwaltung organisatorische Veränderungen. Der Ältestenrat wurde darüber bereits informiert, der Schulausschuss in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag.

In der Bergstadt gibt es künftig ein neues Amt für Jugend, Schulen, Kultur und Sport. Die Leitung übernimmt Jörn Ferner, seine Stellvertreterin heißt Miriam Bönisch. Der bisherige Schulamtsleiter Jürgen Funke wird einer von vier Teamleitern innerhalb des neuen Amtes und ist künftig zuständig für das Team Bildung mit Schulen, Sportstätten, Bürgerhaus, Kultur und Stadtbücherei.

Das Team Jugendförderung übernimmt Sarah Behr, Miriam Bönisch das Team Verwaltung und Keith Gehling das Team für den Pädagogischen Dienst. Sarah Behr kümmert sich um Jugendförderung, Jugendhilfeplanung, Planung der OGS, die Jugendräume und den Kinder- und Jugendtreff „life“ an der Wupper. Miriam Bönisch kümmert sich um Beistandschaften, Unterhaltsvorschuss, wirtschaftliche Erziehungshilfen, Kindertagespflege und die Abrechnung der OGS sowie um die Kindertageseinrichtungen Sprungbrett und Wupper. Keith Gehling ist zuständig für den Allgemeinen Sozialen Dienst, den Pflegekinder-Dienst, die Jugendgerichtshilfe, die Frühe Hilfen und das Familienbüro, für die Schulsozialarbeit und Vormundschaften.

Bürgermeister Johannes Mans erläutert, dass die Umstrukturierung jahrelange Erfahrungen widerspiegele. Man sei zu dem Entschluss gekommen, dass gerade der Bereich Kindergärten sehr gut auch zum Jugendamt passe, bislang aber dem Schulamt zugewiesen war. „Wir hatten schon länger die grundsätzliche Idee, dieses Arbeitsfeld rüberzuziehen, und als Jürgen Funke uns dann signalisierte, aus persönlichen Gründen nicht mehr als Amtsleiter arbeiten zu wollen, haben wir das Bestreben intensiviert, ein neues Amt zu kreieren“, sagt Mans.

Es gibt da sehr viele Schnittmengen.

Simon Woywod, Erster Beigeordneter

Das neue Amt fuße auf vier pädagogischen Säulen. Die Idee sei auch in der Politik gut angekommen. „Es ist die hoheitliche Aufgabe eines Bürgermeisters, solche Veränderungen aufzunehmen“, sagt Mans. Jörn Ferner und seinem neuen Team werde ein großes Vertrauen entgegengebracht. Jörn Ferner freut sich auf die neue Herausforderung, In Radevormwald sei es eher historisch begründet gewesen, dass die Kitas zum Schulverwaltungsamt gehörten, sagt er.

Der Erste Beigeordnete Simon Woywod betont, dass dem neuen Amt nichts übergestülpt werde, sondern man im Vorfeld in einen Dialog getreten sei, um die Sinnhaftigkeit und die Synergien zu ermitteln. „Es gibt da sehr viele Schnittmengen“, meint er.

Mans fordert ein eigenständiges und kreatives Arbeiten innerhalb der Teams, die Dinge müssten vernünftig koordiniert werden. Der Freiraum für die eigene Verantwortung sei ihm ganz wichtig.

Jörn Ferner ist wichtig, dass ihm die Fachexpertise von Jürgen Funke, der das Schulamt fünfeinhalb Jahre geleitet hatte, erhalten bleibt. Ihm sei der Teamgedanke extrem wichtig, deshalb gebe es ab Oktober regelmäßige Sitzungen mit den Teamleitern. Er verstehe sich als Bindeglied zum Verwaltungsvorstand und zur Politik.

Die Aufgaben des neuen Amtes mit etwa 60 Mitarbeitern sind herausfordernd: So soll zum Beispiel Am Kreuz das neue große Bildunghaus entstehen, indem eine Kita, eine Schule, eine Sporthalle und ein Jugendfreizeitpark untergebracht werden sollen. „Außerdem benötigen wir auch in Zukunft dringend neue Kita-Plätze“, sagt Ferner.

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