Haus Hürxthal

Begegnungsstätte sucht Mitarbeiter

Die Koordinatorin des Trägervereins, Kyra Springer, – hier mit Sozialamtsleiter Volker Grossmann (l.) und dem Vorsitzenden von „aktiv55plus“, Jörg Weber – hofft auf viele Bewerbungen. Archivfoto: Jürgen Moll
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Die Koordinatorin des Trägervereins, Kyra Springer, – hier mit Sozialamtsleiter Volker Grossmann (l.) und dem Vorsitzenden von „aktiv55plus“, Jörg Weber – hofft auf viele Bewerbungen.

Im Café im Haus Hürxthal soll es künftig Getränke und gute Gespräche geben

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Kyra Springer hat konkrete Vorstellungen davon, welche Anforderungen die beiden neuen Mitarbeiter in der Begegnungsstätte Haus Hürxthal am Schlossmacherplatz erfüllen sollen: „Wir brauchen keine Gastro-Fachkraft, sondern suchen Menschen, die Lust am guten Ergebnis haben“, sagt die Koordinatorin des Trägers des Angebotes, dem Verein „aktiv55plus“. Das Café sei ein Schwerpunkt in der Begegnungsstätte, in dem es aber kein Mittagessen geben soll, weil das die Stadt nicht wünsche. Bewerber müssten nicht unbedingt zur älteren Generation gehören, auch Jüngere könnten sich, falls es zeitlich passt, um die Viertelstelle mit einem Umfang von 16 Stunden bewerben. Auf diesen Öffnungsumfang hat sich der Trägerverein mit der Stadt geeinigt, Öffnungstage sollen mittwochs ganztags sowie Donnerstag- und Freitagnachmittag sein.

„Wir brauchen Personal, das den Menschen zugewandt ist, das mit den Gästen spricht, in Kontakt tritt, sich mit den Zielen des Trägervereins identifiziert.“

Kyra Springer, Koordinatorin des Trägervereins „aktiv55plus“

„Wir freuen uns über das Vertrauen der Stadt, dass wir als Trägerverein unser Aufgabengebiet erweitern können“, sagt Kyra Springer. Ideale Besetzung für die Stelle wäre für sie eine Kombination aus einem Menschen im Rentenalter und einer jüngeren Kraft. „Wir wollen die Stelle bewusst auf zwei Köpfe verteilen, damit auch mal eine Vertretung möglich ist, und die Begegnungsstätte kontinuierlich öffnen kann“, sagt Kyra Springer. Daraus ergebe sich auch schon eine nächste Anforderung an mögliche Bewerber, denn ohne Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit lasse sich ein solcher Raum der Begegnung nicht betreiben.

Immerhin gehöre es zur Aufgabe der neuen Mitarbeiter, die Gäste zu begrüßen, sie mit Getränken zu versorgen und für die Sauberkeit zu sorgen. „Wir brauchen Personal, das den Menschen zugewandt ist, das mit den Gästen spricht, in Kontakt tritt, sich einfach mit den Zielen des Trägervereins identifiziert“, sagt Kyra Springer. Die Mitarbeiter müssten die Philosophie von „aktiv55plus“ transportieren.

In der Begegnungsstätte soll es keinen Verzehrzwang geben, sondern es soll um Begegnung gehen. „Wir wollen etwas gegen die Einsamkeit mancher Menschen tun“, sagt Kyra Springer. Und oftmals habe sie in der Vergangenheit bei Gesprächen festgestellt, dass Menschen mit weiteren Angeboten von „aktiv55plus“ geholfen werden kann. Hier sollen die neuen Mitarbeiter künftig vermitteln und weiterleiten. „Diese Verknüpfungsoptionen wollen wir gern nutzen, um unser Netzwerk zu stärken“, sagt Kyra Springer.

Sie ist sehr glücklich, dass Gruppen wie die Doppelkopf-Runde oder die Canasta-Runde die Corona-Pandemie gut überstanden haben und sich mittlerweile wieder treffen. In den Räumen der Begegnungsstätte gibt es auch Hirnjogging sowie weitere Aktionen gegen die Einsamkeit. Vielleicht könne da das Café weitere Menschen animieren, mitzumachen und nicht allein zu Hause zu sein. „Unsere Begegnungsstätte will genau das erreichen, und daran hat auch die Stadt ein deutliches Interesse“, sagt Kyra Springer. Das habe sie in Gesprächen mit dem Leiter des Sozialamtes, Volker Grossmann, und im Austausch mit Bürgermeister Johannes Mans immer wieder rausgehört.

Von einer Ehrenamtlerin, die das Angebot „Einfach mal reden“ mitbetreut, erfuhr Kyra Springer, dass sie sich über die Begegnungsstätte und das Café freue, denn das könne sie Anrufern empfehlen, wenn es darum gehe, sie aus ihrer häuslichen Isolation zu holen.

Eine weitere Aufgabe für die neuen Kräfte soll die Belegung des Hauses sein. Dafür steht eine Software der Stadt zur Verfügung, für die es eine Schulung geben soll. Nun müssen sich zwei geeignete Bewerber finden. Kyra Springer ist optimistisch, dass das noch dieses Jahr gelingen kann und man vielleicht im Advent öffnen könnte. „Dann müssen wir schauen, wie das Angebot angenommen wird und ob das Budget reicht“, sagt sie. Geld zahlt die Stadt nur fürs Personal, alles andere übernimmt „aktiv55plus“. Kyra Springer ist vom Erfolg des Angebotes überzeugt. „Für lebenserfahrene Menschen ist das richtig schön“, sagt sie.

Kontakt

Wer Interesse hat, sich als Betreuer für die Begegnungsstätte zu bewerben, der kann Kontakt zum Trägerverein „aktiv55plus“, Schlossmacherstraße 2, unter Tel. (0 21 95) 9 27 73 53, per Fax (0 21 95) 9 27 73 63 oder E-Mail aufnehmen.

info@aktiv55plus.de

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