Aktion

Azubis lernen, Gesundes zu kochen

Diese Gruppe bereitete im Rahmen der Aktion Pommes aus frischen Kartoffeln zu – auch das schmeckt lecker.
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Diese Gruppe bereitete im Rahmen der Aktion Pommes aus frischen Kartoffeln zu – auch das schmeckt lecker.

Betriebsnachbarschaft lud in die Küche der Firma Holzmann ein.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Wenn der Hunger kommt, ist schnelles Handeln gefragt: Der Kopf, der sich eigentlich vorgenommen hatte, den Körper gesund zu ernähren, ist längst im Stand-by. Meist entscheidet dann der Bauch, der mit seinem lauten Knurren alle anderen Organe überstimmt. Der Griff zur Tiefkühlpizza oder den Fertignudeln ist nicht mehr weit. Wer zum fertigen Obstsalat oder Smoothie greift, um ein wenig das schlechte Gewissen zu beruhigen, macht es auch nicht besser, weiß Ökotrophologe Andreas Giesbertz. Denn in den praktischen Convenience-Produkten lauern die größten Gefahren. In Fertigprodukte verbergen sich nämlich allerhand Inhaltsstoffe, die der Körper gar nicht braucht, sondern nur untergemischt werden, um das Produkt haltbar zu machen. So wie etwa beim Schälchen Obstsalat, der sich nur aufgrund des hohen Zuckeranteils hält.

Nachdem bereits im März dieses Jahres im Rahmen der Betriebsnachbarschaft ein Workshop für alle Azubis der teilnehmenden Unternehmen zum Thema gesunde Ernährung stattgefunden hatte, führte es diese Woche die Azubis zu einer weiteren Veranstaltung in der Betriebsküche des Elektro-Großhändlers Holzmann. Hier ließ der Fachmann die Azubis selbst Handanlegen und testen, was besser schmeckt, Fertigprodukt oder Selbstgemachtes. Auf der Liste standen Pommes, Muffins, Smoothies und Obstsalat.

Selbst hergestelltesschmeckt allen besser

Dass es nicht schwer ist, Pommes aus frisch geschnittenen Kartoffeln herzustellen, statt die tiefgekühlte Variante zu wählen, erkannten die Azubis schnell. Auch geschmacklich konnten alle den frischen selbst hergestellten Produkten mehr abgewinnen als den Verführungen aus der Verpackung. „Ich koche selbst eigentlich sehr gerne, nur leider fehlt mir im Alltag häufig die Zeit dafür“, äußerte Benedikt (24). Spannend fand er die Einblicke in verschiedene Ernährungstrends und Mythen trotzdem, denn eine gesunde Ernährung ist dem 24-Jährigen wichtig.

Auch Paulina (20) nahm sich einige Tipps mit für ihren Alltag und hofft, dass sie ihr auf Dauer dabei helfen, sich gesund zu ernähren. Viktor (21) hatte sich im Vorfeld nicht vorstellen können, dass der Workshop so ergiebig sein würde. „Ich habe sehr viel dazu gelernt.“

Auch Sarah (19) werkelt in ihrer Freizeit eigentlich gerne in der Küche und versucht, so ausgewogen und gesund wie möglich zu essen. „Das klappt leider nicht immer. Der Workshop war für mich trotzdem sehr hilfreich.“ Irge (20) nimmt nach dem Workshop für sich mit, dass es gar nicht so schwer ist, sich gesünder zu ernähren und dass man keine Diät machen muss, um abzunehmen, dass vieles schon bei einer guten Zubereitung beginnt. „Wer sein Essen selber macht, weiß auch zu 100 Prozent, was darin ist und isst nicht irgendwas, dass der Körper gar nicht braucht.“

Das Ziel der gesamten Betriebsnachbarschaft, die in Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem BGF-Institut durchgeführt wird, erklärt Dorothea Perkovic, Gesellschafterin und Prokuristin von Holzmann, sei es, auch kleinen Betrieben ein Gesundheitsmanagement zu ermöglichen. Alleine könnten das kleine Betriebe unter 50 Mitarbeitern gar nicht leisten. Dass die Gesundheitsförderung aber ebenso in kleinen Unternehmen wichtig ist, betont Perkovic: „Mit solchen Angeboten werden Mitarbeiter motiviert, gesund zu bleiben.“

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