Wupperkonferenz

Auf dem Weg zu mehr Vernetzung

David Truszczynski ist noch bis Ende des Jahres Quartiermanager für die Wupperorte. Über eine Verlängerung würde er sich freuen, das steht aber noch nicht fest.
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David Truszczynski ist noch bis Ende des Jahres Quartiermanager für die Wupperorte. Über eine Verlängerung würde er sich freuen, das steht aber noch nicht fest.

Nach der ersten Wupperkonferenz berichtet der Quartiermanager von positiven Rückmeldungen.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. David Truszczynski hat schon von Berufs wegen im Blick, was sich in den Wupperorten tut. Doch auch der Quartiermanager erlebt manchmal Überraschungen. „Ich wurde neulich angesprochen, weil vor Ort ein Flyer verteilt wurde, bei dem es um Vernetzung von Nachbarn ging“, berichtet er.

Das Quartiermanagement hatte nichts damit zu tun – oder zumindest nur indirekt. Es handelte sich um einen Aufruf von Bürgern, sich an einer Gruppe der App „nebenan“ zu beteiligen. „Diese App wurde noch einer Vorgängerin Marie Steinhauer in die Wupperorte gebracht“, erklärt Truszczynski. Steinhauer, inzwischen Wirtschaftsförderin der Stadt Radevormwald, wollte damit ein weiteres Tool anbieten, mit denen die Menschen in den Ortschaften sich austauschen können. Wie man sehe, habe die Sache nun ein Eigenleben entwickelt, so dass Bürgerinnen und Bürger selber neue Gruppen ins Leben rufen.

Damals, im Juli 2021, hatte das Quartiermanagement mit 1870 Flyern auf das neue Angebot aufmerksam gemacht. Laut David Truszczynski sind nun fast 350 Personen dabei, „auch aus den benachbarten Orten wie Wuppertal-Beyenburg“. Auf der Plattform würden beispielsweise Fahrgemeinschaften oder Nachhilfe für Schüler vereinbart.

Vernetzung, das war auch ein Schlagwort, das bei der ersten Wupperkonferenz vor zwei Wochen immer wieder genannt wurde. Zahlreiche Akteure der Wupperorte waren im Wülfingmuseum zusammengekommen und hatten darüber gesprochen, wie die Gemeinschaft und die Lebensqualität in den Orten weiter gesteigert werden könne. Schon die starke Beteiligung wurde als Erfolg bewertet.

„Die Reaktionen nach der Veranstaltungen waren größtenteils positiv“, berichtet der Quartiermanager. Es habe aber auch kritische Anmerkungen gegeben, „beispielsweise von Rolf Ebbinghaus, dem Ratsherrn der Alternativen Liste.“

Einige Teilnehmer wünschen sich weiter flache Hierarchien

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt der Fraktionsvorsitzende der AL, dass sein Beitrag weniger als Kritik gedacht war, eher als Anregung, wie es weitergehen könnte. „Wir wissen ja aktuell nicht, ob das Projekt Quartiermanagement über das Jahresende hinaus verlängert wird“, gibt Ebbinghaus zu bedenken. Daher solle man überlegen, wer als Ansprechpartner für die verschiedenen Akteure fungieren könne.

„Wir brauchen eine feste Struktur“, meint er. Er hält es für nötig, einen Geschäftsführer zu installieren, der dies freilich auch ehrenamtlich übernehmen könne.

Andere Teilnehmer der Wupperkonferenz hatten dagegen vorgeschlagen, bei möglichst flachen Hierarchien zu bleiben. Dieser Punkt wird zweifellos bei der nächsten Wupperkonferenz eine Rolle spielen, diese ist bereits fest terminiert – für Donnerstag 10. November, um 18 Uhr, wieder im Café des Wülfingmuseums.

Die Organisatoren hoffen dann jedenfalls wieder auf möglichst viele Besucher in dem Gebäudekomplex in Dahlerau. Und bis dahin, so hofft der Quartiermanager, müssten wohl auch schlimmsten Verkehrsbehinderungen durch die vielen Baustellen im Tal vorüber sein.

Förderprojekt

Das Quartiermanagement wird im Auftrag der Stadt Radevormwald und im Zuge des Integrierten Handlungskonzeptes Wupperorte (InHK) durch das Bochumer Forschungs- und Beratungsinstitut InWIS durchgeführt. Eine Verlängerung um ein Jahr ist angedacht.

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