Neues Serviceportal

575 Dienstleistungen werden digitalisiert

Digitalisierungsbeauftragter Christoph Grimlowski (v.l.), Wirtschaftsförderin Marie Steinhauer und Simon Woywod, 1. Beigeordneter, stellten gestern das neue Service-Portal der Stadt vor. Foto Claudia Radzwill
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Digitalisierungsbeauftragter Christoph Grimlowski (v.l.), Wirtschaftsförderin Marie Steinhauer und Simon Woywod, 1. Beigeordneter, stellten das neue Service-Portal der Stadt vor.

Rathaus führt neues Serviceportal ein.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Wer einen Blick auf die Internetseite der Stadt Radevormwald wirft, dem fällt auch der neue Button „Serviceportal“ ins Auge. Ein Klick und man entdeckt eine Übersicht der Dienstleistungen der Stadt Radevormwald. Vieles geht schon online. Der neue Internetauftritt wurde am Mittwoch im Rathaus vorgestellt.

Rund 575 Dienstleistungen für Bürger, Bürgerinnen und Gewerbetreibende sollen am Ende des Jahres für die Stadt Radevormwald digitalisiert sein, sagt Christoph Grimlowski, der sich als städtischer Digitalisierungsbeauftragter im Rathaus für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetztes (OZG) auf kommunaler Ebene kümmert. Das aber sei keine Zahl, die in Stein gemauert sei. Das Einflechten digitaler Leistungen sei ein fließender, ein kontinuierlicher Prozess.

Vieles läuft über einen Portalverbund des Landes

Die An- und Abmeldung eines Hundes gehört zu den Dingen, die bereits online möglich sind. Neben Infos und Hinweisen rund um die Haltung gibt es rechts auf dem Bildschirm die Weiterleitung „Zur Anmeldung“. Ein örtliches Portal, erklärt Grimlowski. Von der Stadt Radevormwald erstellt.

Für andere Dienstleistungen nutzt die Stadt ein Serviceportal des Landes NRW mit. Dabei handelt es sich um einen Portalverbund, der Kommunen und Städten die Digitalisierung bestimmter Dienstleistungen abnimmt. „Sozusagen eine Drehscheibe“, sagt Grimlowski.

Beantragt wird über das Landesportal, das den Antrag ans zuständige Rathaus weiterleitet. „Darunter fällt die Gewerbeanmeldung“, erklärt Simon Woywod, Erster Beigeordneter der Stadt. Um das NRW-weite Portal nutzen zu können, müssen sich Bürger dort zuvor ein Servicekonto einrichten. Für manche Dienstleistung ist auch eine Authentifizierung von Nöten. Per Ausweis. „So sind Gewerbeangelegenheiten melderechtliche Dinge“, so Woywod. Auch die KFZ-Anmeldung, die man übers verlinkte STVA-Portal NRW vornehmen kann, ist mit der Online-Ausweisfunktion verbunden. Nutzt der Anmelder das Smartphone, kann er dazu eine Ausweis-App aktivieren, am PC ist ein Lesegerät nötig. Voraussetzung: Der Personalausweis muss für die Anwendung freigeschaltet sein. „Wer das nicht gemacht hat, kann das schnell und problemlos im Serviceamt der Stadt nachholen“, sagt Grimlowski.

Die Umsetzung des OZG ist für die Rathäuser eine Menge Arbeit. Die Kommunen bekommen dabei nicht nur Unterstützung von Landes-Portalen, sondern arbeiten auch nach dem „Efa-Prinzip“: Einer für alles, sagt Christoph Grimlowski. Die Stadt Wuppertal zum Beispiel arbeitet an einer digitalen Umsetzung zum Thema Zweitwohnsteuer. „Es wäre unnütz, wenn nun jede Stadt daran arbeitet. Daher stellt in diesem Beispiel Wuppertal später die Umsetzung allen anderen zur Verfügung.“ Im Serviceportal der Stadt Radevormwald sind nicht nur Verwaltungsdienstleistungen zu finden. Unter dem Thema „Freizeit, Engagement und Hobby“ ist auch die Volkshochschule gelistet. Zwei Klicks weiter befindet man sich auf der Homepage der VHS und kann Kurse online buchen. Verlinkt ist ebenso die Onleihe der Stadtbibliothek.

Simon Woywod und Christoph Grimlowski weisen ausdrücklich darauf hin, dass der digitale Service ein erweitertes Angebot ist. „Weiterhin können Bürger und Bürgerinnen mit ihren Anliegen ins Rathaus an der Hohenfuhrstraße kommen.“ Dinge wie die Beantragung eines Ausweises oder Reisepasses sind online derzeit auch nicht möglich - man kann sich dafür aber einen Termin im Serviceamt online buchen. Flexibler soll es bis Jahresende allerdings beim Abholen der Dokumente werden. Ein „Abhol-Terminal“ ist geplant, sagt Woywod. Wie in einer Paketstation soll es dann möglich sein, fertige Dokumente per Pin-Code aus dem Automaten abzuholen - zu jeder Tageszeit.

Hintergrund

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) hat der Bundestag 2017 beschlossen und erlassen. Es verpflichtet Bund und Länder, Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch digital anzubieten – basierend auf einem Leistungskatalog, genannt LeiKa. Auf der Homepage der Stadt findet man das Service-Portal unter de roten Kacheln auf der linken Bildseite:

www.radevormwald.de

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