Radevormwald

Volkswandertag Radevormwald: 200 Wanderer gehen auf die 10-Kilometer-Tour

Der Startschuss ist gefallen. Wanderführerin Iris Kausemann (vorne) macht sich mit ihrer Gruppe auf den Weg. Fotos: Claudia Radzwill
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Der Startschuss ist gefallen. Wanderführerin Iris Kausemann (vorne) macht sich mit ihrer Gruppe auf den Weg.

Organisatoren zeigen sich zufrieden mit der Neuauflage des Radevormwalder Wandertags

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Mit Wanderstock, Rucksack und so manchem Hund an der Leine ging es am 1. Maifeiertag auf Wandertour. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause startete der Radevormwalder Wandertag wieder.

Rund 200 Teilnehmer zählte Kirsten Hackländer, die im Rathaus den Bereich Tourismus betreut. Zusammen mit Regina Hildebrandt, Umweltbeauftragte der Stadt, verteilte sie am Sonntagmorgen in der Aula der Grundschule Stadt am Hohenfuhrplatz die Startzettel.

Beide waren zufrieden mit der Resonanz. In Hoch-Zeiten machten zwar schon mehr als 400 Teilnehmer mit. Doch: „Ein solches Event muss nach einer so langen Auszeit erst wieder anlaufen“, sagte Regina Hildebrandt. Darüber hinaus fanden an diesem Tag in Rade gleich mehrere große Veranstaltungen statt.

Von Kirsten Hackländer (r.) gab es für Monalee Lindner mit Mya und Sam und Judith Voss (v. l.) die Startkarte.

Punkt 10 Uhr gaben Kirsten Hackländer und Regina Hildebrandt den Startschuss – zusammen mit den Wanderführern Ulrich Kühn und Iris Kausemann. Ein Grußwort gab es zuvor von Bürgermeister Johannes Mans, der allen Wanderern „eine Tour mit vielen schönen und tollen Eindrücken“ wünschte.

Judith Voss ist schon öfter dabei gewesen. „Zwei Mal bin in der Vergangenheit mitgewandert“, erzählte die Raderin, die sich zusammen mit ihrer Familie auf den Weg machte. Heiko Pucks und Monalee Lindner samt der Kinder Mya (2) und Sam (5) gehörten dazu. Alle freuten sich auf die gemeinsame Wanderung. „Für Mya habe ich aber noch die Trage dabei“, erzählte die zweifache Mama.
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In Gruppen, zu zweit, allein und als Familie waren die Menschen unterwegs – nicht nur Rader und Raderinnen. „Eben erzählten mir Teilnehmer, dass sie aus Hückeswagen hierher gekommen sind“, berichtete Regina Hildebrandt. Zwei geführte Touren wurden angeboten, mit Infos zu historischen Orten und Gebäuden.

Die zehn Kilometer lange Strecke führte ins Tal der Uelfe zum Uelfebad, weiter zur Ortschaft Hagen, dann zum Eistringhauser Bach bis nach Obergrunewald. Von dort ging es in den Wupperorten vorbei an den ehemaligen Tuchfabriken Wülfing & Söhne und Schürmann & Schröder sowie an den Gebäuden der einstigen Fabrik Hardt & Pocorny, in der früher die „Ilse-Wolle“ hergestellt wurde. Über Wilhelmstal führte der Weg dann zum Wupperdamm. Iris Kausemann, die auch Archivarin der Stadt Radevormwald ist, hatte sogar Kopien alter Fotos dabei. „Ich mache Station an der Telegrafenstraße und gebe Infos über den Telegrafen, der dort mal stand. Ich hab‘ außerdem Infos übers Uelfebad dabei und über die Fabriken“, sagte sie vor dem Start.

Wer wollte, konnte aber auch allein losziehen. Die Startkarte beinhaltete eine Beschreibung der Route, die über Teile des mit dem „Ra“-Zeichen ausgeschilderten Wald-Wasser-Wolle-Wanderwegs verlief. „An allen Wegbiegungen gibt’s außerdem einen Pfeil, versehen mit dem Logo des Wandertags“, so Ulrich Kühn, der Wegewart beim SGV ist. Eine Notfallnummer war mit auf der Startkarte vermerkt – für alle Fälle.

„Uns wurden sozusagen die Bäume geklaut, es fehlt teils die Ausschilderung.“

SGV-Wegewart Ulrich Kühn über Baumfällungen

Am Endpunkt Wupperdamm gab es für die großen und kleinen Wanderer eine Stärkung am Verpflegungsstand, dann ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus zurück zur Grundschule.

Iris Kausemann, Regina Hildebrandt und Ulrich Kühn (v. r.) begrüßten zusammen mit Bürgermeister Johannes Mans die Wanderer.

In diesem Jahr wurde erstmals nur eine Zehn-Kilometer-Route angeboten. Durch massive Baumfällungen ist der zweite Teil des Rundgangs zurück nach Rade momentan beeinträchtigt. „Außerdem wurden uns sozusagen die Bäume geklaut, es fehlt teils die Ausschilderung“, erklärte Ulrich Kühn. „Wer möchte und sich auskennt, kann aber natürlich auch die 20 Kilometer laufen“, sagt Kirsten Hackländer am Morgen.

Für die Rückkehrer und Rückkehrerinnen hatte das Team der Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Dahlhausen an der Grundschule am Mittag dann schon den Grill angezündet und ein großes Kuchenbuffet aufgebaut.

Sponsoren

Alle Sponsoren, die schon vor Corona den Wandertag unterstützen, machten wieder mit. So wurde traditionell kein Startgeld erhoben. Mit auf den Weg gab es von der Stadt für jeden Teilnehmenden einen Müsliriegel. Von der Bären-Apotheke gab es Pflasterpäckchen. Für die Shuttle-Fahrten konnten die Organisatoren wieder das Busunternehmen Latzel Reisen gewinnen.

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