Am vergangene Samstag

120 Kinder verkaufen auf dem Flohmarkt ihr Spielzeug

Mika (l.) und Bruder Matti waren schon früh aufgestanden, um Ferienspaßtrödel mitzumachen. Auch der Trampelbagger sollte verkauft werden. Der kleine Paul probierte ihn aus.
+
Mika (l.) und Bruder Matti waren schon früh aufgestanden, um Ferienspaßtrödel mitzumachen. Auch der Trampelbagger sollte verkauft werden. Der kleine Paul probierte ihn aus.

Radevormwalder Ferienspaß endete mit Flohmarkt in der Innenstadt.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. In der Früh um 5 Uhr wurden die ersten Stände aufgebaut. Zwei Jahre lang fiel der Abschlussflohmarkt des städtischen Ferienspaßes aus. Am vergangenen Samstag fand in der Innenstadt nun wieder der Trödeltrubel statt – und auch das Wetter spielte mit.

Auf dem Schlossmacherplatz und die Kaiserstraße hinauf bis zum Marktplatz boten die Kinder und Jugendlichen Spielsachen, Bücher und Kleidung an.

Stofftiere und Holzbahn hatten Sophia (11) und Arne (9) im Angebot. Zusammen mit Mama Tanja und Papa Markus hatten sie sich für ihren Stand einen Platz gegenüber des Brunnens am Schlossmacherplatz sichern können. „Verkauf haben wir schon Figuren aus Trickserien, Lego und Gesellschaftsspiele“, berichteten die vier. Und Pixibücher – die seien immer noch gefragt.

Für die Familie war die Teilnahme am Flohmarkt eine Premiere. Raja (17), die nebenan mit ihrem Bruder Raik (14) hinter dem Tisch saß, hatte vor vier Jahren schon einmal mitgemacht. „Bei uns gehen Schleichtiere“, erzählte Raja. „Aber es dürfte noch gerne etwas mehr verkauft werden.“ Ein Lego-Batmann-Paket stand beispielsweise noch zur Auswahl.

Starwarskoffer, Lernspiele, Ritterhelm - das Angebot an den Ständen war groß.

Mika (10) und Matti (6) waren gegen halb sieben auf den Schlossmacherplatz gekommen. „Da war bereits einiges besetzt, aber wir haben einen guten Platz bekommen“, sagte die Mama, die zur Unterstützung mit dabei war. Die Jungs hatten selbst entschieden, was sie verkaufen wollten. „Einige Puzzle waren schnell weg“, erzählte Mika. Auch von der Kleidung war einiges verkauft worden. Der Trampeltrecker mit Hänger allerdings war noch da. „Es wäre schön, wenn der noch weg gehen würde“, so der Schüler.

Am gegenüberliegenden Stand hatte Jakob (10) schon einige Bücher und Playmobil verkauft. „Ich mache zum zweiten Mal mit“, sagte er. Vorher werde zu Hause zusammen mit der Mama aussortiert. „Manches allerdings kann ich nicht wegtun, manches kann Mama nicht wegtun“, verriet er. Für seinen Trödelstand war dennoch einiges zusammengekommen.

Rund 120 Ferienspaß-Buttons, die zur Teilnahme am Kinder-Trödelmarkt berechtigen, seien im Vorfeld in der Bücherei verkauft worden, berichtete Britta Hallek vom Rader Jugendamt. Auch für sie begann der Tag früh. Zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Thoene behielt sie die Veranstaltungsfläche im Auge, half bei der Standverteilung, war für Fragen da. „Wir haben im Vorfeld die Geschäftsleute besucht und uns mit ihnen abgesprochen“, erklärte sie. Zusätzlich gab es seit Mittwoch Schilder, die aufs Parkverbot hinwiesen. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause seien auch viele Ersttrödler dabei. Organisiert hatte das Jugendamt auch den Neye-Express. Die Bimmelbahn fuhr am Morgen kostenlos für die Kids durch die Straßen.

Britta Hallek vom Jugendamt war vor Ort. Keno (r.) wurde von Papa Barthel Mertens am Trödelstand unterstützt.

Auch die Besucher und Besucherinnen, klein wie groß, freuten sich, dass es wieder einen Trödel gab. So wie Milia (4) und Schwester Finja (6), die mit Mama Kim an den Ständen stöberten. Milia hatte gerade eine bunte Blockflöte für sich entdeckt. „Gefunden haben wir schon einen großen Eimer Playmais zum Basteln“, erzählte ihre Mutter.

Bei Keno (9) und Papa Barthel Mertens gab es zum Kauf in Höhe von mindestens 3 Euro sogar noch ein Buch oder Spiel dazu. „Verkauft haben wir schon eine Stihl-Spielmotorsäge und einige Lernspiele“, zählte der Schüler auf. Er selbst war auch schon auf dem Flohmarkt fündig geworden. „Ich habe mit ein ferngesteuertes Auto gekauft“, verriet er. Bartel Mertens findet den Rader Ferienspaß-Trödel einfach gut. „Im Kinderzimmer wird - und es für die Kinder ist es ein tolles Erlebnis“, sagte er. Und da man oft die Leute kenne, die hier verkaufen oder kaufen, wisse man auch, woher die Sachen kommen. Der Erlös wird übrigens bei allen gefragten jungen Trödlern erst einmal gespart.

Hintergrund

Insgesamt zogen die Organisatoren des Jugendamtes für den Ferienspaß 2022 ein positives Resumée. „Die Angebote sind gut angekommen“, sagte Britta Hallek. Da habe auch das Wetter mitgespielt. Einzig das Bogenschießen musste verlegt werden. In diesem Jahr gab 110 Ferienspaßangebote – in ein Programmheft passten sie nicht hinein, daher gab es in diesem Jahr zwei Hefte.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Lehrer bezweifeln pünktliche Rückkehr
Lehrer bezweifeln pünktliche Rückkehr
Lehrer bezweifeln pünktliche Rückkehr
JYSK und Subway werden neue Mieter
JYSK und Subway werden neue Mieter
JYSK und Subway werden neue Mieter
Sparkassen-Fusion mit Köln erfolgt im Januar
Sparkassen-Fusion mit Köln erfolgt im Januar
Sparkassen-Fusion mit Köln erfolgt im Januar

Kommentare