Brand

Brand im Krankenhaus: Einsatz für die Feuerwehr

Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz zum Wermelskirchener Krankenhaus alarmiert.
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Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz zum Wermelskirchener Krankenhaus alarmiert.
  • Anja Carolina Siebel
    vonAnja Carolina Siebel
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Wermelskirchen. Die Feuerwehr war am Dienstag am Wermelskirchener Krankenhaus im Einsatz.

Wermelskirchen. Es war im Grunde ein kleines Stück Holz, das gestern einen Großeinsatz am Wermelskirchener Krankenhaus auslöste. „Auch für uns war das kein alltäglicher Einsatz“, sagt der stellvertretende Feuerwehrchef Ingo Müller, der als Einsatzleiter mit 64 Einsatzkräften vor Ort war.

Gegen 9.20 Uhr hatten Haustechniker die Feuerwehr alarmiert, weil sie eine Rauchentwicklung, unter anderem im unteren Treppenhaus, dem Eingangsbereich und einer Umkleide vor den Operationssälen bemerkt hatten. „Rauchentwicklung im Krankenhaus, da sind wir in höchster Alarmbereitschaft“, sagt Ingo Müller.

Alle vier Löschzüge rückten zum Brand im Krankenhaus aus

Mit entsprechend großem Aufgebot rückte die Feuerwehr an: mit allen vier Löschzügen der Stadt, Rettungsfahrzeugen und Notarzt. Die Fahrzeuge hatten die Wehrleute entlang der gesamten Königstraße postiert, aber auch in den Seitenstraßen waren Fahrzeuge mit Blaulicht abgestellt. „Wir parken die Fahrzeuge bei einem solchen Einsatz in einem Bereitstellungsraum, damit sie zum einen nicht den Weg direkt am Einsatzort versperren und zum anderen jederzeit abrufbar sind“, erklärt der Einsatzleiter. Immer im Hinterkopf: die Möglichkeit einer Evakuierung von Patienten. „Das ist immer eine dramatische Situation“, unterstreicht Ingo Müller.

Was die Wehrleute an der Königstraße erwartete, war eine regelrechte Sisyphusarbeit. Denn zwar war schnell klar, dass der Rauch offenbar aus dem Lüftungssystem kam, aber nicht, was der Auslöser war. „Wir standen in enger Abstimmung mit allen Abteilungen“, berichtet Ingo Müller. „Vor allem mit sensiblen Bereichen wie dem OP oder der Intensivstation. Gottlob gab es dort keine Rauchentwicklung und auch keine intensive Geruchsbelästigung.“

In den Operationssälen wurde die vormittägliche Arbeit nach Rücksprache mit den Wehrleuten schnell wieder aufgenommen. „Wir wussten aber zu Anfang nicht, wie sich das Ganze entwickeln würde, deshalb war äußerste Vorsicht geboten“, räumt der stellvertretende Feuerwehrchef ein.

Auslöser des Brandes im Wermelskirchener Krankenhaus war ein kleines Feuer am Notstromgenerator

Nach über zwei Stunden war der Übeltäter für den Qualm und den starken Brandgeruch gefunden: Ein kleines Feuer hatte sich am Notstromgenerator gebildet, der kurz zuvor einen turnusmäßigen Probelauf gestartet hatte.

Müller: „An der Anlage befindet sich eine Art Auspuff, der nach draußen führt. An einer Abdichtung in der Wand hatte sich offenbar ein Stück Holz gelöst, war an das Abgasrohr geraten und hatte sich entzündet.“

Geschäftsführer Christian Madsen lobt die gute Arbeit der Einsatzkräfte

Für Christian Madsen, Geschäftsführer des Krankenhauses, war es ein aufregender Vormittag. „Ich war eigentlich dabei, einige administrative Dinge zu erledigen“, erzählt Madsen auf Nachfrage, „als es anfing, hektisch zu werden.“ Zunächst hätten Mitarbeiter in der Bettenzentrale leichten Brandgeruch wahrgenommen. „Was man zu Hause vielleicht noch mit Gelassenheit wahrnimmt, ist in einem Krankenhaus mit Vorsicht zu genießen“, unterstreicht der Geschäftsführer. Nachdem der Geruch intensiver geworden und die Ursache des Rauchs nicht zu ermitteln gewesen sei, habe der Technische Leiter des Krankenhauses die Feuerwehr verständigt.

Christian Madsen lobt deren Arbeit und die Interaktion mit dem Klinik-Personal. „Bei uns ist trotz der lange unsicheren Situation zu keiner Zeit Panik ausgebrochen. Das lag an der besonnenen Arbeit der Feuerwehr und an der reibungslosen Interaktion mit unseren Mitarbeitern.“ Lediglich Besucher wurden bis zum Einsatzende aus Sicherheitsgründen nicht in die Patientenzimmer gelassen.

Gegen 12.30 Uhr war der Einsatz für die Wehrleute beendet und die Kolonne konnte von der Königstraße abrücken. „Wir sind auch froh, dass das so vergleichsweise glimpflich ausgegangen ist“, sagt Einsatzleiter Ingo Müller.

Notstrom

Um die Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit einer Notstromanlage jederzeit sicherzustellen, ist es erforderlich, sie regelmäßig zu überprüfen. Vorgeschrieben ist monatlich ein mindestens einstündiger Funktionstest mit mindestens 50 Prozent der Nennleistung des Generators. Der Notstromgenerator sorgt dafür, dass das Krankenhaus auch bei einem Stromausfall mit Energie versorgt ist.

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