Café zum Chillen

Remscheid will für einen neuen Jugendtreff die Zielgruppe befragen

Das Internetcafé RIC war mal Treffpunkt für Jugendliche. Es wurde aus Spargründen 2011 geschlossen. Foto: RGA-Archiv
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Das Internetcafé RIC war mal Treffpunkt für Jugendliche. Es wurde aus Spargründen 2011 geschlossen. 

Politiker befassten sich im Hauptausschuss mit Freizeitangebot für den Nachwuchs. Geplant ist eine Umfrage an den Schulen.

  • Das Café Ric am Markt wurde vor 10 Jahren geschlossen.
  • Jetzt soll es wieder einen zwanglosen Treffpunkt für Jugendliche geben.
  • Keine neue Gelbe Villa oder Kraftstation.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Stadt Remscheid prüft, einen neuen, öffentlichen Jugendtreff einzurichten. Ob dieser aber an der Alleestraße entsteht, wie die Linkspartei gefordert hatte, bleibt einstweilen offen. Dies ist das Abstimmungsergebnis des Haupt- und Finanzausschusses, der Donnerstagabend tagte.

Für Mathias Heidtmann (CDU) kommt es in einem ersten Schritt darauf an, zu erkunden, in welchem Gebiet der Stadt Remscheid besonderer Bedarf nach einer zusätzlichen Freizeiteinrichtung besteht. „Wir müssen wissen, wo es sinnvoll ist, den Treff einzurichten.“ Gabriele Leitzbach (SPD) verwies in diesem Zusammenhang auf eine Umfrage, die an den Schulen stattfinden soll. Wo könnte ein Treff entstehen? Welche Angebote sind erwünscht? Wie sollen die Öffnungszeiten aussehen? All das sind auch aus Sicht des Jugendrates denkbare Fragen, bei denen die Zielgruppe einbezogen werden sollte. „Aber das Signal ist klar. Wir sprechen uns dafür aus“, hob Gabriele Leitzbach hervor. Sie verwies auf die vergangene Sitzung des Jugendhilfeausschusses, „bei der wir ganz lange über die Standortfrage diskutiert haben“.

Bis 2011 hat es schon einmal einen Jugendtreff in der Innenstadt gegeben

Dabei hatte es bis 2011 schon einmal einen Jugendtreff in der Innenstadt gegeben: Das Internet-Café RIC wurde im Zuge des städtischen Sparzwangs jedoch geschlossen. Auch darauf bezog sich der Antrag der Linkspartei, die vorgeschlagen hatte, RIC oder ein ähnliches Angebot in den Maßnahmenkatalog für die Sanierung der Alleestraße aufzunehmen.

Doch nicht nur in diesem Zusammenhang wurde der Nachwuchs zum Thema im Hauptausschuss. Fritz Beinersdorf (Linkspartei) regte an, Remscheid könnte die Arbeit des Jugendrates aufwerten, indem seine Mitglieder als sachkundige Bürger in den Fachausschüssen des Stadtrates entsandt werden. „Zum Beispiel in den Schulausschuss. Da geht es doch um Themen, die sie interessieren“, schlug Beinersdorf vor.

Dies komme schon daher nicht in Frage, weil die Jugendratsmitglieder jünger als 18 Jahre seien, hieß es seitens der Verwaltung. Und: Ohnehin hätten sie die Chance mitzureden, entgegnete Kai Kaltwasser (CDU) dem Linken-Sprecher mit deutlichen Worten. Ihm seien Vertreter des Jugendrates stets bei den Ausschusssitzungen willkommen. „Gerne unterbreche ich die Sitzung, damit sie zu Wort kommen können. Es ist mein persönlicher Wunsch, dass sie dabei sind“, erklärte Kaltwasser, der den Schulausschuss als Vorsitzender leitet.

Kommunalpolischer Einsatz für einen Jugendtreff kostet Zeit

Bevor derartige Vorschläge zur Diskussion gestellt werden, sollten die Mitglieder des Jugendrates gefragt werden, ob überhaupt Interesse besteht, erklärten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) und Tanja Kreimendahl (CDU). Klar ist: Ein kommunalpolitisches Engagement wäre für die Jugendlichen mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.

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