Kein Eichenprozessionsspinner

Spielplätze öffnen wieder – auch der im Stadtpark

Der Spielplatz im Stadtpark wartet auf Kinder (Archivfoto).
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Der Spielplatz im Stadtpark wartet auf Kinder (Archivfoto).

Die Population der Eichenprozessionsspinner vermehrt sich auch in Remscheid - doch das Grünflächenamt gibt Entwarnung für den Spielplatz im Remscheider Stadtpark.

Update vom 6. Mai: Keine Eichenprozessionsspinner am Spielplatz Elsa-Brandström-Weg

Remscheid. Eltern und Kinder können ab Donnerstag ohne Sorge vor dem Eichenprozessionsspinner  – und natürlich unter den gebotenen Abstands-, Hygiene- und Verhaltensregeln – den Spielplatz am Elsa-Brandström-Weg im Remscheider Stadtpark zurückerobern. Das teilt die Stadt Remscheid mit. Passend zur stadtweiten Spielplatzfreigabe am 7. Mai habe das Grünflächenteam der Technischen Betriebe Remscheid den letztjährigen Hotspot der Raupe kontrolliert und gibt Entwarnung: Er ist bislang raupenfrei.

Unser Bericht vom 4. Mai: Stadt Remscheid sucht die gefährlichen Raupen

Von Melissa Wienzek

Vergangenes Jahr ging die Feuerwehr im Stadtpark in Remscheid mit einem Gasbrenner gegen den Eichenprozessionsspinner vor (Archivbild). 

Remscheid. Während Remscheid bis vergangenes Jahr noch ein weißer Fleck auf der Landkarte des Eichenprozessionsspinners (EPS) war, nimmt die Population nun auch hier stetig zu. Wir klären auf.

Andere Städte haben den Kampf gegen den EPS aufgenommen. Wie ist die Lage in Remscheid?

„Wir müssen ihn erst mal ausfindig machen“, sagt Stadtförster Markus Wolff. Am Montag erst habe man festgelegt, den letztjährigen Hotspot zu kontrollieren: den Stadtpark. „Vor der Öffnung der Spielplätze am Donnerstag nach den Corona-Lockerungen wollen wir uns die Lage im Stadtpark erst genau anschauen.“ Denn dort befindet sich ein großer Spielplatz. Ist der Spinner bereits aktiv, könne eine Schließung nicht ausgeschlossen werden.

Was ist das eigentlich genau für ein Tier?

Es handelt sich um einen unscheinbaren Schmetterling, der im Laufe des Sommers kleine Eier ablegt. Daraus schlüpfen Raupen, die sich über mehrere Häutungen zu gefährlichen Schädlingen entwickeln. Wie der Name schon sagt, frisst der EPS gern die austreibenden Äste der Eiche. „Der Eichenprozessionsspinner bewegt sich in langen Schlangen auf Ästen und Stämmen und rottet sich dort zu Gespinsten zusammen. Das sind Bündel von mehreren hunderttausend Raupen“, erklärt der Stadtförster. Der EPS ist ein Sonnenanbeter: Er liebt die Äste der sonnenzugewandten Seite.

Warum ist er für Menschen gefährlich?

Die Raupen haben nach ihrer dritten und vierten Häutung sehr stark wirkende Brennhaare. „Das sind Millionen von Härchen.“ Sie lösen starke Verbrennungen bis zu allergischen Reaktionen aus.

Wie wird der EPS bekämpft?

In der Regel wird er abgesaugt. Die Mitarbeiter müssen dabei Vollkörperschutz und Atemmaske tragen. Vergangenes Jahr, als die Raupe erstmals in Remscheid auftrat, hat die Stadt die Schutzkleidung angeschafft. Während damals noch eine Fremdfirma im Einsatz war, seien die städtischen Mitarbeiter nun geschult. Sind die Raupen abgesaugt, werden sie in verschlossene Behälter gegeben, die aussehen wie Giftfässer. Dann heißt es: Ab auf den Sondermüll.

Vermehrt sich der EPS durch den Klimawandel?

„Eindeutig ja“, sagt Wolff. „Der wird uns die nächsten Jahre zunehmend beschäftigen.“ Und: Überall dort, wo das Wohl der Menschen gefährdet sei, müsse gehandelt werden.

Die Stadt Remscheid setzt beim Kampf gegen Eichenprozessionsspinner auf Kohlmeisen: Die Vögel sind große Insektenvertilger. Sie sollen helfen, die Ausbreitung der Raupe in Remscheid einzudämmen.

Vergangenes Jahr wurde der Eichenprozessionsspinner auch am Stadion Reinshagen gesichtet. Eine Fachfirma musste sie beseitigen.

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