Verstärkung wird dringend benötigt

Corona: Stadt erhält Hilfe durch die Bundeswehr

„Containment Scouts“ der Bundeswehr: Soldaten leisten Amtshilfe in Gesundheitsämtern. Foto: Bundeswehr/Lara Drießen
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„Containment Scouts“ der Bundeswehr: Soldaten leisten Amtshilfe in Gesundheitsämtern.

Zehn Helfer werden abgestellt – Massentests in Altenheim und ambulanter Pflege.

  • Verbindungsoffiziere verschaffen sich zunächst einen Überblick. 
  • Massentests in Remscheid sprengen Kapazitäten.
  • Weitere Coronafälle in Kitas und Schulen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Im Bemühen, die gestiegenen Corona-Erkrankungen in den Griff zu bekommen, hat sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) telefonisch bei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gemeldet. Laumann bot Hilfe an und die Stadt nahm dankend an. Das Remscheider Gesundheitsamt wird kurzfristig durch zehn Kräfte der Bundeswehr im Bereich Kontaktpersonennachverfolgung und vor allem bei Abstrichen unterstützt.

Diese Woche werden sich zunächst Verbindungsoffiziere die Lage vor Ort erklären lassen, kurz danach sollen die Helfer anrücken und anpacken. Verstärkung wird dringend benötigt. Die Automatismen, die bei stark erhöhten Inzidenzwerten greifen, zwingen die Kommune dazu, Massentests durchzuführen. „Wir werden kurzfristig 8- bis 10 000 Abstriche in Altenheimen und der ambulanten Pflege durchführen müssen. Das sprengt sämtliche unserer Kapazitäten“, sagt Thomas Neuhaus, Leiter des Krisenstabes. Am Sonntag seien dem Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen gemeldet worden.

Corona in Remscheid: Testzentrum bleibt geöffnet

Dennoch bleibt Remscheid ein bundesweit beobachtetes Risikogebiet mit einer Inzidenz von 72,1. 120 Remscheider sind aktuell erkrankt. Betroffen sind mittlerweile weitere Bildungseinrichtungen: Ein Kind aus einer 2. Klasse der KGS Menninghausen, Teilstandort Julius Spriestersbach, wurde positiv getestet. Für die Klasse und die betroffenen Lehrkräfte wurde häusliche Quarantäne bis 8. Oktober angeordnet. Da das Kind die OGS besucht hat, ist in der Betreuung ebenfalls eine Gruppe betroffen, gemischt aus Zweit- und Viertklässlern. Fast deckungsgleich verhält es sich mit einem Zweitklässler der GGS Kremenholl. Auch hier besucht das Kind eine gemischte OGS-Gruppe, so dass zwei Klassen des 2. Jahrgangs betroffen sind. Klassen, betroffene Lehrkräfte und OGS-Betreuer müssen bis 8. Oktober daheim bleiben. Im Kindergarten Montessori an der Ronsdorfer Straße wurde eine Neuinfektion festgestellt. Eine infizierte Person hat am 24. September die Kita-Gruppe Lummerland besucht. Auch hier gilt: Quarantäne bis 8. Oktober.

Derweil bleibt das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung vom 28. September bis zum 2. Oktober weiter geöffnet. Ergänzend zu den Tests für Beschäftigte an Schulen und Kitas sowie für Reiserückkehrer beim Hausarzt bietet das Testzentrum am Sana, Burger Straße, täglich von 11 bis 15 Uhr Coronatests an. „Terminabsprachen sind nicht möglich, mit Wartezeiten muss gerechnet werden“, sagt Stadtsprecherin Viola Juric.

In unserem Live-Blog finden Sie aktuelle Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Remscheid.

Angesichts einer Infektionszahl pro 100 000 Einwohner, die am Freitag die Marke von 71,2 erreichte, kündigte Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke ein konsequentes Vorgehen gegenüber Maskenverweigerern und Schlendrian an.

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