Diskussion

Schloss Burg-Sanierung: So groß sind die Sorgen der Gastronomen

Sprachen über Burgs Zukunft (v. l.); Gregor Ahlmann, Matthias Veldboer, Andreas Heibach Miriam Macdonald, Bettina Gringel. 
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Sprachen über Burgs Zukunft (v. l.); Gregor Ahlmann, Matthias Veldboer, Andreas Heibach Miriam Macdonald, Bettina Gringel. 

Während das Wahrzeichen der Region saniert wird, befürchten die Gewerbetreibenden in Unterburg große Probleme. Der Betrieb von Schloss Burg soll jedoch weitergehen – Veranstaltungen inklusive.

Von Monika Steinmetzler

Sie hatten drängende Fragen zu den Plänen in Unterburg – etwa 35 Gastronomen, Gewerbetreibende und Gäste aus Burg haben sich am Mittwochabend im traditionsreichen Hotel „In der Straßen“ getroffen. Mit Bettina Gringel vom Stadtteilmanagement, Stadtdienstleiterin Miriam Macdonald, Stadtentwicklungsplaner Matthias Veldboer sowie Gregor Ahlmann vom Schlossbauverein diskutierten sie die Zukunft des Stadtteils.

Seit mehreren Jahren haben Gastronomen und Gewerbetreibende in Ober- und Unterburg starke Probleme. Beeinträchtigungen mussten sie und die Anwohner durch den Bau des Hochwasserschutzes in Unterburg in Kauf nehmen. Nun steht für das malerische Örtchen mit den traditionsreichen Fachwerkhäusern das nächste Großprojekt an: die Sanierung von Schloss Burg.

Veldboer versuchte anhand einer Lichtbildskizze von Schloss Burg die Maßnahmen zu erklären. Viele Fragen hatten die Teilnehmer, die zum Teil schon lange mit Herzblut ihre Geschäfte betreiben. Veldboer konnte einige Bedenken ausräumen, indem er erklärte: „Wir werden sehr behutsam vorgehen und nur Stück für Stück sanieren, damit auch der Betrieb weiterlaufen kann. Es wird saniert – und geöffnet, um dann den nächsten Teilbereich zu sanieren.“ Man werde versuchen, den Besucherverkehr von der Baustelle abzukoppeln, damit der Schmutz nicht in die Cafés, Hotels und Geschäfte getragen wird.

Schloss Burg wird abends zukünftig für mehrere Stunden beleuchtet

Weitere Maßnahmen werden auch barrierefreie öffentliche Toiletten sein, dafür – und aus Sicherheitsgründen, um besseren Zugang für die Feuerwehr zu gewährleisten – wird eine Treppe zurückgebaut. Eine zusätzliche Neuerung: Die historischen Gemäuer werden wie viele andere Denkmäler zukünftigfür mehrere Stunden abends beleuchtet sein.

Besorgte Fragesteller aus dem Publikum konnte Gregor Ahlmann von Schlossbauverein beruhigen: „Es wird auch während der Sanierung Veranstaltungen geben, jedoch in abgespeckter Form.“

Auch der Parkplatz wird barrierefrei gestaltet und um Elektroladezonen erweitert. Es wurden Fragen nach Parkmöglichkeiten für Fahrräder, Pedelecs und Motorräder gestellt. Daran wurde gedacht, jedoch wird es bei einer größere Zahl von Motorrädern wohl eng.

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SCHLOSS BURG

TOURISMUS Schloss Burg ist eine der größten wiederhergestellten Burganlagen in Westdeutschland. Ein Highlight ist die Burgbesichtigung mit einem Museum mit Münzsammlung, Rüstungen und bäuerlichen Arbeits- und Handwerksgeräten. Jährlich finden Veranstaltungen wie Märkte, Ritterspiele, Basare und Sonderausstellungen statt. Auch das historische Umfeld mit alten Fachwerkhäusern und reizvoller Landschaft zieht Wanderer, Fahrradfahrer und Ausflügler an.

Weitere Gedanken wurden aus dem Publikum laut, wie man Burg attraktiver machen könne, vor allen Dingen am Abend, da würden manche Gäste noch gerne irgendwo einkehren, um zu trinken oder etwas zu essen. Das ist zurzeit nach 18 Uhr problematisch. „Es wird schwierig“, meinten einige Gastronomen. „Aufgrund der Personalsituation und der steigenden Kosten wäre es nur teilweise möglich, die Öffnungszeiten auszudehnen. Denkbar wäre ein Rotationsprinzip, bei dem jeder Gastronom einmal abends öffnet.“

Bettina Gringel und Miriam Macdonald schlugen vor, im nächsten Jahr erneut ein Stadtteilforum zu organisieren, um weitere offene Fragen und Ideen zu diskutieren.

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