Kriminalität

Schwerer sexueller Kindesmissbrauch: Polizei nimmt Remscheider (32) fest

Die Polizei hat einen 32-Jährigen aus Remscheid festgenommen.
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Die Polizei hat einen 32-Jährigen aus Remscheid festgenommen.
  • Frank Michalczak
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Durch ihr Eingreifen konnte die Polizei offenbar einen weiteren schweren Fall von Kindesmissbrauch verhindern.

Von Frank Michalczak

Gegen einen 32-jährigen Mann aus Remscheid erhebt die Wuppertaler Staatsanwalt schwere Vorwürfe: Er soll einen heute 13-jährigen Jungen sexuell missbraucht haben. Der mutmaßliche Täter sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. „Er kannte den Jungen, weil ihn mit dessen Vater eine lose Freundschaft verbindet. Dieser hat offenbar nichts von den Taten geahnt,“ berichtet Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert im RGA-Gespräch.

Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler, nachdem er kinderpornografisches Material bei der Plattform Instagram hochgeladen hatte. Entsprechende Hinweise seien im Mai von der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal eingegangen.

Nach einem Gerichtsbeschluss folgten mehrere Durchsuchungen – sowohl in der Wohnung des 32-Jährigen als auch an seinem Arbeitsplatz in Hückeswagen. Mehrere unterschiedliche Datenträger seien sichergestellt und anschließend ausgewertet worden.

Dabei verdichtete sich für das Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Wuppertal der Tatverdacht, dass der Mann schwere Missbrauchstaten begangen hat. Zudem kamen die Ermittler zu der Erkenntnis, dass weitere Taten unmittelbar bevorstehen.

Remscheid: Kriminalbeamte legten Sonderschichten ein

Dazu hätten mehrere Beamte Sonderschichten eingelegt und Chatverläufe sowie Bilder bis tief in die Nacht gesichtet. Am Donnerstag schlugen die Ermittler zu und nahmen den 32-Jährigen schließlich fest. Ein Haftbefehl wurde beantragt. Bislang sei der Tatverdächtige unbescholten gewesen. Er sei strafrechtlich wegen Sexualtaten nicht in Erscheinung getreten, berichtet der Oberstaatsanwalt.

Welche Schäden das Opfer davongetragen hat, vermag Wolf-Tilmann Baumert noch nicht abschließend zu beurteilen. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Junge ein Trauma erlitten hat – wie es ja so oft bei diesen Verbrechen der Fall ist. Weiteres werden die medizinischen Untersuchungen ergeben müssen.“ Die Identität des Kindes sei ebenfalls von den zuständigen Fahndern ermittelt worden.

Bei einer Verurteilung erwartet den Tatverdächtigen eine Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren bis zu 15 Jahren, nennt Wolf- Tilman Baumert die Konsequenzen, die der Beschuldigte zu erwarten hat.

Die umfangreichen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an. Wenn es zu einem Prozess kommt, werde dieser voraussichtlich im Wuppertaler Landgericht anberaumt.

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