Aktion „Helft uns helfen“ ist gestartet

RGA-Leser spenden wieder für Kinder

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Sie kommen kaum noch nach – und würden gern noch mehr Kinder betreuen: Martin Roggenkamp, Dr. Thomas Schliermann und Birgit Köppe-Gaisendrees von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz.

Kinderschutzambulanz und Hilda-Heinemann-Schule werden bedacht.

Von Melissa Wienzek

Der Schulleiter der Hilda-Heinemann-Schule, Christian Jansen, zeigt einen Anybook-Lesestift. Dieses und weiteres Material für die Schüler ist teuer.

Remscheid. Gerade dieses turbulente Coronajahr hat uns allen gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir zusammenhalten. Daher steht die RGA-Wohltätigkeitsaktion „Helft uns helfen“ dieses Jahr unter einem ganz besonderen Stern: Vor allem Kinder leiden unter den Auswirkungen der Pandemie. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können helfen – mit einer Spende an die RGA-Aktion „Helft uns helfen“. Denn dieses Jahr fließt das Geld, das wir direkt und ohne Abzüge weiterleiten, an die Ärztliche Kinderschutzambulanz und an die Hilda-Heinemann-Schule. Diese beiden Institutionen kümmern sich tagtäglich um das Wohl der Kinder. Doch um ihre wichtige Arbeit aufrechterhalten zu können, benötigen sie Zuschüsse.

In der Corona-Krise haben sich die Probleme noch einmal verschärft. Vor allem in der Ärztlichen Kinderschutzambulanz auf dem Sana-Gelände an der Burger Straße ist das deutlich spürbar. „Wir werden überschwemmt von Anfragen“, sagt die Leiterin Birgit Köppe-Gaisendrees. Gerade erst vorige Woche wurden 13 neue Fälle und ein absoluter Notfall aufgenommen. Fünf Betten in der Sana-Kinderklinik und eines in der Kinder- und Jugendpsychiatrie stehen für diese Notfälle bereit. Kinderschutzambulanz und Klinikum arbeiten hier Hand in Hand – doch auch ihre Kraft ist endlich.

Die acht Therapeuten und der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin/Neuropädiatrie, Dr. Thomas Schliermann, der zugleich Vorsitzender des Vereins ist, kommen kaum noch nach. Gerade die häusliche Gewalt habe in der Pandemie deutlich zugenommen – Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen, missbrauchen, misshandeln. Zudem hat sich ein neues Phänomen aufgetan: sexuelle Übergriffe unter Geschwistern. Um das alles noch bewerkstelligen zu können, möchte die Kinderschutzambulanz 1,5 neue Stellen schaffen. „Wir haben auch Interessenten dafür. Es handelt sich um hochqualifiziertes Fachpersonal. Aber um die Personalkosten zahlen zu können, müssen wir Geld in die Hand nehmen“, sagt Dr. Schliermann. Geld, das dieses Jahr wegen Corona fehlt. Denn Unternehmen und Privatspender, die sonst in wirtschaftlich stabileren Zeiten gespendet haben, halten sich zurück. Etwa 25 Prozent macht der Spendenrückgang 2020 aus.

Ähnlich geht es der Hilda-Heinemann-Schule. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung konnte dieses Jahr keine Schulfeste, keinen Basar ausrichten – und der Förderverein somit keinen Cent einnehmen. Die Münzen und Scheine gehen jedoch direkt in die Schulspardose, aus der notwendiges Material bezahlt wird. „Wir setzen hier ganz viele Materialien ein, um jeden Schüler bestmöglich zu fördern. Aber diese Materialien sind Geldfresser“, sagt Schulleiter Christian Jansen offen. Mit einem „Go Talk 20+“-Gerät kann sich beispielsweise ein Kind, das nicht spricht, äußern. Es drückt einen Knopf – und das Gerät erklärt dem Lehrer „Ich habe Durst“ oder „Mir ist kalt“. Kostenpunkt: 200 Euro. Die Variante gibt es auch als iPad. Allein die Software dafür kostet 200 Euro. Lernkisten mit Arbeitsmaterial für das gerade in Coronazeiten wichtige Homeschooling stehen bereit. Aber noch kann nicht jeder der 153 Schüler darauf zugreifen, weil es zu wenige gibt.

Genau hier können Sie helfen, liebe Leserinnen und Leser. Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Spenden an „Helft uns helfen“. In den kommenden Wochen werden wir Ihnen immer wieder mit Berichten im RGA zeigen, wofür Ihre Spende angelegt wird. | Standpunkt

Wichtig zu wissen

Spendenkonto: Das RGA-Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Remscheid lautet: IBAN: DE 29 3405 0000 0000 0003 72. Es findet sich auch stets im „Helft-uns-helfen“-Logo.

Spendernamen: Die Namen der Spender veröffentlicht der RGA, sofern im Verwendungszweck der Überweisung nicht „Keine Veröffentlichung“ angegeben wird.

Standpunkt: Helfen Sie uns helfen

Von Melissa Wienzek

melissa.wienzek@rga-online.de

Seit fast 40 Jahren schon öffnen die RGA-Leser im Advent ihre Herzen – und unterstützen Menschen in der eigenen Stadt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und der Gedanke der Barmherzigkeit spielt auch heute noch eine entscheidende Rolle in der Remscheider Stadtgesellschaft. Und auch der RGA möchten seinen Teil dazu beitragen – mit seiner Hilfsaktion „Helft uns helfen“. Mit rund 1,2 Millionen Euro durften wir so bislang schon helfen. Dieses Jahr sollen zwei Institutionen bedacht werden, die sich tagein, tagaus um das Wohl der Kinder kümmern: die Ärztliche Kinderschutzambulanz und die Hilda-Heinemann-Schule. 

Mit einer beispiellosen Leidenschaft gehen die Menschen, die hier arbeiten, vor. Sie kümmern sich um Kinder und Jugendliche. Sie sind Ansprechpartner, sie helfen – oft über das Maß hinaus. Um diese Aufgaben für die gesamte Stadtgesellschaft weiter ausführen zu können, sind die Kinderschutzambulanz und die Förderschule auf Spenden angewiesen. Und da kommen die RGA-Leser ins Spiel. Helfen Sie uns, damit wir anderen helfen können. Gemeinsam schaffen wir das. Herzlichen Dank!

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