Einsatz

A1: Blaue Flüssigkeit ist "gering wassergefährdend"

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Kurz nach Beginn der Auffahrt verlor sich die Spur.

Die Feuerwehr musste zur Raststätte Remscheid ausrücken.

Zur Raststätte Remscheid in Fahrtrichtung Dortmund musste die Feuerwehr am Donnerstag gegen 15 Uhr ausrücken. Der Grund: eine blaue Flüssigkeit auf der Fahrbahn. Deren Ursprung war offensichtlich die Ladung eines Lkw. 

Wie die Feuerwehr Remscheid berichtet, sei von der Raststätte Remscheid Ost in der Leitstelle eine Meldung über einen Lkw eingegangen, aus dem eine bläuliche Flüssigkeit laufen sollte. Der Fahrer fuhr laut Aussage des Raststättenpersonals auf den Lkw-Parkplatz, hielt dort kurz und setzte seine Fahrt danach fort. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde die Substanz auf mehreren Spuren der Raststätte und auf dem Lkw-Stellplatz festgestellt.

Es handelte sich um mehrere Liter eines zunächst unbekannten Stoffes. Kurz nach Beginn der Auffahrt verlor sich die Spur. "Glücklicherweise war bis dahin keine Flüssigkeit in die Abläufe gelangt", erklärt die Feuerwehr. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, wurden die Zufahrten und mehrere Fahrspuren der Raststätte gesperrt und die Lache mit Bindemittel eingedämmt. 

Eine Untersuchung des Stoffes ergab, dass es sich um eine pH-neutrale Flüssigkeit handelte, die einen leichten Geruch nach Farbe oder Haftgrund abgab. Fast zeitgleich traf auch die Feuerwehr Wermelskirchen ein, die die bläuliche Spur ab der Auffahrt Wermelskirchen bis zur Raststätte verfolgt hatte. Die Wermelskirchener Einsatzkräfte übernahmen den Vorfall und suchten Kontakt zur Spedition, um die Beschaffenheit der Substanz zu klären. Der gleichen Frage gingen Spezialkräfte der Analytischen Task Force aus Köln nach. Die Einheit ist auf die Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer und radiologischer Gefahren spezialisiert. 

Am Abend konnten die Experten in Zusammenarbeit mit der Spedition klären, dass es sich bei der Substanz um Thixol 53-L handelte. 

Laut Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW wird das Additiv zur Lackherstellung als "gering wassergefährdend" eingestuft. Zudem sei es wasserlöslich. Die Ölwehr sei mit einem Hochdruck-Saug-Spülwagen angerückt. Das Fahrzeug löst den Stoff unter Hochdruck von der Straße und saugt ihn gleichzeitig, ähnlich wie ein Staubsauger, ein. Sowohl die Raststätte als auch Fahrbahnbereiche der Autobahn wurden so gereinigt. In einem Regenrückhaltebecken habe sich zudem Schaum auf der Oberfläche gebildet. Dieser werde noch von einer Fachfirma abgesaugt. -böh-

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