Großprojekt im Südbezirk

Der Durchstich Intzestraße nimmt Fahrt auf

Der Durchstich Intzestraße wird vermutlich bis zu 4,5 Millionen Euro kosten.
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Der Durchstich Intzestraße wird vermutlich bis zu 4,5 Millionen Euro kosten.

Die Vermessung ist fast fertig. Danach plant ein externes Büro. Gebaut werden könnte 2021/2022.

  • Großprojekt im Remscheider Süden.
  • Der Durchstich Intzestraße wird vermutlich bis zu 4,5 Millionen Euro kosten.
  • Baustart könnte 2021 sein.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Es ist eins der derzeitigen Großprojekte im Süden: der Durchstich Intzestraße mit einem geschätzten Volumen von 4,5 Millionen Euro. Die Planungen nehmen weiter Fahrt auf. Im Folgenden erklären wir die nächsten Schritte.

Wie ist der aktuelle Stand?

Die sogenannte Grundlagenvermessung ist so gut wie fertig. „Wie bei einem Hausbau brauchen auch wir einen amtlichen Lageplan“, erklärt Burkhard Fey, Abteilungsleiter der Verkehrsplanung im Rathaus. Dabei geht es um grundlegende Fragen wie: Welche Höhen hat das Gelände? Wo kann an den Kanal angeschlossen werden? Das betroffene Gebiet zwischen Lenneper und Baisieper Straße berge zudem eine besondere Herausforderung: „Wir müssen uns durch den Felsen arbeiten“, erklärt Fey. So etwas komme äußerst selten vor. Die neue, 200 Meter lange Verlängerung der Intzestraße zur Lenneper Straße erfolgt parallel zur Bahnlinie.

Wie geht es danach weiter?

Sobald alle grundlegenden Daten vorliegen, macht sich ein externes Büro an die Planung. Laut Fey steht das Unternehmen aus Sprockhövel, das bereits mehrere andere Projekte in Remscheid begleitet hat, in den Startlöchern. „Das dürfte recht zügig gehen.“ Burkhard Fey rechnet mit einem Gutachten zum geplanten Durchstich. Zudem will die Verwaltung demnächst einen Zwischenbericht in der Bezirksvertretung geben.

Wird ein Bebauungsplan erstellt?

Ja. Das Bebauungsplanverfahren läuft bereits. Dieses schafft laut Stadtplaner Andreas Huth verbindliches Planungsrecht. Während die Verkehrsplaner ganz genau jede Höhe vermessen, beschäftigt sich die Bauleitplanung mit dem groben Rahmen. Dabei geht es um die Frage: Auf welcher Fläche darf gebaut werden? Auf dem Areal befinden sich zwei Häuser, die für den Durchstich abgerissen werden müssen (in der Grafik oben als rote Quadrate eingezeichnet), sowie Grünflächen. Üblicherweise verläuft ein Bebauungsplanverfahren in drei Stufen. Etappe eins ist bereits abgeschlossen: die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Die Pläne hingen im November 2019 aus.

In welcher Phase ist man nun?

Die Planung

In Phase 2: Ausarbeitung des Planentwurfs. Das Team der Bauleitplanung arbeitet eng mit dem Team der Verkehrsplanung zusammen. Sind alle nötigen Daten zusammengetragen, kommt der Planentwurf zur Abstimmung in den Rat. Gibt er grünes Licht, kann der Entwurf ausgelegt werden, erklärt Huth. Wenn dann keine Änderungen mehr durch den Rat nötig sind, folgt der Satzungsbeschluss. Damit wird der Durchstich rechtskräftig.

Wie ist der zeitliche Plan?

Wann der Entwurf in den Rat eingebracht wird, kann Andreas Huth nicht sagen. Es dauere seine Zeit. Aber: „Das Projekt hat bei uns eine hohe Priorität.“ Baudezernent Peter Heinze hatte bereits im August mitgeteilt, dass die Verwaltung dieses Jahr Förderanträge für das Projekt stellen möchte. Baustart könnte voraussichtlich 2021 oder 2022 sein.

Welche Vorteile hat der Durchstich?

Bislang müssen Autofahrer eine Schleife über die Intzebrücke fahren. Diese ist aber marode. Zukünftig gibt es dann eine direkte Verbindung von der Lenneper zur Baisieper Straße – und somit eine Entlastung für die Brücke, die dann nur noch für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein wird. Der Verkehrsknotenpunkt stellt eine wichtige Verbindung von und nach Wermelskirchen dar. Denn die Intzestraße führt hinab bis ins Eschbachtal.

INTZEBRÜCKE

Die Fußgängerbrücke muss ebenfalls saniert werden.

BAUWERK Die Intzebrücke stammt aus dem Jahr 1896. Nach derzeitigem Stand hat sie eine Tragfähigkeit von 30 Tonnen. Sie ist mit einer Breite von nur 5,20 Metern aber sehr schmal – das wird vor allem im Begegnungsverkehr mit Lkw oder SUVs deutlich. Dieses Jahr steht die nächste Hauptuntersuchung der Brücke an.

Viel zu tun hatte heute die Polizei nach einem Unfall auf der Borner Straße, in der Nähe der Trecknase.

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