Lennep

Spaziergänger finden zwei ausgesetzte Meerschweinchen

Celeste und Michael Kröll finden beim Spazierengehen die Meerschweinchen Melody (l.) und Micky. Foto: Celeste Kröll
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Celeste und Michael Kröll finden beim Spazierengehen die Meerschweinchen Melody (l.) und Micky.

Ein Tier stirbt, das andere ist in schlechter Verfassung.

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Zusammengekauert, dehydriert und unterkühlt: So fanden Celeste Kröll und ihr Mann Michael am Mittwoch an der Rader Straße zwei ausgesetzte Meerschweinchen. „Das war ganz schrecklich. Es war ein Riesenschock, die Tiere dort so zu finden“, beschreibt Celeste Kröll ihre Gefühlslage an diesem Tag.

Die Tüte, in der sich die beiden Meerschweinchen befanden, lag am rechten Straßenrand. „Ich bin froh, dass mein Mann so aufmerksam war. Wer guckt schon in eine aufgeweichte Papiertüte am Straßenrand“, so Celeste Kröll, der sofort bewusst war, dass sie den Tieren helfen will.

Mithilfe ihrer Tochter konnten Celeste und Michael Kröll die beiden Meerschweinchen in eine Katzentransportbox und unter eine Wärmelampe setzen und so zum Tierheim bringen. „Wir haben da angerufen und konnten sofort vorbeikommen“, sagt Celeste Kröll. Dort musste eine Fundtieranzeige für Melody und Micky ausgestellt werden. Die Namen bekamen die beiden ausgesetzten Meerschweinchen vom Tierheim.

„Uns ist es wichtig, dass es ihnen jetzt gut geht, dass sich ein Tierarzt Micky und Melody ansehen kann“, sagt Celeste Kröll. „Dafür haben wir dem Tierheim auch ein wenig Geld gespendet“, fügt die Katzenbesitzerin hinzu.

„Das war wieder einer der furchtbaren Funde“, bestätigt Angelika Hämmerling-Schier vom Tierheim die schlechte Verfassung der beiden Tiere. Und sie hat eine schlechte Nachricht. „Leider hat Melody den Tag des Fundes nicht mehr überlebt“, sagt sie. Beide Tiere seien unterernährt und -kühlt gewesen. Die beiden seien vermutlich erst einige Stunden, bevor Krölls sie fanden, ausgesetzt worden.

Micky habe zudem überall Bisswunden und sei an Räude erkrankt – einer hochansteckenden parasitären Hauterkrankung. Im Gegensatz zu Melody war er aber in der Verfassung, selbstständig die bereitgestellten Möhren zu fressen. Hämmerling-Schier ist hoffnungsvoll: „Es ist zwar ein langer Weg für den Großen. Die Bisswunden müssen verheilen und die Krankheit muss auskuriert werden. Aber er ist in guten Händen.“ Nachdem er am Donnerstag von einem Tierarzt in Wermelskirchen untersucht wurde, sei er an eine Pflegestelle abgegeben worden.

Dem Tierheim sei es nun wichtig, dass jemand die beiden Meerschweinchen erkennt und den Besitzer nennen kann. Denn die Mitarbeiter hätten die Sorge, dass der Besitzer noch weitere Tiere hat, die ebenfalls in eine solch schlechte Verfassung geraten könnten, erklärt Hämmerling-Schier.

Vor fast drei Jahren hatte der Fall eines entsorgten Katers die Gemüter in Remscheid erhitzt.

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