Jugendratssitzung

Schultestung gleicht in Remscheid einem Flickenteppich

Der Schnelltest: die Testkassette mit Probenkammer. Das Ergebnis gibt es nach 15 Minuten. Foto: David Speich
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Der Schnelltest: die Testkassette mit Probenkammer. Das Ergebnis gibt es nach 15 Minuten.
  • Andreas Weber
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Jugendratsmitglieder berichten über unterschiedliche Handhabung bei den Schnelltests

Remscheid. Wie so vieles, was Bund und Länder in den vergangenen Monaten angepackt haben, sind die Schnelltests in Schulen nicht über einen Stotterstart hinausgekommen. Lehrer wie Schüler lässt die Organisation momentan einigermaßen ratlos zurück. Ein Ausdruck dessen war die Frage von Sofia Rodriguez in der Jugendratssitzung unter dem Punkt „Verschiedenes“. Die Rögy-Gymnasiastin hatte, wie sie in der Zoom-Konferenz erklärte, ihren Corona-Schnelltest in der vierten Schulstunde in die Hand gedrückt bekommen mit dem Hinweis, dass die Schüler ihren Test daheim machen sollten, „Wie ist das an Eurer Schule?“, fragte Sofia Rodriguez in die Bildschirmrunde.

Was an Antworten folgte, spiegelte die ganze Bandbreite unterschiedlicher Ansätze wider. Die Erfahrungen sind vielfältig. Liv Ajder erzählte, dass die Schüler am GBG in der Mensa nacheinander zum Nasenabstrich gebeten werden. Belinda Tillmanns (Sophie-Scholl-Gesamtschule) war noch nicht dran: „Wir werden am 25. März getestet. Von anderen weiß ich, dass sie erst nach den Osterferien dran sind.“ Jeanne-Sophie Mortazawi, ebenfalls Sophie-Scholl, ergänzte, dass die Unterstufe die Tests mit fachlich qualifizierter Unterstützung mache, die Oberstufe diese allein durchführe. Bei Cayan Yildiz (Albert-Einstein-Schule) wird in den jeweiligen Leistungskursen der Oberstufen getestet. Angelina Haksteter fügte hinzu, dass ihr Leibniz-Gymnasium eine andere Strategie verfolge: „Wir sind gehalten, die Tests zu Hause durchzuführen.“ Denn wenn jemand nach 15 Minuten ein positives Ergebnis erhalten sollte, würde das den Betroffenen nicht vor der ganzen Klasse bloßstellen.

Aurora Piperato berichtete, dass das Lehrpersonal an der Alexander-von-Humboldt-Realschule erst ein Erklärvideo bei Youtube gezeigt habe, dann sei ihre Klasse aufgeteilt und der Test durchgeführt worden.

Schuldezernent Thomas Neuhaus räumte ein, dass die Umsetzung an den Schulen derzeit einem „Flickenteppich“ gleiche. „In den Schulen werden die Covid-Tests unterschiedlich gehandhabt, obwohl die Richtlinien des Landes in der Hinsicht eigentlich eindeutig sind.“ Manche Schulen machten es zentral in der Mensa, andere in den Klassen, einige mit professioneller Unterstützung, wiederum andere ließen die Schüler zu Hause testen.

Online-Unterricht: Irritationen gibt es auch bei einer KKB-Schülerin

Der für die Schulen zuständige Dezernent sprach davon, dass die avisierten Schnelltests vergangenen Montag von der Polizei in Streifenwagen endlich an die Schulen ausgeliefert worden seien. Damit diese ihren Zweck erfüllen und einen Beitrag zur Pandemie-Eindämmung leisten, sollen es zwei Tests pro Woche und Schüler sein. Momentan reicht das Material jedoch nur für einen.

Wie irritierend manches in den Schulen ist, dazu hatte Berufsschülerin Leonie Beran einen Beitrag. Sie ist zwar nicht offizielles Mitglied im Rat, bringt sich aber – wie es die Satzung ausdrücklich vorsieht – in dem Gremium ein. „Unsere elfte Klasse am KKB geht nicht zur Schule, wir haben weiter Online-Unterricht. Ist das richtig?“, wollte sie wissen. Thomas Neuhaus gab zu: „Ich will die Schulleitung nicht in die Pfanne hauen. Aber wenn es so ist, muss man sagen, dass eigentlich ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht gewünscht ist.“

In unserem Blog finden Sie die neuesten Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Remscheid.

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