Projekt

SPD regt den Bau von Legorampen an

Legosteine sollen Rollstuhlfahrern über Hindernisse helfen.
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Legosteine sollen Rollstuhlfahrern über Hindernisse helfen.

Legosteine sollen Rollstuhlfahrern über Hindernisse helfen.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Mobile Rollstuhlrampen aus Legosteinen? Klingt seltsam, könnte allerdings bald Realität werden. Zumindest wenn es nach der Remscheider SPD geht. Die Sozialdemokraten haben das Thema auf die Tagesordnung des Sozialausschusses gesetzt.

Die Idee ist nicht ganz neu. Unter anderem hat der Wuppertaler Jugendrat im vergangenen Jahr zu Lego-Spenden aufgerufen und Ende des vergangenen Jahres die ersten bunten Rampen gebaut. Die können nicht nur für Rollstühle, sondern auch für Rollatoren oder Kinderwagen hilfreich sein. „In Anbetracht vieler kleiner, einstufiger Hindernisse in unserem Stadtgebiet könnte auch Remscheid dem Beispiel der Wuppertaler folgen“, regt die SPD an.

„Eigentlich sollte es also keinen Bedarf für mobile Rampen geben.“
Tanja Kreimendahl, CDU

Auf die Frage, ob es seitens des Remscheider Jugendrates und des Beirates für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung Bestrebungen gebe, ein ähnliches Projekt aufzulegen, ging Thomas Neuhaus ein. „Der 8. Jugendrat hat sich bereits mit dem Thema befasst. Wir müssen schauen, ob sich der neue Jugendrat ebenfalls damit beschäftigt“, erklärte der Remscheider Sozialdezernent. Er kündigte an, das Anliegen an Jugendrat-Geschäftsführer Gerhard Dietrich-Wingender weitergeben zu wollen. Tanja Kreimendahl sprach sich für die Christdemokraten im Sozialausschuss dafür aus, die SPD-Anfrage an die Verwaltung um zwei Punkte zu erweitern.

Tanja Kreimendahl merkte an, dass Remscheid vor vielen Jahren die „Erklärung von Barcelona“ unterzeichnet habe. Damit hat die Stadt Verantwortung übernommen, die Situation von Menschen mit Behinderung zu verbessern. „Eigentlich sollte es also keinen Bedarf für mobile Rampen geben“, sagte Kreimendahl. Zudem möchte die CDU-Politikerin von der Verwaltung wissen, ob die mobilen Legorampen verkehrssicherungspflichtig sind.

Brigitte Neff-Wetzel wünscht sich zudem genauere Informationen zum Stand des Projektes in Wuppertal.

Die Geschäftsstelle des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) kann Rollstuhlfahrer eine Rampe anbieten.

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