Vorsicht!

Polizei warnt vor Betrug mit Soforthilfe

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Das Land zahlt wegen zahlreicher Vorfälle aktuell die Hilfsleistung für Unternehmer nicht aus.

Von Kristin Dowe

Remscheid. Die Polizei warnt vor einer perfiden Betrugsmasche im Zusammenhang mit der Soforthilfe, die in Nordrhein-Westfalen Kleinstunternehmern und Solo-Selbstständigen gewährt wird, sofern diese aufgrund der Corona-Pandemie nicht oder nur eingeschränkt arbeitsfähig sind. 16 Fälle dieser Art wurden nach Angaben der Polizei bereits im Städtedreieck registriert. Eine Aufschlüsselung nach Städten sei zurzeit organisatorisch nicht möglich, heißt es aus der Pressestelle.

Wegen einer Häufung solcher Betrugsfälle hatte das Land bereits am 9. April einen Zahlungsstopp verhängt. Derzeit werden in NRW circa 5000 Anträge wegen Unklarheiten geprüft, eine abschließende Bearbeitung werde „zeitnah erfolgen“, teilt Dagmar Groß, Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf, auf Nachfrage mit. „Eine Auszahlung kann so lange nicht erfolgen, wie der Zahlungsstopp des Landes anhält.“

Die Soforthilfe beträgt, gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten, 9000, 15 000 oder 25 000 Euro. Derweil arbeitet die bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelte Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW) mit Hochdruck daran, den Tätern das Handwerk zu legen. „Die Ermittlungsverfahren zu den gemeldeten Fällen dauern noch an“, sagt Staatsanwalt Christoph Hebbecker. So tauchten vor einigen Wochen mehrere Fake-Seiten im Internet auf, die der originalen Seite des NRW-Wirtschaftsministeriums für den Antrag auf die Soforthilfe zum Verwechseln ähnlich sahen.

„Die Täter nutzen den Handlungsdruck des Staates und den Leidensdruck der Betroffenen während der Krise gnadenlos aus.“

Christoph Hebbecker, Staatsanwalt

„Wir gehen davon aus, dass die Täter diese Seiten gebaut haben, um Daten von Bürgern abzugreifen, um in deren Namen und mit ihren eigenen Kontodaten die Soforthilfe zu bekommen“, so Hebbecker. Die gefundenen Fake-Seiten seien durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und die Nutzer auf die originale Seite des NRW-Wirtschaftsministeriums hingewiesen worden. Die Ermittlungsarbeit gestalte sich schwierig, da die falschen Seiten häufig im Ausland gehostet seien. Hebbecker: „Die Täter nutzen den Handlungsdruck des Staates und den Leidensdruck der Betroffenen während der Krise gnadenlos aus.“

Das echte Antragsformular ist auf der Homepage des NRW-Wirtschaftsministeriums zu finden.

soforthilfe-corona.nrw.de

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