Corona-Krise

H2O: Vor dem Neustart wartet noch viel Arbeit

Betriebsleiter Christian Liese deutet auf eine kaputte Fliese. Handwerker haben das H2O in der Corona-Zwangspause auf Vordermann gebracht. Foto:Roland Keusch
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Betriebsleiter Christian Liese deutet auf eine kaputte Fliese. Handwerker haben das H2O in der Corona-Zwangspause auf Vordermann gebracht. 

Renovierung des Lenneper Freizeitbads geht auf die Zielgerade - Keine Öffnung am 30. Mai

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Das Telefon stand bei Christian Liese vor dem Wochenende kaum still. Kollegen, Politiker, Pressevertreter – sie alle wollten vom Betriebsleiter wissen, wann das H2O nach der coronabedingten Zwangspause wieder öffnet. Eindeutig beantworten kann Liese diese Frage noch nicht. Sicher ist jedoch, dass das selbst ernannte Sauna- und Badeparadies keinesfalls am 30. Mai wieder Gäste empfängt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, im H2O bis zu den Sommerferien fertig zu werden“, erklärt er.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte bekanntgegeben, dass der Betrieb von Hallenbädern ab dem kommenden Samstag wieder erlaubt ist. Dieses Datum kommt für das Freizeitbad an der Hackenberger Straße jedoch zu früh. Dort laufen derzeit noch Renovierungs- und Reparaturarbeiten.

„Ende Mai sind diese Maßnahmen zu 90 Prozent abgeschlossen“, vermutet Christian Liese. Die Betreiber des Bades haben die unfreiwillige Auszeit für eine umfangreiche Revision der 1996 eröffneten Anlage genutzt. Für Maler-, Fliesen- und Fugenarbeiten wurde das Wasser aus allen Becken gelassen. In der kommenden Wochen sollen die ersten Bereiche wieder befüllt werden.

Damit ist es nicht getan. Drei bis vier Wochen dauert es, bis das H2O im jetzigen Zustand wieder betriebsbereit ist. „Wenn wir den Wasserkreislauf, die Pumpen und Filteranlagen wieder in Gang setzen, erwarten wir leider auch unschöne Überraschungen. So lange am Stück waren sie noch nie außer Betrieb“, sagt Liese. Sind alle Becken wieder gefüllt, wird die Qualität des Wassers überprüft.

Eine der Aufgaben bis zur Wiedereröffnung ist es, ein Infektionsschutzkonzept aufzustellen, dem das zuständige Gesundheitsamt zustimmt. Vorgaben vom Land gibt es für Hallenbäder bislang nicht. Bis es soweit ist, orientieren sich Liese und Co. an Empfehlungen von Fachverbänden. Er hat die Hoffnung, dass die den Großteil der tatsächlichen Anforderungen beinhalten.

Remscheid: Erfahrungen aus dem Sportbad könnten ein Vorteil sein

Wie viele Leute dürfen gleichzeitig ins Bad? Wie wird der Zugang geregelt? Braucht es mehr oder weniger Personal als im Regelbetrieb? Das sind nur drei der vielen Fragen, mit denen sich die H2O-Verantwortlichen beschäftigen müssen. „Wir wollen diese Aufgabe mit Ruhe und Besonnenheit angehen“, betont Liese. Über die konkreten Regeln möchte er informieren, sobald das Infektionsschutzkonzept steht.

Aller Voraussicht nach früher ist das Sportbad am Park für die Wiedereröffnung bereit. Der Betriebsleiter peilt einen Termin Anfang, Mitte Juni an. Er hofft, dass dieser Plan aufgeht. „Dann könnten wir dort Erfahrungen sammeln, die uns sicherlich im H2O zugutekommen.“

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