Rosenmontagszug in Remscheid

Entsorger karren nach dem Zoch 76 Tonnen mit Müll aus Lennep

Rosenmontagszug in Remscheid Lennep
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So eine Kleinkehrmaschine mit Namen „Putzteufel“ bürstet einiges weg. Doch das Reinemachen nach dem Rosenmontagszug bleibt dennoch weitgehend Handarbeit.

Der Abfall nimmt seit Jahren ab. Hardtpark musste gereinigt werden.

  • Mit drei Minuten Verspätung konnte der Rosenmontagszug in Lennep starten.
  • Im Laufe des Nachmittags wurde auch das Wetter etwas besser.
  • Nach dem Zoch wurde aufgeräumt. Auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz legte Hand an.

Von Axel Richter

Remscheid. Der Trend setzt sich fort: Erneut ließen die feiernden Jecken beim Rosenmontagszug weniger Müll in Lennep zurück als im Vorjahr. 3 695 Kilogramm waren es genau, denen die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) eine Abfuhr erteilten - der Inhalt von 76 Mülltonnen. Zu Vergleich: Vor sechs Jahren waren es noch 100 Tonnen.

Traditionell folgten die Saubermacher mit ihrer Großkehrmaschine als orangem Prunkwagen dem Zoch. 13 Mitarbeiter ließen den Besen kreisen und steckten in die Tonne, was die Jecken hinterlassen hatten. Kleine Glasflaschen vor allem, berichtet Claudia Schmidt, Chefin der Männer in den orangenen Anzügen. Dazu Plastiktütchen, die ihrer Gummibärchen beraubt waren, plattgetretene Kamelle, Konfetti und Luftschlangen, die auf dem nassen Asphalt klebenblieben und sich nur schwer lösen ließen. Doch die Kleinkehrmaschinen mit der Aufschrift „Putzteufel“ bürsten so einiges weg und bekamen mit ihren rotierenden Tellerbesen auch den klebrigsten Matsch zu fassen.

Remscheid: Zehn Mülltonnen im Hardtpark blieben weitgehend leer

Auch die zehn Mülltonnen, die die TBR vorsorglich im Hardtpark angekettet hatten, sollte den Entsorgern das Leben eigentlich ein bisschen erleichtern. Die Hoffnung, die dort nach dem Zug feiernden Jecken würden ihren Abfall dorthinein entsorgen, erfüllte sich jedoch nur bedingt. „Da war gerade einmal der Boden bedeckt“, berichtet Claudia Schmidt.

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Am Morgen rückten deshalb zwölf Mitarbeiter des Grünflächenamtes zum Hardtpark aus. Mit Laubbläsern trieben sie vor sich her, was die Narren dort auf Rasen und Rabatten hinterlassen hatten. Der Abfall aus dem Park ist dem Inhalt der 76 Mülltonnen mithin noch hinzuzuaddieren.

Dennoch: „Es ist deutlich weniger Müll als früher“, sagt Frank Ackermann. Er muss es wissen. Nach 45 Jahren bei den Technischen Betrieben folgte er dem Rosenmontagszug zum letzten Mal mit dem Besen. Und zeigte sich danach stolz auf das Ergebnis: „Heute ist Lennep sauberer als vor dem Zoch.“

Artikel vom 24.2.2020

Von Ann-Kristin Junker

Während die ersten kölschen Lieder erklangen, sortierten die Jecken ihre Kamelle noch einmal. Die Teilnehmer des Rosenmontagszuges warteten am Mittag in der Albrecht-Thaer-Straße darauf, dass Zugleiter Gunther Brockmann das Signal für den Start gab. Mit drei Minuten Verspätung ging es dann um 14.14 Uhr endlich los in Richtung Thüringsberg.

Das war der Rosenmontagszug in Remscheid

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Die Welle entsendet Schmetterlinge. Die Mitarbeiter der Einrichtung traten geschlossen in schillernden Kostümen auf. Dazu tanzten sie wild zu heißen Zumba-Rhythmen.

560 Teilnehmer hatten sich bei der Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG) angemeldet. Denen gegenüber stand am Montag eine Vielzahl von Zuschauern entlang der Zugstrecke. Die Polizei schätzte, dass x Narren gekommen waren, weniger als in manch anderen Jahren. Vermutlich war das dem Regen geschuldet. Von dem trüben Wetter ließen sich die Karnevalisten nicht aufhalten. „Auf die Bergischen können wir uns jedes Jahr verlassen“, sagte Silke Halbach vom Lüttringhauser TV. Dass der Regen viele Jecken abhalte, zu kommen, erwarte sie nicht. Auch Jan Küpper vom RV Adler war überzeugt: „Die Narren lassen sich vom Wetter nicht abschrecken.“

Remscheid: Teilnehmer erklärten ihre Liebe zum Stadtteil Lennep

Nach dem Zug wurde aufgeräumt. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (Mitte) legte dabei mit Hand an.

Je weiter der Zug zog, desto besser wurde das Wetter. So wurden die Regencapes über den Kostümen beispielsweise für die Rot-Blauen Funken überflüssig. Damit ausgestattet war auch die Interessengemeinschaft (IG) Hasenberg. Sie nahm zum ersten Mal teil. 45 Mitglieder waren in selbstgenähten Hasenkostümen dabei. Sie verteilten passenderweise Möhren. Zudem hatten sie mehr als 20 000 Päckchen Gummibärchen als Kamelle dabei, berichtet Angela Adamietz von der IG. Im November seien die Planungen gestartet. Das traf auch auf die Tanzgruppe der Ka. Ge. Hohenstein zu. Sie hatte sich seit Aschermittwoch vorbereitet, berichtete der zweite Vorsitzende Michael Jung.

Mit dem Motto „Lennep mit Herz“ gingen die „Fründe“ in die Session. Den Wagen zierte ein Modell des Turms der evangelischen Kirche. Statt Konfetti wirbelten die Mitglieder Herzen in die Menge und trugen Pappherzen vor der Brust.

Auch die Freundeskreise Honsberg und Röntgen-Geburtshaus zeigten sich lokalpatriotisch. Ganz im Zeichen des Zugmottos „175 – Lennep strahlt – 125“ präsentierten sie sich: Mit großem „X“ auf Kleidung und Kopfbedeckung erinnerten sie an den Geburtstag des Physikers vor 175 Jahren und an die Entdeckung der Röntgenstrahlen vor 125 Jahren. Auf einem Mottowagen zeigten sie das Geburtshaus. Zudem bildeten sie einen Gepäckscanner nach. Die Mitglieder des Vereins „unBehindert miteinander“ traten, passend zum kühlen Wetter, als Schneemänner verkleidet auf. „Der Umwelt zuliebe kommen wir dieses Jahr mit emissionsfreien Zylindern“, sagte der Vorstandsvorsitzende Harald Blaß über die Kostümierung, zu der der besagte schwarze Hut gehörte.

Einige Teilnehmer des Rosenmontagszugs machten sich für den Klimaschutz stark. So hatte die Evangelische Kirchengemeinde Lennep für den Zug eine Arche gebaut, hinter der die 128 Teilnehmer in Tierkostümen Brause in die Menge warfen. Sie wurden von Musikern der Gemeinde begleitet.

Party nach dem Zoch

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Zahlreiche Remscheider jubelten den Karnevalisten zu. Zu ihnen gehörten auch Ute und Anja Uellendahl. Ihrer Meinung nach können nicht nur die Rheinländer stimmungsvollen Karneval. „Lennep hat was“,sagte Ute Uellendahl. Jedes Jahr kämen sie nach Lennep und würden auch dem schlechtesten Wetter trotzen. „Wir sind keine Schönwetterkarnevalisten.“ Das schienen viele Zuschauer gewesen zu sein. Gunter Brockmann von der LKG zeigte sich am Ende des Tages sehr zufrieden.

ZUGAUFSTELLUNG

DIE WEITEREN TEILNEHMER Mitgelaufen sind auch: Lenneper Karnevalsgesellschaft, Familie Bonzelet und Freunde, Freundeskreis Hilda-Heinemann-Schule, Friends and Pänz, Fidele Schlafmützen, KG Blau-Weisse Jungs, Ski-Club Remscheid und die Freibeuter.

Karneval in Remscheid-Lennep im Liveblog: 

+++ 16.14 Uhr +++

Und das war es für dieses Jahr mal wieder: De Zoch ist durch. Auch wenn das Wetter in diesem Jahr eher suboptimal war, die Jecken hatten trotzdem ihren Spaß. Nun treffen sich die Jecken zur After-Zoch-Party. DJ Marcel Filodda legt die Scheiben zum Schunkeln und Tanzen auf. Los ging's bereits um 16.11 Uhr. Um Mitternacht endet die Fete. Dann erklingt der letzte Ton und die Besucher müssen langsam, aber sicher das Zelt verlassen. Aber daran denken wir jetzt noch nicht!

Was dir gefällt, na na na na na na na, die ganze Welt, na na na na na na na, schenk mir dein Herz, ich schenk' dir meins, nur die Liebe zählt... :-) 

+++ 15.54 Uhr +++

Es fängt wieder leicht zu regnen an, aber der guten Laune tut das keinen Abbruch. Selbst Remscheids oberster Angestellter Burkhard Mast-Weisz hat noch ein Lächeln auf den Lippen.

+++ 15.46 Uhr +++

De Zoch ist am Kreishaus durch. Nun folgt der Endspurt zum Bahnhof. Noch mal alles geben!

+++ 15.40 Uhr +++

Auch wenn De Zoch schon mehr Zuschauer nach Lennep gelockt hat, die Stimmung ist trotzdem super.

+++ 15.32 Uhr +++

Die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiße Jungs ist eine traditionelle Karnevalsgruppe aus Bergisch Born. Sie wurde am 4. April 1964 gegründet.

+++ 15.28 Uhr +++

Die Mitarbeiter der Welle fielen durch ihre besonderen Kostüme auf. Sie waren einheitlich als Schmetterlinge verkleidet. Sie tanzten zu heißen Zumba-Rhythmen.

+++ 15.04 Uhr +++

Der närrische Lindwurm ist in die Kölner Straße eingebogen. Der Regen hat aufgehört. Petrus hat ein Herz für Jecken.

+++ 14.59 Uhr +++

Die TBR sind schon fleißig mit Aufräumen beschäftigt - mit prominenter Unterstützung.

+++ 14.52 Uhr +++

Ein klares Bekenntnis zu Lennep: Die Fründe sind verliebt in ihren Stadtteil. Dazu haben sie auch den Kirchturm nachgebaut, illumiert und ziehen ihn nun durch Lennep.

+++ 14.45 Uhr +++

Mollplatz

Die Stimmung ist klasse - trotz Regen. Während die ersten Zugteilnehmer bereits am Mollplatz sind, sind die letzten Gruppen gerade erst gestartet.

+++ 14.35 Uhr +++

+++ 14.31 Uhr +++

Die mit 128 Personen größte Fußgruppe der evangelischen Gemeinde Lennep verteilt Ahoi-Brause aus der Arche Ahoi. Für Musik sorgt der gemeindeeigene Posaunenchor abwechselnd mit einer Musikbox aus dem nachgebauten Schiff. Der Dauerrehmgen hat nachgelassen, es nieselt nur noch leicht.

+++ 14.19 Uhr +++

Der Zug ist mit einer dreiminütigen Verspätung gestartet.

+++ 14.19 Uhr +++

+++ 14.11 Uhr +++

Kurz vor dem Start

Kurz vor dem Start: Die Schirme sollten zum Kamellefangen gleich umgedreht werden. ;-)

+++ 14.09 Uhr +++

+++ 14.01 Uhr +++

ev. Kirchengemeinde

Die ev. Kirchengemeinde heizt bereits musikalisch ein. Noch gehören Regencapes zur Verkleidung.

+++ 13.51 Uhr +++

Hardtpark

Die Jecken lassen sich nicht schrecken. Im Hardtpark formieren sich die ersten Grüppchen, noch mit Regenschirm. Später soll er nach der Wettervorhersage nicht mehr nötig sein. Hoffen wir mal…

+++ 13.35 Uhr +++

Die Jecken lassen sich nicht vom Wetter beeindrucken. "Wir lassen uns nicht abschrecken", sagt Harald Blass vom Verein unBehindert miteinander. Er gehört zu den 15 Leuten, die mit schwarzem Zylinder und weißen Overall in Lennep an den Start gehen. Ihr Motto: "Emissionsfreie Zylinder – Greta zuliebe".

(v.l.) Felix Wolff, Ulrike Rohn, Harald Blass, Michelle Zimmermann vom Verein unBehindert miteinander trotzen dem Regen, auch wenn die Zylinder schon etwas durchgeweicht sind.

+++ 13.14 Uhr +++

Um 14.11 Uhr wird der Startschuss an der Hardtstraße erfolgen. Von dort geht es zum Thüringsberg, Poststraße, Kölner Straße, Ringelstraße, Leverkuser Straße, Rotdornallee, Kölner Straße und Bahnhofstraße und gegen 16 Uhr endet der Zug in der Düstergasse.

Zugaufstellung

+++ 13.09 Uhr +++

Um 13 Uhr hat die Aufstellung begonnen. Die Zugteilnehmer treffen sich in der Albert-Thaer-Straße. Die Straßen entlang der Route sind bereits gesperrt. Der Regen am Mittag soll voraussichtlich pünktlich zum Zugbeginn um 14.12 Uhr aufhören.

Es berichten für Sie: Andreas Kratz, Roland Keusch und Leon Hohmann

Artikel vom 24.2.2020

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Lenneper Karnevalsgesellschaft sagte an diesem Sonntag zwei Veranstaltungen in ihrem Festzelt auf der Robert-Schumacher-Straße kurzfristig ab: Sowohl die Kinderparty als auch die Fete für Menschen mit und ohne Behinderung fielen am Sonntag dem Sturm zum Opfer. Vorsitzender Gunther Brockmann bedauert, dass insbesondere viele Familien enttäuscht waren. „Aber Sicherheit muss vorgehen.“

Musste Partys absagen: Gunther Brockmann. 

Es ist nicht das erste Mal, dass heftiger Wind den Karnevalisten einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. 2016 fiel der Rosenmontagszug aus, 2017 musste die Weiberfastnachtsparty quasi in letzter Sekunde abgeblasen werden. Diesmal trifft es die Karnevalisten und den Zeltwirt Tobias Riemann aber nicht so hart. Es seien entsprechende Ausfallversicherungen abgeschlossen worden. „Außerdem verlangen wir bei den Sonntagsveranstaltungen ja keinen Eintritt“, fügte Gunther Brockmann hinzu.

Karnevalisten in Remscheid wünschen sich festes Dach über dem Kopf

Auch bei den älteren Menschen seien die Nachmittagsveranstaltungen zuletzt auf eine immer stärkere Resonanz gestoßen. Während es bei der Samstagabendsgala Lennep lacht und ganz besonders an Weiberfastnacht laut zugehe, stimmen die Karnevalisten bei der Party für Menschen mit und ohne Behinderung etwas leisere Töne an. Das kommt gerade den Senioren entgegen, die allzu viel Trubel meiden, aber dennoch Karneval feiern wollen.

Die Absage vom Sonntag nährt die Forderung Brockmanns, dass die Karnevalisten ein festes Dach über den Kopf benötigen. Immer wieder hatte er dafür die Sporthalle Hackenberg ins Gespräch gebracht, aber von der Stadt Remscheid einen Korb erhalten. „Nun wurden mit dem neuen Boden in der Halle ja Fakten geschaffen. Aber möglicherweise gibt es ja Alternativen.“

Feuerwehr in Remscheid musste sich mit Sturmschäden beschäftigen

Die Stadt Remscheid habe den Karnevalisten vor einigen Jahren ein Veranstaltungsdomizil in Aussicht gestellt. Keinesfalls in Frage komme für die Lenneper die Sporthalle West in Reinshagen. „Die ist doch viel zu weit weg vom Schuss“, findet Karnevalist Gunther Brockmann.

Die Feuerwehr musste sich unterdessen am Sonntagnachmittag mit Sturmschäden beschäftigen. „Überall kann weiches Gehölz runterfallen“, hieß es in der Leitstelle. Einsatzorte waren unter anderem die Albert-Einstein-Straße in Hackenberg und die Wermelskirchener Straße. In der Ortslage Timmersfeld musste die Feuerwehr einen Baum absichern, der auf den Boden zu stürzen drohte. Insgesamt musste die Remscheider Feuerwehr zu neun sturmbedingten Einsätzen ausrücken.

Für den Rosenmontagszug bestehe höchstwahrscheinlich keine Gefahr, berichtete Gunther Brockmann am frühen Sonntagabend. „Im Gegenteil! Mit ein bisschen Glück kommt sogar die Sonne raus.“ Lesen Sie hier, wie der Zug in Lennep laufen soll und welche Sperrungen es gibt. Süße Popcorn-Mädchen und Schildkröten im Tutu: Jecken feierten im Schützenhaus, beim RTV, in Lennep und im Remscheider Bräu.

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