Test

So können Sie Ostereier selbst färben

Lassen sich mit Zutaten wie Petersilie oder Rote Bete Ostereier färben? Bei der Verzierung soll Zitronensaft helfen. Wir testen es.
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Lassen sich mit Zutaten wie Petersilie oder Rote Bete Ostereier färben? Bei der Verzierung soll Zitronensaft helfen. Wir testen es.

Lebensmittelfarbe oder Farbtabletten sind die gängigsten Methoden. Aber lassen sich Eier auch mit Obst und Gemüse färben?

Von Stefanie Knupp

Remscheid. Bunte Eier gehören zu Ostern wie Zimtsterne zu Weihnachten. Neben seiner Bedeutung als höchstes christliches Fest sind die Tage um Karfreitag beliebt wegen Traditionen wie dem Eiersuchen oder dem Osterhasen, der kleine Geschenke bringt. Fertig gefärbte Eier stehen mittlerweile in den Supermärkten.

Dabei braucht es zum Selberfärben gar nicht viel. Das Internet ist voll von Tipps, mit denen man Eier auch mit natürlichen Zutaten färben kann – mit teils erstaunlichen Farbergebnissen. Aber funktioniert das wirklich? Und wie lassen sich schöne Muster auf die bunten Eier auftragen?

Vorbereitung

Wir haben uns für die Variante entschieden, weiße Eier vorher hart zu kochen, mindestens zehn Minuten. Um später keine Verfärbungen am Eiweiß zu haben, sollten die Eier vor dem Kochen nicht wie üblich angepiekst werden.

Natürliche Farben herstellen

Den am meisten verbreiteten Tipps zufolge eignet sich Gemüsesud oder Saft zum Färben. Achtung: Es kann zu Farbflecken kommen, auf dem benutzten Geschirr und auf der Kleidung. Um Sud herzustellen, zerkleinert man das gewünschte Gemüse und kocht es mindestens 30 Minuten, danach gerne noch ziehen lassen. Das gefärbte Wasser abseihen und auskühlen lassen, anschließend ein wenig Essig hinzugeben. Die gekochten Eier werden dann darin eingelegt, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist.

Welches Gemüse oder Obst?

Grün: Hierzu eignet sich zum Beispiel der Sud aus Petersilie oder Spinat. Rot/Rosa/Pink: Rote Bete oder deren Saft verleihen den Eiern rötliche Farbtöne bis hin zu Braun. Blau/Violett: Wer es eine Stufe dunkler mag, der greift zu Rotkohl. Ähnliche Ergebnisse soll Blaubeersaft erzielen. Gelb: Für den Gelbstich sorgt der Sud aus Zwiebelschalen, alternativ das Gewürz Kurkuma.

Verzierung

Vor oder nach dem Färben werden mit einem Wattestäbchen als Werkzeug Punkte, Linien oder kleine Hasen auf das bunte Ei „gemalt“.

Mit Essig oder Zitronensaft lassen sich Muster auf die Eier malen, sobald diese getrocknet sind. Entweder werden diese nach dem Färben aufgetragen. Oder aber man pinselt das Muster vor dem Einlegen bereits auf das Ei. Als Werkzeug eignen sich Wattestäbchen.

Wir testen: Rot, Grün, Blau

In unserer Versuchsküche haben wir Gemüse und Saft genutzt. Rote Bete und Petersilie wurden eingekocht, anschließend die Eier für einige Stunden eingelegt. Zum Vergleich wurden weitere Eier in Rote-Bete- und Schwarzer-Johannisbeer-Saft gegeben.

Das Rote-Bete-Ei erzielte ein leicht rosafarbenes Ergebnis und ließ sich gut mit Zitronensaft verzieren. Sein Saft-Pendant nahm ein tolles Magenta an. Auch der Johannisbeersaft brachte eine spannende Farbkombi ans Licht. Das Färben mit Säften ging außerdem sehr viel schneller. Der Petersilien-Versuch scheiterte kläglich. Vielleicht ein Fehler in der Umsetzung? Das Ei hatte kaum Farbe angenommen, so dass wir am Ende auf Farbtabletten aus Lebensmittelfarbstoffen zurückgriffen – mit schönen Pastelltönen als Ergebnis.

Unser Fazit

Mittels Obst, Gemüse und Saft entstehen individuelle Ostereier. Ein großer und kleiner Punkt sowie zwei dicke Striche bringen ein Häschen auf das Ei. Farbtabletten aus Lebensmittelfarbe sind eine Alternative.

An die quietschbunten Ostereier aus dem Supermarkt kommen die Naturgefärbten aus unserem Versuch zwar nicht heran – zumindest, was die Farbintensität angeht. Doch bereitet das Experimentieren mit natürlichen Farben viel Freude und ist eine Aufgabe für die ganze Familie. Besonders das Verzieren lässt viel Raum für Kreativität.

Am Ende gleicht die Küche einem Labor – nur eben (fast) ohne Chemie. Denn wie bei so vielen Dingen im Leben gilt auch beim Eierfärben: Versuch macht klug!

Damit nicht nur die Ostereier hübsch aussehen, sondern auch das Festessen gelingt, stellt der RGA auch in diesem Jahr ein Ostermenü vor.

So lässt sich Ostern übrigens trotz Kontaktverbots feiern: Ostern besuchen wir uns im Videochat.

DAS OSTEREI

BRAUCHTUM Das Ei gilt als Zeichen für Fruchtbarkeit. In der christlichen Tradition ist es ein Symbol für die Auferstehung Christi. Da Eier während der Fastenzeit verboten waren, kochte man sie, um sie haltbar zu machen.

FÄRBEN Eine Theorie für die Entstehung der Tradition: Um nach der Fastenzeit frische von alten Eiern unterscheiden zu können, wurden diese gefärbt.

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