Kontaktloses Spenden

So können Tierfreunde dem Tierheim in der Corona-Krise helfen

Kontaktloses Spenden: Luisa Schmitz gibt vor dem Tierheim-Tor eine Futterspende ab – in eine bereitgestellte Tonne. Foto: Doro Siewert
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Kontaktloses Spenden: Luisa Schmitz gibt vor dem Tierheim-Tor eine Futterspende ab – in eine bereitgestellte Tonne. 

Auch wenn das Gebäude für Besucher geschlossen ist, geht die Arbeit weiter. Derzeit gibt es keine Vermittlungen. Vor dem Tor steht eine Spendentonne.

  • Vier Tierpfleger, Auszubildende und ein Hausmeister kümmern sich darum, dass der Betrieb in Remscheid weitergeht.
  • Versorgung der Tiere muss gesichert sein.
  • Nur Notfälle dürften kurzfristig aufgenommen werden.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Das Coronavirus trifft alle. Jeden Bereich, jeden Verein. So auch das Tierheim. Im Folgenden erklären wir, wie das Team an der Schwelmer Straße mit der Krisenlage umgeht und wie Interessierte weiterhin helfen können.

Remscheid: Ist das Tierheim geschlossen?

Ja. Ebenso das Café. „Wir müssen das Personal schützen“, erklärt Tierheim-Leiterin Andrea Reitzig. Vier Tierpfleger, Auszubildende und ein Hausmeister kümmern sich darum, dass der Betrieb weitergeht – mit Mundschutz und Handschuhen. „Denn die Versorgung der Tiere muss gesichert sein, auch in Corona-Zeiten“, erklärt die Leiterin des Tierheims für Remscheid und Radevormwald. Der Tagesablauf für die Tiere bleibe derselbe. „Tiere brauchen ihre Strukturen“, sagt Reitzig. Und ihre Pfleger, die zugleich Bezugspersonen für die Fellnasen sind. „Wenn nur einer im Team ausfällt, reißt das direkt ein Loch in die Personalplanung.“ Vorteil der Corona-Krise ohne Besucher: Die Hunde dürfen öfter frei auf dem Gelände laufen. Und das Team kann mehr Zeit mit den Tieren verbringen. Telefonisch und per E-Mail bleibt das Tierheim erreichbar.

Remscheid: Werden noch Tiere vermittelt?

Nein. „Wir halten nur den Grundbetrieb am Laufen: Wir versorgen die Tiere und erledigen Büroarbeit. Wir empfangen keine Besucher und vermitteln derzeit auch nicht“, erklärt Andrea Reitzig. Eine Ausnahme bilden Fundtiere oder jene Tiere, die vom Veterinäramt aus schlechten Haltungsbedingungen herausgeholt werden. Sie werden noch aufgenommen. Derzeit beherbergt das Tierheim 20 Hunde, 50 Katzen und Kleintiere.

Dürfen Gassigänger noch kommen?

Nur noch zu bestimmten Zeiten. Eine Stammcrew holt nun täglich von 8.30 bis 9 Uhr die Hunde zum Spaziergang ab. Die Rückkehrzeiten erfahren die Ehrenamtler vor Ort. Neue Gassigänger können zurzeit nicht eingesetzt werden, sagt die Tierheim-Leiterin.

Läuft der Pensionsbetrieb noch?

So gut wie gar nicht mehr. Weil fast niemand in den Urlaub fährt, hagelt es Absagen. „Das geht ins Geld“, sagt Reitzig. Nur Notfälle dürften kurzfristig aufgenommen werden.

Kann ich Wäschespenden abgeben?

Momentan nicht. „Wir halten uns an die Empfehlung des Deutschen Tierschutzbundes zum Umgang mit dem Coronavirus“, sagt die Leiterin. Oft stammten gespendete Bettlaken und Decken aus Wohnungsauflösungen. Reitzigs Bitte: „Bitte werfen Sie Wäschespenden nicht weg, sonder bewahren Sie diese für uns für später auf.“

Wie kann ich sonst helfen?

Das Team hat vor dem Tor eine Tonne aufgestellt, in die Interessierte kontaktlos Futterspenden hineingeben können. Abends holen die Tierpfleger diese rein. „Die Menschen sind sehr spendenbereit, vielen Dank dafür“, sagt Reitzig. Auch jede Geldspende zähle.

Aktuelle Infos: tierheim-remscheid.de

Die aktuelle Krise stellt auch Tierbesitzer vor Herausforderungen. Das sollten Hundebesitzer in der Corona-Krise beachten.

In unserem Live-Blog finden Sie aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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