Betreuung

Kitas dürfen von Schließung im Sommer nicht abweichen

Kita-Schließung in den Ferien wird manche Eltern nach den Corona-Einschränkungen auf weitere harte Probe stellen. Foto: Roland Keusch
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Kita-Schließung in den Ferien wird manche Eltern nach den Corona-Einschränkungen auf weitere harte Probe stellen. 

Weiterer Ärger mit Eltern ist programmiert.

Von Andreas Weber

Remscheid. Strapaziert worden sind Eltern mit Kita-Kindern in den vergangenen beiden Monaten genug. Systemrelevanten Berufen gingen die meisten nicht nach, durften deshalb die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen, mussten familienintern Lösungen für die Beaufsichtigung ihres Nachwuchses suchen. So mancher Jahresurlaub wurde dabei vorzeitig ausgereizt. Dabei stehen noch drei Wochen in den Sommerferien bevor. Es sind die traditionellen Schließungszeiten der Kitas. Und über die wird sich in Corona-Zeiten mit Sicherheit ein Streit entzünden.

Der Jugendamtselternbeirat in Remscheid erwartet nach den vielen Wochen der Entbehrungen ein Entgegenkommen. Dessen Vorstand drängt angesichts der besonderen Umstände auf einen Verzicht der Schließungszeiten. „Es muss auch Kompromissbereitschaft bei den Trägern und den Erziehern geben“, fordern Marco Marquard und Miriam Wetzel.

Marquard räumt ein, dass es sich hart anhöre, er hält aber seine Feststellung im Grundsatz für richtig: „Erzieher machen dann drei Wochen Urlaub, und wir als Eltern stehen auf dem Schlauch.“

Das Jugendamt weiß, dass mit der Ferienschließung bald ein weiteres Problem aufploppen wird. Der Stadt sind aber die Hände gebunden. Momentaner Stand der Diskussion auf oberster Ebene: „Das Land NRW sagt uns, dass die Schließungszeiten in den Ferien aufrechtzuerhalten seien“, erklärt Kerstin Biedebach, Kita-Fachberaterin im Jugendamt.

Zumindest gibt es einen finanziellen Ausgleich. Es besteht die Möglichkeit für den Fall, dass, wer keine Betreuung für sein Kind findet und deshalb nicht arbeiten kann, den Verdienstausfall über den Landschaftsverband Rheinland geltend machen kann. Vorgesehen ist eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2016 Euro) bis zu sechs Wochen. Voraussetzung ist, dass „keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit für das Kind sichergestellt werden kann“.

Die Auszahlung, darauf weist das Jugendamt hin, übernimmt der Arbeitgeber, der bei den zuständigen Landschaftsverbänden einen Erstattungsantrag stellen kann. Die Regelung gilt im Übrigen auch für Selbstständige.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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