Corona-Krise

Kein Risiko: Lenneper Oktoberfest wird abgesagt

Das Oktoberfest in Lennep ist nun doch abgesagt worden (Archivbild).
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Das Oktoberfest in Lennep ist nun doch abgesagt worden (Archivbild).

Das Fest hätte Anfang Oktober stattfinden sollen. Geplant wird dennoch weiter.

  • Die endgültige Entscheidung für das 17. Oktoberfest in Lennep ist gefallen: Die Veranstaltung soll nicht stattfinden.
  • Bei der Absage spielten die Corona-Einschränkungen weniger eine Rolle.
  • Dennoch führen die Lenneper Veranstalter weiterhin die Planungen fort.

Remscheid. Der Vorstand des Verkehrs- und Fördervereins Lennep hat sich entschieden, das 17. Oktoberfest, das vom 2. bis 4. Oktober in Lennep stattfinden sollte, endgültig abzusagen. Schweren Herzens wurde die Entscheidung getroffen. 

Vorstand sagt Oktoberfest ab: Klaus Kreutzer.

Bei der Entscheidung spielten laut dem Vorsitzenden Klaus Kreutzer weniger die zu erwartenden behördlichen Weisungen eine Rolle als die Verantwortung gegenüber 5.000 Gästen, die keinem Risiko ausgesetzt werden dürfen. „Bei den ohnehin derzeit steigenden Infektionszahlen in Remscheid darf Lennep kein Hotspot wie Ischgl, Heinsberg oder Rheda-Wiedenbrück werden“, warnt Klaus Kreutzer. Nach der Corona-bedingten Absage von Osterfeuer, Rosenfest, Mittelaltermarkt und Kinderfest ist das Oktoberfest ein weiteres Event, das der Verkehrs- und Förderverein Lennep ausfallen lassen muss.

Remscheid: Planungen für Veranstaltungen laufen weiter

Dennoch laufen die Planungen weiter. „Dann eben für 2021“, meint der Vorstand: „Denn wir lassen uns durch Covid-19 den Spaß, den Bürgern dieser Stadt Freude zu bereiten, nicht nehmen.“ AWe

Unser Bericht vom 9. Juli: Lenneper Feste: Planungen gehen weiter

Remscheid. Dass NRW das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober verlängert hat, hat vorerst keine Auswirkungen auf die Planungen des Lenneper Weinfestes. Das bestätigt Gunther Brockmann von der Lenneper Karnevalsgesellschaft auf RGA-Anfrage, Brockmann verweist auf das Gerichtsurteil gegen den Lockdown im Kreis Gütersloh und eine Klage des Schaustellerverbandes: „Für uns herrscht der gleiche Stand wie vorher.“ 

Erst zehn Tage vor der Veranstaltung, an deren Erträgen nicht zuletzt die Finanzierung des Rosenmontagszugs hängt, müsse die endgültige Entscheidung fallen, ob das Weinfest stattfinde. „Wir halten uns das weiter offen.“ 

Remscheid: Auch Vorbereitungen für Lenneper Oktoberfest laufen weiter

Auch die Vorbereitungen fürs Lenneper Oktoberfest würden erst einmal fortgeführt, sagt Klaus Kreutzer vom ausrichtenden Verkehrs- und Förderverein. Stattfinden werde das Fest aber nur, wenn es auch vertretbar sei. „Sonst nehmen wir die Planungen mit ins nächste Jahr.“ Am Dienstagabend hatte das Land eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht, nach der unter anderem Volks-, Stadt-, Dorf-, Straßen-, Schützen- und Weinfeste bis Ende Oktober untersagt werden. wey

Unser Bericht vom 23. Juni: Feste im Herbst: Lenneper geben nicht auf

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Die Bewohner der Röntgenstadt sind Kämpfer. Das zeigt sich nicht nur beim DOC, sondern auch bei den beliebten Festen. Auch von Corona möchten sie sich den Spaß nicht verderben lassen. Zumindest, wenn das Land mitspielt. Denn Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, sollen mindestens bis Ende Oktober nicht stattfinden. So lautet der Beschluss „Coronavirus-Infektionen“ vom 17. Juni zum Thema Großveranstaltungen.

Gunther Brockmann von der Lenneper Karnevalsgesellschaft hält am Weinfest vorerst fest. 

Allerdings ist aktuell nicht festgelegt, nach welchen Besucherzahlen sich eine Großveranstaltung definiert. Diese Zahl wird voraussichtlich, abhängig vom Bundesland, variieren und ist den jeweiligen Verordnungen zu entnehmen. Auch die Ordnungsbehörde der Stadt hat dazu bislang keine genaue Definition erhalten.

Daher will Gunther Brockmann, Chef der Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG), weiter abwarten. Das Weinfest, das ursprünglich Anfang August hätte stattfinden sollen, ist gedanklich auf 11. bis 13. September verschoben. Neun Winzer stünden parat – ihnen fehlten die Einnahmen. Zumal Lennep für sie stets ein „ertragreiches Pflaster“ sei. „Erst mal muss die Landesregierung aber festlegen, was eine Großveranstaltung ist“, sagt Brockmann. Der Schaustellerverband habe zudem bereits Klage eingereicht. „Wir werden abwarten und nicht frühzeitig die Flinte ins Korn werfen.“ In Nordrhein-Westfalen habe sich aufgrund des Corona-Ausbruchs beim Fleischhersteller Tönnies im Kreis Gütersloh die Lage aktuell verschlechtert. „Wir hoffen aber, dass das nur punktuell ist und nicht wieder ein Lockdown für alle nötig ist.“ Bis jetzt habe er keinem Winzer abgesagt. „Wir können innerhalb von zehn Tagen reagieren.“

Sollte das Weinfest auf dem Alten Markt stattfinden, müsste die LKG wieder einen Kartenvorverkauf organisieren. Eine Karte würde 3 Euro kosten. Wegen der begrenzten Fläche dürften maximal 2800 Weinfreunde am Freitag- und Samstagabend zugelassen werden. Eine Maskenpflicht und die Einhaltung von Abstandsregeln seien allerdings nur schwer umsetzbar. Mitte August rechnet der LKG-Chef mit einer Entscheidung.

Remscheid: Verkehrs- und Förderverein wirbt um Unterstützer

Auch das Oktoberfest, das der Verkehrs- und Förderverein Lennep ausrichtet, ist bis dato noch nicht abgesagt. Allerdings planen die Mitglieder „in alle Richtungen“, wie der Vorsitzende Klaus Kreutzer sagt. Osterfeuer, Rosenfest, Mittelaltermarkt – diese vom Verkehrs- und Förderverein organisierten Feste sind bereits der Pandemie zum Opfer gefallen. „Mit der Planung der weiteren Veranstaltungen werden wir sehr verantwortungsbewusst umgehen. Da unser Verein in Vorstand und Beirat sehr professionell arbeitet, sind wir auf alle Eventualitäten eingestellt und entsprechend vorbereitet“, sagt Kreutzer. Wie schnell sich die Lagen ändern könne, sehe man in der Fleischindustrie. „Wir werden uns auf jeden Fall so verhalten, dass in Lennep kein ,Hotspot‘ wie in Ischgl oder in Mitterteich entstehen kann.“

Dennoch blieben die finanziellen Verpflichtungen bestehen. Kreutzer wirbt daher um Unterstützer. Interessierte könnten den Verein bereits durch einen Mitgliedsbeitrag ab 2 Euro im Monat unterstützen.

Rosenmontag

Mit den Einnahmen des Weinfestes finanziert die LKG die Straßenreinigung nach dem Rosenmontagszug. Sollte dieses ausfallen, fehlen rund 4500 Euro. Um die Dienstleistung kümmern sich die Technischen Betriebe, die dafür bisher von der LKG bezahlt wurden. Ursula Czylwig (SPD) hatte in der Bezirksvertretung Lennep jüngst vorgeschlagen, die Allgemeinheit solle die Kosten für die Reinigung zahlen.

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