NRW-Schnitt zählt

Auch bei Inzidenz unter 35 gibt es in Remscheid keine Alleingänge

Masken bringen ein Stück mehr Sicherheit. Foto: Michael Schütz
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Masken bringen ein Stück mehr Sicherheit.

Würde die Marke hier unterschritten, gäbe es keine individuellen Lockerungen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Am 18. September vergangenen Jahres lag die Sieben-Tage-Inzidenz (35 pro 100.000) in Remscheid mit 25,58 letztmalig unter dem Wert von 35, der von der Ministerpräsidentenkonferenz als Messlatte für Lockerungen in den kommenden Wochen festgezurrt worden ist. Unterschreitet Remscheid die Marke vor dem 7. März, ist dies keinesfalls gleichbedeutend mit einer sofortigen Öffnung von Geschäften oder Kulturbetrieben in dieser Stadt. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass es keine Alleingänge geben wird. Eine Lockerung vor Lockdown-Ende in einer von Deutschlands 294 Landkreisen und 107 kreisfreien Städten ist daher höchst unwahrscheinlich.

Remscheid soll kein Ort für Shoppingtourismus werden

Vermieden werden soll ein „Shoppingtourismus“ in Regionen, die aufgrund niedriger Corona-Zahlen eher loslegen dürfen als benachbarte Kreise oder Städte. „Den Flickenteppich, der dann entstehen würde, halte ich überhaupt nicht für sinnvoll. Das sorgt für Ungleichbehandlung und Unzufriedenheit“, erklärt Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus. „Wir als Stadt leisten unseren kleinen Beitrag, damit am Ende der Durchschnittswert in NRW erreicht wird. Der wird maßgebend für Lockerungen sein.“

Vorgesehen ist eine stabile Inzidenz unter 35, heißt, sie müsste drei bis fünf Tage anhalten, damit Einschränkungen aufgehoben werden. Remscheid sei auf einem guten Weg, befindet Neuhaus. Unter 50 lag der Wert am Montag. Um unter die 35 zu gelangen, dürften sich sieben Tage lang nur insgesamt 38 Remscheider neu infizieren. 56 waren es vom 8. bis 14. Februar.

Thomas Neuhaus weiß, dass sich die Lage zwar entspannt hat, es aber auch enorm schnell wieder in die andere Richtung losgehen kann. Er denkt dabei, an die Unwägbarkeiten durch die aggressive Mutation aus Großbritannien. Zu beobachten sei auch, wie sich der bald anlaufende Wechselunterricht in Schulen auswirke. „Obwohl es nach unseren Auswertungen dort keine Hotspots bislang gegeben hat.“ Der Dezernent ist andererseits zuversichtlich, Weichen gestellt zu haben und denkt dabei zum Beispiel an die Ausstattung mit FFP2-Masken.

135.000 seien gerade an die Lehrer verteilt worden, Tafel, Caritas und Frauenhäuser hätten den Schutz erhalten. „Und jetzt sind wir dabei, 33.000 Masken an SGB-II-Bezieher zu versenden.“ 11.000 Hartz-IV-Empfänger werden demnächst Post erhalten. Momentan ist die Stadt dabei, mit eigenen Kräften die Verpackung und Versendung zu organisieren. Ebenso hofft Neuhaus, dass mehr Mitarbeiter im Homeoffice in Unternehmen dafür sorgen, dass sich die Inzidenz weiter nach unten bewegt.

Welche Beschränkungen wegen des Coronavirus gelten aktuell in Remscheid? Das haben wir für Sie in einem Artikel zusammengefasst, den Sie hier finden: Ein Überblick über die Corona-Regeln in Remscheid.

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Remscheid erhalten Sie in unserem Corona-Blog.

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