Sozialdezernent bittet um Geduld

Gratis-Schnelltest: Reges Interesse, aber noch kein Angebot

Wer sich testen lassen will, muss vorerst weiter dafür bezahlen. Für das Gratis-Angebot werden Anbieter gesucht. Foto: Britta Pedersen/dpa
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Wer sich testen lassen will, muss vorerst weiter dafür bezahlen. Für das Gratis-Angebot werden Anbieter gesucht.
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Zahlreiche Remscheider erkundigten sich am Montag bei der Stadtverwaltung, wo sie ihren Gratis-Coronatest erhalten können.

Remscheid. „Per Mail oder auch an der Hotline des Gesundheitsamts“, berichtet Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Eine Antwort muss er schuldig bleiben. „Denn noch fehlen mir die Informationen darüber, unter welchen Bedingungen dies ablaufen soll“, beantwortete er Montagmittag eine RGA-Anfrage.

Seit dem 8. März haben die Bundesbürger das Recht auf einen Schnelltest pro Woche, für den sie nicht zahlen müssen. Dies war ein Ergebnis des letzten Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Den Beschluss finde er gut, sagt Neuhaus. „Ärgerlich ist aber, dass erneut Erwartungen geweckt werden, die nicht erfüllt werden können.“

Remscheid: Rahmenbedingungen müssen feststehen

Denn: Bevor Remscheid die nötige Infrastruktur aufbauen könne, müsse feststehen, wie die konkreten Rahmenbedingungen und Mindeststandards aussehen – für Ärzte, Apotheker und sonstige Interessenten, die Schnelltests bieten sollen. „Ich habe aber bereits jetzt den Eindruck, dass die Apotheker nicht Hurra schreien“, erklärt der Sozialdezernent, der ein möglichst flächendeckendes Angebot einrichten will. Das heißt: Auch in Lennep, Lüttringhausen und weiteren Teilen Remscheids sollen die Bürger Anlaufstellen für Gratis-Schnelltests vorfinden. „Dazu aber müssen wir aber erst einmal Interessenten finden.“ Diese können 18 Euro pro Test mit der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen, worin aber eine Pauschale von sechs Euro für die Beschaffung des Tests erhalten seien.

Immerhin: Die beiden vorhandenen Teststationen auf dem Schützenplatz und auf der oberen Alleestraße hätten Bereitschaft signalisiert, die Dienstleistung anzubieten. Neuhaus will darüber hinaus aber gezielt weitere potenzielle Anbieter anschreiben – und bittet daher noch um Geduld.

Das Ganze ist zunächst bis zum 30. Juni befristet, wobei für die Dienstleister die Frage im Raum stehe, ob sich die Gratis-Tests für sie betriebswirtschaftlich rechnen. Diese steht und fällt mit der Zahl der Remscheider, die dieses Angebot tatsächlich einmal in der Woche in Anspruch nehmen.

Ab heute treten neue Regeln in Kraft: Der RGA hat die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Remscheid erhalten Sie in unserem Corona-Blog.

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