Gutachten geplant

Gleisdreieck: Naturschützer sorgen sich um intakte Landschaft

Das Gewerbegebiet Gleisdreieck in Bergisch Born soll hier entstehen (Archivbild).
+
Das Gewerbegebiet Gleisdreieck in Bergisch Born soll hier entstehen (Archivbild).

Umweltorganisationen hatten zum Spaziergang am geplanten Gewerbegebiet Gleisdreieck geladen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Das geplante interkommunale Gewerbegebiet Gleisdreieck brennt nicht nur den Bergisch Bornern auf der Seele, sondern auch den Umweltorganisationen. Das zeigte sich angesichts eines ersten Spaziergangs durch das betroffene Gebiet, zu dem Gabriele Lipka vom Naturschutzbeirat Remscheid, Moritz Schulze vom Naturschutzbund Deutschland sowie Hubert Benzheim vom Bund für Umwelt und Naturschutz am Freitagnachmittag eingeladen hatten.

Remscheid Gleisdreieck: Zwölf Gutachten geplant

Dreißig Interessierte folgten den Ausführungen der Umweltschützer und gingen bei frostigen Temperaturen los, die Umgebung des geplanten Industriegebietes zu erkunden. Als Gast war Mark vom Hofe, Vorsitzender des Rheinisch-Bergischen Naturschutzvereins mit unterwegs. „Es wird zwölf Gutachten geben“, berichtet Gabriele Lipka, „und das erste, das Artenschutzgutachten, ist auf den Weg gebracht, aber noch nicht abgeschlossen, da die Winterperiode mit berücksichtigt werden soll.“

Das geplante interkommunale Industriegebiet würde in unmittelbarer Nähe des Bornbach-Quellgebietes stehen, informiert Moritz Schulze. Auswirkungen auf dieses Quellgebiet müsste unbedingt vermieden werden. „Es steht jedoch zu befürchten, dass dies trotzdem so sein wird.“

Gleisdreieck: Naturschützer sorgen sich um Vögel

Hubert Benzheim führte die Wanderung durch das bestehende Industriegebiet hin zum geplanten an. Am Rande des bestehenden Gewerbegebietes wies Schulze auf die gesunden Wiesen hin. „Wertvolles Land“, sagt er, „fast mehr Maulwurfshügel als Gras. Und hier ist die neue Bundesstraße 51n geplant.“ 500 Meter weiter zeigte Schulze das bestehende Naturschutzgebiet, das nach seiner Meinung durch das geplante Industriegebiet massiv abgewertet werde. „Das sind auch beackerte Flächen“, berichtet er. „Beackerte Flächen sind in Remscheid Mangelware geworden.“ Noch vor kurzer Zeit habe es hier Kiebitze, Regenpfeifer und Feldlerchen gegeben. Der Feldsperling sei hier noch heimisch, sei aber generell in seinem Bestand gefährdet. „Und die Ausgleichsflächen“, fügt er an, „sind eigentlich keine.“ Die Naturschützer sorgen sich. Weitere Spaziergänge sollen folgen.

Remscheid wartet auf ein Gutachten zum Gewerbegebiet Gleisdreieck: Experten prüfen, ob Haselmaus & Co. Bergisch Born bevölkern. Davon hängen die Gewerbegebiet-Planungen ab.

Die Bestände von Seeadler, Uhu und Schwarzstorch nehmen nach einem aktuellen Bericht wieder zu. Die Großvogelarten profitierten von intensiven Schutzmaßnahmen, teilte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn mit: Der Vogelschutzbericht zeigt Licht und Schatten

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Corona: Inzidenzwert steigt auf 141 - Vier Patienten müssen beatmet werden
Corona: Inzidenzwert steigt auf 141 - Vier Patienten müssen beatmet werden
Corona: Inzidenzwert steigt auf 141 - Vier Patienten müssen beatmet werden
Betrüger sind in Remscheid unterwegs
Betrüger sind in Remscheid unterwegs
Betrüger sind in Remscheid unterwegs
Heute kein Tanztheater im Teo Otto Theater
Heute kein Tanztheater im Teo Otto Theater
Heute kein Tanztheater im Teo Otto Theater
Corona-Krise: Der Blog für Remscheid, Teil 3
Corona-Krise: Der Blog für Remscheid, Teil 3
Corona-Krise: Der Blog für Remscheid, Teil 3

Kommentare