Befall

Giftraupen sind eine „typische Gefahr“ im Wald

Der Eichenprozessionsspinner ist nun auch in Reinshagen aufgetaucht. Im Wald wird er jedoch nicht beseitigt. Foto: TBR
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Der Eichenprozessionsspinner ist nun auch in Reinshagen aufgetaucht. Im Wald wird er jedoch nicht beseitigt. 

TBR-Mitarbeiter rücken nicht zu jedem Raupenbefall aus.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Nicht in jedem Fall rücken die Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid aus, um Bäume vom Eichenprozessionsspinner (EPS) zu befreien. Diese Erwartungshaltung mancher Remscheider tritt der zuständige TBR-Geschäftsbereichsleiter Markus Wolff entgegen. „An Alleen und vor in Waldgebieten gehören sie zu typischen Gefahren, die Besucher und Passanten beachten müssen – so wie morsche Äste, Stolperfallen, Matsch oder unebene Wege“, berichtet er. In diesen Fällen sollten Spaziergänger Abstand halten und die Gespinste in den Bäumen nicht berühren. Darüber werde nun auch mit neuen Hinweistafeln informiert.

„Wir benennen den Privatleuten gerne Dienstleister.“
Markus Wolff

In den vergangenen Wochen hatten sich bei den TBR die Meldungen gehäuft, wonach sie zu von EPS befallenen Bäumen ausrücken sollten. Ein Beispiel sei Reinshagen, wo sich das Übel in der Nähe der Sporthalle West ausgebreitet hat. Aber auch dort sieht Wolff eine „waldtypische Gefahr“. Anders sei der Sachverhalt, wenn sich der Eichenprozessionsspinner im öffentlichen Raum breitmache – zum Beispiel an Kinderspielspielplätzen, auf Schulgrundstücken oder in Parkanlagen, wo sich viele Menschen aufhalten. Hier rücken die Trupps der TBR sehr wohl aus, um das Übel abzusaugen. Schließlich lösen die Brennhaare der Raupen Hautreaktionen aus. Deshalb legt Wolff den Bürgern auch im Wald das Abstandsgebot ans Herz. Es wäre jedenfalls nicht ratsam, abseits der Wege an betroffenen Bäume seine Notdurft zu verrichten.

Hinweise auf den Eichenprozessionsspinner an öffentlichen Anlagen werden bei der Leitstelle der Feuerwehr entgegengenommen (Tel. 16 24 00). „Dort wird dann auch gezielt nachgefragt, wie die Gespinste in den Bäumen aussehen. Gerade zu dieser Jahreszeit könnte es sich ja auch um ganz andere Raupen handeln“, erläutert Wolff. Privatleute, die in ihrem Baumbestand nicht auf die Hilfe der Technischen Betriebe setzen könnten, müssten Spezialunternehmen beauftragen, wenn sie die Plage loswerden wollten, sagt Markus Wolff. Die TBR helfen Interessenten aber gerne weiter, indem sie entsprechende Dienstleister benennen.

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