Bergisches Schnelltest-Zentrum

Im Drive-In wird bis Mitte 2021 getestet

Unter der Leitung von Professor Dr. Helmut Kaulhausen werden seit dem 16. November Corona-Schnelltests im Drive-In auf dem Schützenplatz durchgeführt. Foto: Roland Keusch
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Unter der Leitung von Professor Dr. Helmut Kaulhausen werden seit dem 16. November Corona-Schnelltests im Drive-In auf dem Schützenplatz durchgeführt.

Dr. Helmut Kaulhausen lehnt private Tests ab.

Remscheid. Das Bergische Schnelltest-Zentrum auf dem Schützenplatz wird bis Mitte des Jahres geöffnet bleiben. Das kündigt Professor Dr. Helmut Kaulhausen an, der als medizinischer Geschäftsführer des Drive-Ins fungiert. Ursprünglich hatte die Bergische Schnelltest GmbH (BeST), die von zwei Remscheider Unternehmen gegründet worden ist, geplant, die Corona-Schnelltests bis ins 2. Quartal 2021 auf dem Schützenplatz anzubieten. Aber in Anbetracht der Verzögerungen bei der Impfstoffbeschaffung und den dadurch bedingten, nur langsam anlaufenden Impfaktionen in Nordrhein-Westfalen werde das Schnelltest-Zentrum voraussichtlich bis Mitte des Jahres aktiv bleiben, teilt Dr. Kaulhausen jetzt mit.

Auf wenig Gegenliebe stößt bei dem Mediziner, dass künftig auch Privatpersonen solche Schnelltest für den häuslichen Gebrauch erwerben, durchführen und auswerten können. Das werde zwangsläufig zu etlichen falsch-negativen Resultaten führen; das geschehe, wenn der Test aus der unteren Nase oder dem Mund beziehungsweise aus dem Speichel entnommen werde statt tief aus dem Rachen. Dies sei für nicht-medizinisches Personal schwer erlernbar und werde im von ihm geleiteten Testzentrum sogar nur von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt.

Das gelte auch für die Auswertung der Befunde, welche innerhalb von 20 Minuten nach der Abstrichentnahme aus dem Rachen ablesbar seien. Nur bei Personen mit hoher Viruslast würden solche oberflächlich aus Mund oder Nase entnommenen Tests auch positiv ausfallen. Aus ärztlicher Sicht sollten diese Antigen-Schnelltests auch in Zukunft nur von medizinischem Personal durchgeführt werden, so Kaulhausen.

Auch ein weiteres Problem sieht Dr. Helmut Kaulhausen, das entstehe, wenn beispielsweise in Altenzentren, Kitas oder Schulen eingesetzte Hilfskräfte nicht regelmäßig und zeitnah die positiven Testergebnisse an das für den jeweiligen Wohnort der getesteten Person zuständige Gesundheitsamt mitteilten. Dann entfalle oder verzögere sich Nachverfolgung der Kontaktpersonen, und der weiteren Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus werde Vorschub geleistet. Das hätten die Politiker in Bund und Land nach seiner Auffassung nicht bedacht.

Remscheid: 1371 Personen ließen sich im Januar im Drive-In testen

Im Drive-In SARS-CoV-2-Antigen-Schnell-Testzentrum auf dem Schützenplatz wurden allein im Januar 1371 Personen getestet; davon waren 60 Personen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus (4,4 %). Im Dezember 2020 lag der Prozentsatz noch bei 5,5 Prozent.

Bei sämtlichen Personen, bei denen im Anschluss in gleicher Weise auch ein PCR-Test im Auftrag des Gesundheitsamtes Remscheid vorgenommen worden sei, sei dieser ebenfalls positiv ausgefallen.

Alle positiv getesteten Personen, auch denen aus der Umgebung des Bergischen Landes, wurde ärztlicherseits eine umgehende Quarantäne auferlegt. Das Ergebnis des Tests wurde am gleichen Tag dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet, auch wenn der Wohnort außerhalb des bergischen Städtedreiecks lag, hebt Professor Dr. Kaulhausen in seiner Mitteilung hervor. -ma-

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