Pandemie

432 Impftermine pro Woche sind möglich

Am 8. Februar soll das Impfzentrum in der Sporthalle West an den Start gehen. Foto: Michael Schütz
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Am 8. Februar soll das Impfzentrum in der Sporthalle West an den Start gehen.
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Corona: Durch die Lieferverzögerung hat sich die Zahl der Impfdosen reduziert.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Terminvergabe für die Corona-Impfung sorgt nach wie vor für Irritationen – bei den Interessenten, die sich in telefonischen Warteschleifen verloren fühlen, aber auch beim Leiter des Remscheider Krisenstabs Thomas Neuhaus. „Ärgerlich sind vor allem Falschbehauptungen, die Remscheider an uns herangetragen haben. Da war an der Hotline unter anderem davon die Rede, dass die Stadt mit der Daten- und Terminerfassung nicht nachkomme und dass wir ein zu kleines Impfzentrum aufgebaut hätten.“ Das sei ganz und gar nicht der Fall. „Mit der Datenerfassung haben wir nichts zu tun. Und im Gegenteil: Unser Zentrum ist mit drei Impfstraßen doppelt so groß, wie es eigentlich laut Vorgaben sein müsste,“ erklärt er mit Blick auf die Sporthalle West in Reinshagen, die zur Schaltzentrale beim Corona-Gesundheitsschutz wird.

Aber: Wie ist denn nun der Stand der Dinge bei der Terminvergabe, um die sich für Remscheid die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein kümmert? Von dort gab es am Donnerstagmittag auf RGA-Anfrage lediglich eine Gesamtzahl für die Region: „Wir haben aktuell bereits rund 400 000 Termine an etwa 200 000 Personen in Nordrhein vergeben können“, antwortete Sprecher Dr. Heiko Schmitz. Und er fügte hinzu: „Da bereits unser zweiter Terminblock bis zum 21. März vollläuft, werden wir kurzfristig weitere Termine einstellen“ – für die Erstimpfung. Das heißt: Wer jetzt noch keinen Termin hat, muss sich vermutlich erst einmal in Geduld üben. Sowohl die Hotline als auch das Online-Portal seien „aktuell extrem ausgelastet“. Die Hotline verzeichne rund 70 000 Anrufe pro Tag.

Neuhaus: Impfzentrum in Remscheid kann jederzeit ausgebaut werden

In Remscheid sollen ab dem 8. Februar 8300 Menschen über 80 Jahre die Corona-Impfung erhalten. „Bei uns wird das wie am Schnürchen klappen. Wir haben die nötige Logistik aufgebaut und können die Kapazitäten jederzeit deutlich ausbauen“, verspricht Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Die Zahl der Impfdosen, die Remscheid zugeteilt werden, sei jedoch durch die Lieferprobleme der Hersteller zurückgegangen. 432 statt 465 Dosen sollen ab 8. Februar pro Woche ankommen – bezogen auf den Zeitraum bis Ende Februar. „Und ich erwarte, dass die Kassenärztliche Vereinigung auch genau 432 Termine pro Woche vereinbart“, erklärt Feuerwehr-Chef Guido Eul-Jordan, der das Impfzentrum leitet. So viele Menschen wie nur möglich sollen geimpft werden. Aber: Verbindliche Informationen, wie viel Serum im März ankommt, lägen ihm nicht vor, sagt Eul-Jordan.

Das Problem: Jene Remscheider, die vom 8. bis 28. Februar den Schutz erhalten, müssen binnen drei Wochen ein zweites Mal zum Impfen. Für sie muss daher das Präparat vorgehalten werden. Wie viele Erstimpfungen darüber hinaus möglich sind, hänge vom Lieferumfang im März ab.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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