Keine neuen Besuchsregeln

Coronavirus: Man setzt auf die Einsicht der Besucher

Den Desinfektionsmittelspender im Sana-Eingang gibt es schon länger, die Besuchszeiten schränkt das Krankenhaus nicht ein. Archivfoto: R. Keusch
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Den Desinfektionsmittelspender im Sana-Eingang gibt es schon länger, die Besuchszeiten schränkt das Krankenhaus nicht ein (Archivfoto).

Die Einschränkungen für Besucher im Altenheim oder Krankenhaus halten sich in Grenzen. Dennoch gibt es ein paar Vorsichtsmaßnahmen.

  • Im Remscheider Sana-Klinikum gibt es keine Veränderungen der Besuchsregeln wegen des Coronavirus.
  • Auch in den Altenheimen gibt es derzeit keine Besuchsverbote oder ähnliche Regeln.
  • Dennoch sollen Besucher einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Anders als viele Krankenhäuser in der Umgebung hat das Sana-Klinikum auf die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus nicht mit Veränderungen der Besuchsregeln reagiert. Aktuell gebe es keine Einschränkungen bei den Besuchszeiten, teilt Sana-Pressesprecher Stefan Mülders auf RGA-Anfrage mit: „Die Besucher im Klinikum werden jedoch per Aushang darauf hingewiesen, die Besuche zum Schutz der Patienten auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die bekannten Hygienemaßnahmen einzuhalten.“ Zudem seien öffentliche Veranstaltungen vorerst abgesagt worden.

Das städtische Klinikum Solingen hatte zuvor die Besuchszeiten auf 15 bis 19 Uhr beschränkt. Die Krankenhäuser in Wuppertal, darunter das Helios Klinikum, hatten am Dienstag beschlossen, nur noch zwei Besucher pro Patient und Tag zuzulassen. Zudem wurden dort auch die Besuchszeiten verkürzt.

Coronavirus: Krankenhäuser stellen unterschiedliche Regeln für Besucher auf

Auch die Helios Klinik in Wipperfürth hat die Abläufe wegen des Virus geändert: „Minderjährigen ist der Besuch von Patienten, die sich in stationärer Behandlung befinden, aktuell untersagt“, teilt das Krankenhaus mit. Für alle anderen gelte die „1-1-1-Regel: Jeder Patient darf pro Tag von einer Person für eine Stunde besucht werden“. Zudem wurden die Wegeführungen von Patienten und Besucher teilweise getrennt, so darf die Cafeteria seit Mittwoch nicht mehr von Besuchern genutzt werden.

Ähnlich wie das Sana-Klinikum halten es auch einige der Remscheider Senioren-Heime. Im Altenpflegezentrum Der Wiedenhof setzt man zum Beispiel auf die Einsicht der Besucher, berichte Leiterin Gabriele Heyer-Stojsavljevic: „Wir haben eine Information im Eingangsbereich ausgehängt.“ Darin würden die Besucher zum Beispiel aufgefordert, sich beim Betreten die Hände zu desinfizieren. Besucher mit Erkältungssymptomen werden zudem gebeten, von einem Besuch abzusehen.

Im Alloheim bleibt derzeit das Bistro geschlossen

Alles Regeln, die aber auch schon vor Corona galten, zum Schutz der Bewohner, sagt Heyer-Stojsavljevic: „Wir haben schon immer einen Desinfektionsspender im Eingangsbereich hängen. Und der wurde auch schon immer genutzt.“

Gleiches gelte auch für die Alloheim Senioren-Residenz an der Burger Straße, berichtet die Einrichtungsleiterin Alexandra Bläsing, die von einer „Gratwanderung“ zwischen notwendiger Hygiene und ebenso notwendigen sozialen Kontakten der Bewohner spricht: „Besuche zu verbieten, das kann man den Leuten ja nicht antun.“ Trotzdem bitte man die Besucher, besondere Sorgfalt walten zu lassen. Mit Erfolg: „Wir hatten auch schon Anrufe mit der Bitte, der Mama auszurichten, dass die Tochter erstmal zuhause bleibt, weil sie selber krank ist.“

Das an sich öffentliche Bistro im Alloheim sei derzeit aber geschlossen, sagt Alexandra Bläsing, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. „Wer einen Kaffee möchte, bekommt den im Moment to go.“ Zudem müssten alle Externen, zum Beispiel Lieferanten, Krankengymnasten und andere Dienstleister, der Einrichtung schriftlich bestätigen, dass sie infektionsfrei sind.

In Remscheid gibt es einen neuen bestätigten Coronavirus-Fall: Eine Remscheider Lehrerin hat sich beim Kontakt mit der Reisegruppe infiziert.

Wegen des Coronavirus hat die Stadt Remscheid eine Hilfe für ältere oder vorerkrankte Remscheider eingerichtet. Denn diese Menschen sind besonders von einem schweren Krankheitsverlauf bedroht.

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