Neue Impulse für die Innenstadt

Brunnen auf der Alleestraße soll wieder plätschern

Im Kommunalwahljahr 2020 tut sich etwas in der Remscheider Innenstadt: der Brunnen auf der Alleestraße vor dem Center...
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Im Kommunalwahljahr 2020 tut sich etwas in der Remscheider Innenstadt: der Brunnen auf der Alleestraße vor dem Center...

Baumaßnahmen sollen 2020 Impulse in der Innenstadt setzen. Alte Bismarckstraße erhält Terrassen.

  • Der Brunnen am Allee-Center in Remscheid soll bald repariert werden
  • An der Alten Bismarckstraße soll es mehr Außengastronomie geben
  • Auch die Beleuchtung der Innenstadt soll ausgeschrieben werden

Von Frank Michalczak

Remscheid. Was bisher lediglich in Entwürfen von Architekten und Stadtplanern verzeichnet ist, soll 2020 realisiert werden: Baudezernent Peter Heinze kündigt erste Schritte zur Modernisierung der Innenstadt an. Die Alte Bismarckstraße soll Terrassen erhalten, der Brunnen am Allee-Center-Eingang auf der oberen Alleestraße wieder plätschern. Zudem sind die Remscheider eingeladen, neues Mobiliar zu testen. Peter Heinze bittet zum Probesitzen – auf unterschiedlichen Bänken. Sie sollen künftig auf der Einkaufsmeile Gelegenheit zum Verweilen bieten. „Wir wollen die Bürger beteiligen. Sie können uns ihre Meinung sagen, welche Bänke wir kaufen sollen“, erklärt Heinze.

...die Sitzmöbel auf der Alleestraße...

Damit wird ein erster, kleiner Teil des Programms umgesetzt, das der Stadtrat im Jahr 2015 verabschiedete. Es sieht über 30 Einzelmaßnahmen vor – von der Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes bis zur neuen Verkehrsführung der Fastenrathstraße am Rathaus.

Verändern wird sich in einem ersten Schritt aber zunächst die Alte Bismarckstraße in Remscheid. „Dort wollen wir die Außengastronomie stärken“, erklärt Heinze mit Blick auf die „fünf bis sechs Terrassen“, die angelegt werden. Im Szeneviertel entfallen dafür Parkplätze. Die Gastronomen haben die Möglichkeit, den Grund und Boden von der Stadt Remscheid zu erwerben, um Tische und Stühle aufstellen zu können. „Eine Ingenieurplanung dafür ist beauftragt“, berichtet Peter Heinze.

...das Beleuchtungskonzept Innenstadt...

Insgesamt 15 Millionen Euro stellt das Land Nordrhein-Westfalen für diese und die vielen anderen Maßnahmen bereit. Ein großer Batzen von rund 7,4 Millionen Euro fließt in den Ebert-Platz. Der Busbahnhof soll umgestaltet werden – mit einer modernen Wartezone und einem begrünten Platz, der Aufenthaltsqualität bescheren soll. Die Umsetzung dürfte aber noch nicht in diesem Jahr erfolgen. „Zunächst einmal wird die Detailplanung von dem Fachbüro vorgelegt und im Anschluss von den Politikern beraten“, erläutert Heinze.

...sowie die Alte Bismarckstraße.

Und auch die neue Innenstadtbeleuchtung in Remscheid befindet sich noch in der Warteschleife. Das Konzept sieht Lichtspiele in diversen Farbgebungen auf der Alleestraße vor. Unterschiedliche Akzente – zum Beispiel in Grün oder Blau – sollen sie in Szene setzen. Es gilt dabei, wechselnde Stimmungsbilder zu erzeugen. Zudem sollen Fachleute die Möglichkeit eröffnen, die Laternen je nach Bedarf zu dimmen. Einfach neue Lampen aufzustellen, wäre keine große Herausforderung – stellt Peter Heinze fest.

Hier gehe es aber um höchst komplexe Technik, mit der sich ein Expertenbüro auseinandersetzen müsse. Eine entsprechende Ausschreibung werde vorbereitet. Zeitnah soll ein anderes Projekt umgesetzt werden. Der stillgelegte Brunnen am Allee-Center-Eingang werde nach Möglichkeit im Frühjahr plätschern. „Die ersten Arbeiten werden unterhalb der Anlage erfolgen, in der Brunnenkammer. Da geht es um die Sanierung der Technik“, berichtet Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements.

Stadtrat Remscheid stellte 80.000 Euro für Brunnensanierung bereit

80 000 Euro hatte der Stadtrat für die Herrichtung der Anlage bereit gestellt, die seit August 2017 außer Betrieb ist – nach einem großen Wasserschaden. Infolge der maroden Technik war der Keller unter Wasser. Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße hatte zwischenzeitlich mit Pflanzen dafür gesorgt, dass der Brunnen zum Blumenbeet wurde.

Diese Zeiten dürften im Mai enden, hofft Thomas Judt. „Auch die Beschichtung des Brunnens muss aber bis dahin erneuert werden,“ fügt der Gebäudemanager hinzu, der ankündigt, bei dem Projekt im Kostenrahmen zu bleiben. Damit könne aber nur „das Notwendigste“ bezahlt werden. 

UMBAU

POLITIK Mit dem Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes beschäftigen sich die Ortspolitiker im Haupt- und Finanzausschuss in ihrer nächsten Sitzung. In den Mittelpunkt rückt eine Bürgeranregung, wonach es auch unter klimapolitischen Zielen alternative Planungen für den Busbahnhof geben müsse. Der Ausschuss tagt am Donnerstag, 30. Januar, um 17 Uhr im Rathaus.

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