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Blutspende-Marathon: Gepikst wird mit Termin

Beim 6. Remscheider Blutspende-Marathon kamen vergangenes Jahr 540 Spender in die Halle Neuenkamp. Archivfoto: ds
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Beim 6. Remscheider Blutspende-Marathon kamen vergangenes Jahr 540 Spender in die Halle Neuenkamp. 

Die Aktion von RGA und DRK am 10. August soll unter Hygieneauflagen stattfinden.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Da ist die junge Frau, die bei der Geburt zu viel Blut verloren hat. Da ist der junge Mann, der nur knapp einen Motorradunfall überlebt hat. Und da ist die ältere Dame, die sich einer Krebstherapie unterziehen muss. Sie alle sind dringend auf Blutkonserven angewiesen. Da der rote Lebenssaft bis heute nicht maschinell hergestellt werden kann, ist die Gesellschaft gefragt: Um diesen drei Menschen und vielen weiteren das Überleben zu ermöglichen, braucht das Deutsche Rote Kreuz Blutspenden. Und in Corona-Zeiten mehr denn je. „Wir mussten die Termine mit dem Blutspendemobil bis Ende August streichen. Zudem sind uns die Berufskolleg- und die Firmen-Termine geplatzt“, sagt Stephan David Küpper, Kommunikationsleiter beim DRK-Blutspendedienst West. „Wir haben Tausende von Spenden, die uns de facto fehlen.“ Und das, obwohl die Kliniken gerade die Anzahl der Operationen wieder hochfahren – und entsprechend Blutpräparate beim DRK anfordern. „Wir können dadurch auch unseren Jahresplan nicht einhalten“, sagt Küpper. Das sei jetzt schon absehbar.

Deshalb hält das DRK am gemeinsamen Blutspende-Marathon mit dem RGA und Radio RSG am 10. August fest. „Stand heute gehen wir davon aus, dass die Veranstaltung stattfindet.“ So wie auch der Blutspende-Marathon in der Nachbarstadt Solingen am kommenden Pfingstmontag.

Remscheid: DRK hat bereits gute Erfahrungen mit dem neuen Modell gesammelt

Allerdings werden sich die Regeln in der Sporthalle Neuenkamp dann coronabedingt ändern. Selbstverständlich sind schon die gängigen Abstandsregeln, das Tragen einer Mund-Nase-Maske und das Desinfizieren der Hände. Neu: Die Blutspende wird über ein Terminreservierungssystem laufen.

Das habe gleich mehrere Vorteile: Das DRK kann planen, wie viele Spender es an diesem Tag durch die Sporthalle leiten kann, hält dadurch die Abstandsregeln ein und kann sich personell darauf einstellen. Vorteil für den Spender: Er hat keine langen Wartezeiten mehr, es knubbelt sich nicht mehr so vor den einzelnen Stationen. „In den letzten Wochen haben wir schon 40 Termine mit Reservierung gefahren – mit durchaus positiven Erkenntnissen.“ Die Menschen nähmen das neue Modell gut an. Vielleicht sei dies sogar ein Zukunftskonzept für den Blutspendedienst. „Corona zeigt uns ja gerade: Wir müssen flexibel und kreativ sein.“

Im April  unterstützten 14 Footballer des AFC Remscheid Amboss das Deutsche Rote Kreuz bei der Blutspende in der Halle Hackenberg.

Binnen sechs Wochen sind dem DRK-Blutspendedienst West über 1500 Blutspenden weggebrochen, die fest eingeplant waren.Schuld ist das Coronavirus.

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