Nach WDR-Bericht

Beim Impfen vorgedrängelt? Feuerwehr weist Vorwürfe zurück

Die Gewerkschaft der Feuerwehr verteidigt die Vorgehensweise in Remscheid.
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Die Gewerkschaft der Feuerwehr verteidigt die Vorgehensweise in Remscheid.
  • Axel Richter
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Nach einem WDR-Bericht bezieht die Deutsche Gewerkschaft der Feuerwehr NRW Stellung.

Von Axel Richter

Remscheid. Feuerwehrmänner, die sich beim Impfen gegen das Coronavirus vordrängeln – das klingt nach einer guten Story. Wenngleich mit einem Fragezeichen versehen, hat das WDR-Fernsehen diese Geschichte am Donnerstagabend in seinen Sendungen Lokalzeit und Aktuelle Stunde erzählt. Am Freitag wies die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft NRW die Anschuldigungen gegenüber der Feuerwehr Remscheid als unwahr zurück. Das ist insofern unangenehm, als dass ihr stellvertretender Landesvorsitzender als Studiogast und Quelle für den vermeintlichen Impfskandal aufgetreten war.

„Im Gespräch habe ich immer versucht, die Vorgehensweise in Remscheid zu verteidigen, da ich keinerlei Verfehlungen in den Impfabläufen in Remscheid sehe“, erklärt Andreas Jedamzik gegenüber dem RGA. Vom WDR sieht er sich rückblickend in einen falschen Zusammenhang gerückt. „Mein Beitrag sollte dazu dienen, auf Missstände in anderen Kommunen hinzuweisen“, sagt er. „Von Remscheid war überhaupt keine Rede. So ist in dem Beitrag ein völlig falsches Bild entstanden.“

Nach diesem falschen Bild sind bei der Feuerwehr Remscheid bereits alle Mitarbeiter gegen Corona geimpft worden – auch Verwaltungskräfte und Dienstvorgesetzte, die noch gar nicht an der Reihe gewesen wären, weil sie nicht in die Impfkategorie 1 fallen wie die knapp 200 Mitarbeiter der Rettungsdienste.

Stadt Remscheid prüft jetzt rechtliche Schritte gegen den Sender

„Richtig ist, dass auch Mitarbeiter der Impfteams und des Impfzentrums gegen Covid-19 geimpft wurden“, sagt Andreas Jedamzik: „Das ist aber auch völlig in Ordnung so. Sie haben schließlich unter Umständen unmittelbar mit infizierten Personen zu tun.“

Mit einer schriftlichen Richtigstellung wandte Jedamzik sich an Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan und Thomas Neuhaus, Leiter des Remscheider Krisenstabes. Dezernent Neuhaus bedauert die Ausstrahlung des Beitrages. „Es hat keine ungerechtfertigten Impfungen gegeben. Hier werden Mitarbeiter der Feuerwehr auf eine nicht hinnehmbare Art verunglimpft, die sich seit knapp einem Jahr an sieben Tagen jede Woche – deutlich über Dienstpflichten hinaus – für den Schutz der Risikogruppen einsetzen.“ Die Stadt prüft nun rechtliche Schritte gegen den Sender, denn, sagt Neuhaus: „Das Schlimme ist doch, dass von so etwas immer etwas hängen bleibt.“

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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